Psychofallen beim Investieren: Wie du gegen dich selbst gewinnst | Asset Class #77

Shownotes

Das größte Risiko für dein Vermögen? Bist du selbst! Genau hier setzt Christine Laudenbach an: Die Professorin und Verhaltensökonomin erforscht unser Verhältnis zu Geld und die Psycho-Fallen beim Investieren.

Zu Gast bei Christian W. Röhl klärt sie auf, warum viele Investieren als stressigen Nebenjob begreifen und wie „Akzeptanzresilienz“ dabei helfen kann, diese Hürde zu nehmen. Außerdem: Wie das Konzept des heute knapp 3 Mrd. € schweren Mischfonds ARERO aus der Wissenschaft in die Praxis kam, die Rolle von Finanzbildung in der Familie und warum das Taschengeld-Budgeting wichtiger ist als frühes Aktienwissen.

Erwähnte Titel aus der Folge im Scalable Broker: ARERO - Der Weltfonds (LU0360863863): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=LU0360863863

Kapitalanlagen bergen Risiken. Keine Anlageberatung.

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00:00:00: Akzeptanzresilienz.

00:00:01: Jetzt sind wir endlich mal an dem Punkt, wo wir hundertprozentig wissen... Wir haben eine Wissenschaftlerin eingeladen?

00:00:06: Ja das war ein bisschen ein Unfall, würde ich

00:00:08: sagen.

00:00:08: Ich tessauriere mir mal meinen Essen rein ja.

00:00:11: Hat

00:00:11: die Mädchen sie gefragt ob sie die Kleiner einfach löschen könnte und dann sind ihre Schulden weg.

00:00:15: Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.

00:00:18: Kapitalanlagen bergen Risiken.

00:00:20: Du entscheidest in was du investierst.

00:00:28: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Acid Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.

00:00:35: Ich bin Christian Verrohle und heute habe ich für dich eine Wissenschaftlerin die den größten Risikofaktor für unser Vermögen erforscht!

00:00:45: Und nein das ist nicht die Inflation oder die KI-Blase – das sind wir selbst merkwürdig verquastes Verhältnis zu Geld.

00:00:56: Wieso wir uns noch immer schwer tun, über Geld zusprechen?

00:01:00: Weshalb wir investieren oft als stressigen Nebenjob-Begreifen statt einfach den Zinseszenz für uns arbeiten zu lassen und wie die Wissenschaft uns helfen kann, die Psychofallen hinter uns zu lassen um bessere Finanzentscheidungen zu treffen – das und mehr!

00:01:18: Jetzt mit Professor Dr.

00:01:20: Christine Laudenbach von der Goethe-Universität Frankfurt und vom Safe-Libnitz-Institut.

00:01:26: Hallo, Christine!

00:01:27: Schön, dass du hier bist.

00:01:28: Ja hallo ich freu mich.

00:01:30: Du bist Verhaltensökonomin und Professorin für Household Finance.

00:01:37: Wie in deinem Profil steht so Haushaltfinanz, Haushaltsfinanzen.

00:01:43: Das klingt ein bisschen wie Omas T-Tasse im Küchenschrank wo die Münzen und vielleicht auch mal der eine oder andere Fünfer oder Zähner reingesammelt werden.

00:01:53: aber das kann es natürlich nicht sein.

00:01:56: da steckt mehr dahinter.

00:01:56: Erkläre mal ein bisschen was du so machst und mit welchem Ziel?

00:02:00: Naja, deine Intuition war gar nicht so schlecht.

00:02:02: Also im Endeffekt geht es darum wie Menschen Finanzentscheidungen treffen.

00:02:06: das geht von der Oma mit ihrer Tasse bis hin zu dir in deinem Portfolio.

00:02:12: also ich beschäftige mich damit welche Entscheidungen Menschen aus welchen Gründen treffen wenn es um ihr Geld geht

00:02:18: und dass wirklich auf wissenschaftlicher Basis mit einer ganzen Reihe von Studien.

00:02:23: Das Schöne an wissenschaftlichen Studien ist, sie sind in aller Regel zumindest über wissenschaftliche Archive auch öffentlich zugänglich.

00:02:32: deswegen können wir so ein

00:02:32: paar

00:02:33: Studien einfach mal durchgehen und das ist ja auch der Grund, weshalb ich mich so gefreut habe dass du hier bist weil bei dir merkt man auch immer, dass du einerseits halt diesen ganzen wissenschaftlichen Background hast aber die Themen dann auch wirklich praxisnah runter bringst und das wollen wir jetzt auch mal machen.

00:02:54: Und naja, jetzt hast du gerade gesagt, du redest einfach darüber wie Menschen mit Geld umgehen?

00:03:00: Wie sie Finanzentscheidungen treffen und dazu gehört ja auch, ich habe das Eingang schon gesagt, wie man überhaupt Geld begegnet.

00:03:08: Ich komme ja noch aus einer Zeit wo also vor allem meine Oma mir beigebracht hat über Geld spricht man nicht, Geld hat man.

00:03:19: Dieses Tabu ist, glaube ich heute nicht mehr ganz so stark in Deutschland wie vor vierzig Jahren.

00:03:26: Da hast du eine Studie gemacht den hessen monitor.

00:03:29: da haben immerhin sechzig prozent der menschen gesagt über Geld sprich man nicht.

00:03:35: das ist quatsch dass es von gestern.

00:03:38: was ist da passiert?

00:03:39: Wie ist es zusammen umdenken gekommen?

00:03:42: Naja, ich glaube das ist wie bei vielen Themen die wir sehen.

00:03:46: Die vor allem auch durch die sozialen Medien offener geworden sind.

00:03:50: also die Leute reden einfach mehr drüber aber auch nicht über alle Aspekte.

00:03:55: Also wenn jetzt zum Beispiel dann in den Details gehen ändert sich das auch wieder.

00:03:58: über Aktien redet man vielleicht übers Portfolio auch Aber da auch eher über die Gewinne als über die Verluste die man so gemacht hat.

00:04:04: Also dieses soziale Image dass man von sich selbst weiter trägt Das müsste man auch da positiv erhalten.

00:04:12: Aber wenn es dann um so Themen wie in Kassau geht oder auch Gehalt ist auch wieder schwieriger.

00:04:18: Also da werden die Menschen auch offener, aber es ist immer noch so dass wir da ganz anders unterwegs sind als zum Beispiel in den nordischen Ländern wo man auch öffentlich über diese Themen spricht.

00:04:28: Woran liegt das?

00:04:28: Also kann ich natürlich aus den sozialen Medien absolut nachvollziehen... durchaus einige Menschen, die auch einen kompletten Depotauszug oder ein Screenshot aus der Scalable App dann posten.

00:04:39: Wo eben nicht nur relative Portfoliogewichte drinstehen sondern auch die absoluten Zahlen, die über absolute Zahlen reden wie viele tausend Euro an Dividenden sie vereinnahmen.

00:04:52: Aber dass jemand sagt, also hier ist mein Gehaltszettel.

00:04:56: Habe ich nicht gesehen?

00:04:57: Es gab dann irgendwie diese merkwürdige Geschichte mit den Klarnachschulden auf TikTok wo man immer dachte okay das ist so eine Mischung aus Schämen und Stolz.

00:05:06: guckt mal her wie ich wirklich Hardcore konsumiert hab.

00:05:10: Woran glaubst du liegt das?

00:05:11: Warum tun wir uns mit Aktien eher leicht vielleicht sogar über Schulden zu reden?

00:05:17: aber warum ist Gehalt echt so ein Tabuthema?

00:05:20: Ja, ich meine es hat auch immer eine kulturelle Komponente.

00:05:23: Man ist eben wie du auch.

00:05:24: Du hast das halt zu Hause gehört.

00:05:25: Das macht man nicht.

00:05:26: Da spricht man nicht drüber und das sind oft so ganz unbewusste Dinge wo man das Bauch gefühlt dann irgendwie ein schwieriges Thema.

00:05:35: Beim Gehalt ist es natürlich auch so, dass manche gar nicht darüber reden dürfen.

00:05:38: Das ist ja teilweise auch noch vertraglich verboten sage ich jetzt mal und ich glaube in Deutschland ist es halt auch so das wir nicht wie den in den USA stolz darauf sind wenn wir zum Beispiel ausreichend Geld verdienen sondern wir schämen uns dann vielleicht auch eher weil es könnte ja sein die Freunde vielleicht weniger verdienen.

00:05:57: Das bringt uns in so einer Situation, wo wir uns unwohl fühlen und deswegen thematisieren wir das am liebsten gar nicht.

00:06:03: Also wir haben da noch ein bisschen Angst vor Neid oder so und dass wir selber neidisch werden?

00:06:08: Oder andere auf uns neidig werden?

00:06:10: Ja genau also das ist irgendwie auch schwierig.

00:06:15: Das merkt man ja auch wenn es gerade um Konsum geht.

00:06:19: dieses, was kann ich mir leisten.

00:06:22: Das ist auch bei jungen Menschen ja sehr ausgeprägt als Statussymbol noch und das verändert sich ein bisschen im Laufe der Zeit.

00:06:28: es ist ganz spannend weil wir auch die genau deiner Eingangsfrage an Menschen gestellt haben.

00:06:34: Achttausend Menschen in Deutschland – Was denkt ihr wenn ihr über Geld nachdenkt?

00:06:38: Und niemand schreibt da etwas wie die ursprüngliche Form des Geldes, also Zahlungsmittel usw.

00:06:43: Sondern es kommen immer Emotionen mit rein und das sieht man zum Beispiel auch dass die ganz jungen Menschen noch sehr viel Träume damit verbinden und die älteren Menschen sagen dann irgendwann Geld macht nicht glücklich, aber es befreit einen von Sorgen.

00:06:57: Also eine ganz andere Art sich dem Ganzen zu nähern und das ändert sich eben auch mit dem Lebensabschnitt in dem man sich befindet.

00:07:04: Bei jungen Menschen ist es tatsächlich eher so auch statistisch signifikant dass sie sagen okay ich will so und so viel Geld akkumulieren und dann ist mein Leben super!

00:07:13: Ja, ich glaube es sind einfach auch noch mehr Träume dabei.

00:07:15: Ich meine bei den ganz Jungen ist das natürlich so dass sie denken jeder wird ein super Fußballprofi oder YouTuber.

00:07:25: macht demnächst irgendwie wieder so ein Fußballcamp und geht fest davon aus, dass danach wir nach München ziehen werden.

00:07:30: Weil der FC Bayern sagt jetzt kommen wir zu

00:07:32: uns.".

00:07:32: Und

00:07:32: das ist ja auch super schön!

00:07:34: Ich finde auch nicht, dass man Kinder-und Jugendliche schon aufwecken muss und ihnen diese Träume nehmen sollte.

00:07:39: Es kommt halt immer so ein bisschen drauf an wenn dann ein Kind sagt ich muss nicht für die Schule lernen weil er eh Fußballprofi werdet.

00:07:45: Dann kann man drüber

00:07:46: hinlegen.

00:07:48: Aber grundsätzlich sind diese Tröme ja auch schön.

00:07:51: Ja, diese Träume sind schön.

00:07:52: Aber man muss sie da noch irgendwie so richtig sein.

00:07:54: Irgendwann,

00:07:55: ja das ist meine Sache!

00:07:57: Muss man sich aufgeben.

00:07:58: aber unter jungen Menschen spricht man sicherlich schon ein bisschen mehr über Geld und flex vielleicht auch mal damit.

00:08:05: Das sind doch diese Problemthemen.

00:08:07: Warum ist es überhaupt wichtig dass wir über Geld sprechen jetzt mal so aus der verhaltensökonomischen Perspektive heraus?

00:08:16: Naja, weil wir aus Interaktion, Kommunikation und Erfahrung lernen.

00:08:19: Und es muss nicht immer unsere eigene Erfahrungen sein sondern wir können eben auch von der Erfahrung anderer lernen.

00:08:24: wenn wir aber über ein Thema nicht reden dann wird's auch schwer darüber zu lernen und das dadurch fehlt halt in manchen Situationen auch des Bauchgefühl.

00:08:32: also gerade wenns denn um extremere Fälle geht so um Betrug oder ist das seriös?

00:08:38: ne?

00:08:39: Acht Prozent sicher!

00:08:40: Also solche Themen gab´s ja auch mal tolle Werbungen und so.

00:08:43: und wenn ich den Bauch gefühle entwickelt habe oder auch wenn ich was mache, denn wenn ich mal eine Mahnung bekomme.

00:08:49: Oder wenn man wirklich im Encaso lande was bei vielen Deutschen inzwischen auch der Fall ist dass sie da mindestens einmal Erfahrung mitgemacht haben dann wenn ich darüber reden kann weiß ich halt komme schneller zu einer Lösung auch.

00:09:02: das heißt also wenn dann so ein Brief kommt von einem Encasso Dienstleister hier zahlen Sie entweder sofort oder in Raten oder es kommt der Gerichtsvollzieher

00:09:11: Ja oder ich habe eine Kollegin, die Birge Tappel.

00:09:14: Die war mal in einer Veranstaltung und da hat ein Mädchen sie gefragt ob sie die Klana-App einfach löschen könnte Und dann sind ihre Schulden weg.

00:09:21: Also solche Themen einfach, ne?

00:09:23: Ich mein das ist natürlich wichtig so ein Grundverständnis für Finanzen und Geld zu haben.

00:09:28: Und auch gerade am Aktienmarkt.

00:09:29: es ist so dass ganz viele vor allem Frauen häufig sagen ich habe schon viel darüber gelesen aber ich weiß jetzt nicht wo fange ich eigentlich an?

00:09:38: und da hilft's natürlich auch zu kommunizieren.

00:09:40: Zu mir haben zum Beispiel Studierende auch schon gesagt sie fühlen sich teilweise in den Aktienmark gedrängt inzwischen und ich wusste nicht genau wie Sie das meinen und hab nachgefragt.

00:09:48: Dann haben sie eben gesagt Also dass sie inzwischen sich auch auf Partys oder Veranstaltungen eben über das Depot unterhalten und Sie können halt nicht mitreden, wenn sie nicht mitmachen.

00:09:57: Und da dann bestimmte Sachen die man vielleicht nicht ganz verstanden hat, die man irgendwo im Podcast oder wo auch immer hört... einfach nachfragen zu können.

00:10:07: Also es ist wieder dieser Wissenstransfer, aber ich glaube diese Punkte sind schon viel einfacher geworden.

00:10:12: Wie findest

00:10:12: du sowas aus verhaltensökonomischer Sicht?

00:10:15: Das ist gefährlich.

00:10:16: wenn jetzt so das Thema Aktien als nicht finanzend allgemein sondern wirklich Aktien so einsickert in das tägliche Leben dass es schon zum Partygespräch wird sie mir dann schon wieder irgendwo da wo wir im neuen Markt waren oder sagst du das ist eigentlich ganz gesund dass sowas passiert?

00:10:33: Also grundsätzlich finde ich's gut, weil ich glaube dass wir ganz viele Menschen nicht erreicht haben sich überhaupt damit zu beschäftigen sich damit auseinanderzusetzen.

00:10:42: Natürlich kann das auch wie bei allem zu gewissen Bubbles führen die für die einzelne Person da nicht so gut ausgehen.

00:10:49: Ich mein es kommt halt immer ein bisschen drauf an was die Inhalte des Gesprächs sind.

00:10:53: aber Grundsätzlich sich Informationen zu holen zusammen Ansprechpartner zu erhaben ist eine gute Sache.

00:11:02: auf Partys.

00:11:03: Meine Party ist immer Fußballtraining von meinem Sohn und da stelle ich schon fest, wenn wir so dann mit den Vätern zusammenstehen und irgendwas gerade los ist an der Börse, ist das halt Thema.

00:11:15: Beispielsweise beim Liberation Day hieß es dann sofort jetzt muss ich mir erst die Sparpläne aufstocken.

00:11:21: ja Jetzt geht es so runter gegangen Das macht ja total Sinn.

00:11:25: jetzt einfach ein bisschen mehr rein zu machen habe ich mich natürlich dann gefreut als Basics an die Börsen gegangen Durchgehend Thema.

00:11:34: Aber da habe ich dann so ein bisschen diese ironische Distanz auch gemerkt, wenn dann so'n Vater sagt Mensch wie lange dauert es denn noch bis ich weiß wie viel Geld ich verliere mit Spaces?

00:11:42: Und am Ende haben sie doch dann erst mal zumindest in den ersten Tagen ja ganz ordentlich absahen können und dann auch die Gewinne... Ich finde das schon ganz schön insbesondere weil ich nicht den Eindruck habe dass es insgesamt so in der breiten Bubble Gehe getrieben ist wie vor im neuen Markt und bei den damaligen Börsenkängen.

00:12:05: Aber jetzt haben wir ganz stark über die Menschen gesprochen, die über Geld schon reden.

00:12:11: Das sind zweiundsechzig Prozent nach deiner Studie nach dem Hessen-Monitor aber da bleiben ja achtunddreißig Prozent übrig.

00:12:20: Da ist ja dann die Frage wie kriegen wir die denn dazu?

00:12:24: Dass man die mal ein bisschen für das Thema Geld Öffnet?

00:12:29: weil wenn die sich darüber nicht trauen zu reden, dann wollen sie sich vielleicht ja auch gar nicht damit beschäftigen.

00:12:34: Und ich merke das häufig auch von dem was Fono mir zurückspielen und dann sagen die Ja.

00:12:41: also Ich würde gerne meine freunde meiner arbeitskollegen wirklich einfach für den etf-Sparplan begeistern Aber die blocken sofort ab die machen sofort die Schotten hoch.

00:12:51: entweder weil sie sagen ist eher alles miss ist eher spekulativ oder verstehe ich sowieso nicht.

00:12:56: Die kommen nicht mal in so ein Gespräch.

00:12:58: Was kann man denn tun gerade in der Situation bei Freunden, Verwandten und Arbeitsplatz?

00:13:03: Um wirklich mal so einen Gespräch über Geld in Gang zu

00:13:06: setzen.".

00:13:08: Kommt ihr

00:13:26: erst mal?

00:13:26: Nee, hab ich sowieso kein Geld für.

00:13:28: Das sind wir erstmal im budgetigen

00:13:29: Thema.".

00:13:31: Ja, ich glaube es ist halt... Es gibt so Entscheidungen wenn die allgemein gültig sind, die muss man halt treffen zum Beispiel sowas wie eine Baufinanzierung, wenn du dir ein Haus kaufen möchtest oder deine Wohnung kaufen möchst dann hast du da auch gar kein Problem darüber zu sprechen weil das irgendwie sowas ist was völlig natürlich ist und muss sich jetzt machen.

00:13:47: deswegen kann ich darüber reden oder über eine bestimmte Versicherung oder so.

00:13:51: Bei den Aktien ist es so, dass eben dieses Gefühl aus der Historie bei vielen noch da ist.

00:13:56: Also ich sage immer wir haben einen Kollektivgedächtnis das nicht überschrieben wurde.

00:14:01: was bedeutet das?

00:14:02: Es gibt halt einfach dieser Telekom-Story die immer noch in manchen Familien erzählt wird vor allem weil die Kinder vielleicht oder die Enkel inzwischen keine neuen Erfahrungen gesammelt haben.

00:14:14: dann ist es wie ein Spruch den du am Anfang auch beschrieben hast und das andere sind noch die Ost-West-Unterschiede, denen Deutschland dazu kommt.

00:14:24: Dass du halt ganz lange da keinen Kapitalmarkt hattest und so auch eine negative Propaganda in die Richtung kann Kapitalmärkten was so ein ungutes Bauchgefühl bei vielen Menschen hinterlassen hat weil das ja auch nicht so das erste ist wo du drüber nachdenkst.

00:14:37: dann also kaufe ich mir jetzt mal eine Aktie.

00:14:41: Das heißt, wir haben dieses Kollektivgedächtnis, das negativ geprägt ist und zusätzlich keine Institutionen die uns was Positives vorlebt.

00:14:49: Also wenn du zum Beispiel an die USA denkst wo du die Form one K-Planer hast, wo ein Arbeitgeber für dich vors selektiert der steht schon einen großen Anteil an deinen Suchkosten abnimmt weil du einfach davon ausgehst dass dein Arbeitgebe natürlich etwas Positivos für dich im Sinn hat und dir vielleicht zwei drei vier Fonds fünf Fonds aussucht und ihr dann auch zeigt wie es funktioniert.

00:15:11: Und ich hoffe so ein bisschen, dass mit der Frühstabrente und dem Altersvorsorge-Depot diese allgemeine Erfahrung jetzt auch in die Gesellschaft einfach kommt.

00:15:21: Dadurch werden Menschen zumindest mal vorbereitet, geöffnet – man wird dem Thema nicht einfach entkommen können, aber es wird sehr häufig in Medien präsent sein!

00:15:29: Wir machen ja auch viel Aufklärung drum herum….

00:15:32: Aber was sind die Triggerpunkte um Menschen da wirklich dann abzuholen?

00:15:39: aus deiner Sicht.

00:15:40: Nicht, dass man sagt ja okay es gibt noch wieder was Neues und ja Riester war schon Mist und Ronald Reagan hat ja schon gesagt die gefährlichsten Sätze sind.

00:15:50: ich bin von der Regierung hier um dir zu helfen.

00:15:52: deswegen will ich auf keinen Fall wie schaffen wir Menschen dafür zu öffnen sich auch auf diese neuen Möglichkeiten einzulassen?

00:16:02: Ich glaube Wir haben da verschiedene Themen, die schwierig sind.

00:16:05: Das Erste ist schon mal, dass es doch noch viel Englisch ist.

00:16:08: Da geht's ja schon mal los in den ETF.

00:16:11: Das Wort ist schonmal ganz furchtbar.

00:16:13: Exchange-Strategy... Wieso?

00:16:14: Der

00:16:14: steht auch für einfach transparent fair!

00:16:17: So übersetzt ich das immer.

00:16:19: Nein, mach ich grundsätzlich.

00:16:20: Sei immer das ETF-Prinzip einfach transparent und fair.

00:16:22: Vielleicht sollten wir das auch noch mehr Menschen machen weil genau das ist so das erste Problem.

00:16:27: Dann gibt es einen Assetmanager

00:16:29: usw.,

00:16:29: also es ist viel Komplexität darin Abkürzungen, wenn du dir dann voraus suchst.

00:16:35: Dann krieg ich ständig irgendwelche Bilder über WhatsApp.

00:16:38: ja da gibt es aber jetzt hier fünfzehn verschiedene Varianten.

00:16:41: was soll ich denn jetzt nehmen?

00:16:42: Was heißt das alles?

00:16:43: und dann vertrauen Menschen blind und das soll's ja eigentlich auch nicht sein.

00:16:48: Ich meine allein wenn man zumindest schon mal ausschüttend und tessoriant oder wie auch immer also irgendwas was man intuitiv vielleicht auch ist auch nicht ganz intuitiver besser als momentan.

00:16:57: Tessoriant!

00:16:58: Typisches Wort im Sprachbrauch.

00:17:01: Wir forieren immer mein Essen rein, ja.

00:17:04: Ich hab's selbst gemerkt.

00:17:06: Nee, aber da sehen wir schon ... ich find das spannend, dass du über das Thema Sprache Deutsch gekommen bist, weil wir es sehen ja eigentlich überall, dass Englisch in der Alltagssprache schon drin ist, selbst meinen Sohn mit neun.

00:17:20: Das ist aber nice!

00:17:23: Gleichzeitig bei Finanzthemen sagst du schon würden wir eine Hürde senken wenn einfach mehr Deutsch ist?

00:17:30: Weil viele grundsätzlich schon Angst vor diesen Themen haben.

00:17:35: und ich glaube, da kommt noch dazu wenn du dir überlegst.

00:17:38: Wenn du dir früher Börse vor Acht oder so eine Informationssendung anschaust.

00:17:43: Jeden Tag wurden allen Menschen erklärt was der DAX gemacht hat welche Unternehmen hoch- und runtergegangen sind Und natürlich denkst du wenn mir das jeden tag als Otto Normal Verbraucherin erklärt wird dann muss es einen Informationswert für mich auch als Anlegerin haben.

00:17:58: Ich muss das beobachten.

00:18:00: Und viele denken einfach, es ist unglaublich viel Aufwand.

00:18:03: Die glauben sie müssen Bilanzen lesen wenn sie investieren wollen und so.

00:18:07: Jetzt sind wir im Grunde bei einer spannenden Studie von dir die ich gelesen habe mit dem schönen Titel Rethinking the Stock Market Participation Puzzle.

00:18:17: Das ist mal eine Ansage auch Englisch aber klar!

00:18:20: Die wissenschaftlichen Journals sind eben englisch und das ist schon für eine deutsche Wissenschaftlerin das Ziel in dieser Johnals entsprechend reinzukommen.

00:18:29: Aber ja, du hast einfach damals geschaut was Menschen einfach davon abhält sich an Aktienmärkten zu beteiligen und da habe ich einen schönen Begriff gefunden die Labour Illusion sozusagen investieren als Job Als Arbeit Die irgendwie Korrelation zwischen Investment Erfolg und der Zeit dich da reinsteckt, das ist im Grunde das was du gerade beschrieben hast.

00:18:55: Genau

00:18:55: also es ist total verrückt was Menschen glauben wie viel auffahren.

00:18:58: das ist nicht glaubt.

00:18:59: es kommt so ein bisschen davon.

00:19:01: Es gibt ja ganz verschiedene Gründe warum oder was ich mit meinem Investment machen möchte.

00:19:06: Und die sind nicht immer nur rein Rendite getrieben, es gibt ja Menschen, die wollen einfach Vermögensaufbau fürs Alter und das kann ruhig langweilig sein und sie möchten sich so wenig wie möglich damit beschäftigen.

00:19:18: Durch die Art und Weise, wie viel Informationen dabei bereitgestellt wird denken viele – das geht gar nicht!

00:19:23: Also Sie müssen sich mit diesen ganzen Themen beschäftigen und dann ist das natürlich ein Vollzeitjob.

00:19:28: also Sie denken Sie müssen zwei bis drei Mal pro Woche in Ihr Portfolio gucken Sie müssen die makroökonomischen Nachrichten verfolgen, um gut aufgestellt zu sein.

00:19:39: Nein,

00:19:39: das braucht man nicht!

00:19:40: Man muss einfach nur einmal die Woche erst im Platz hören.

00:19:42: Das reicht zwar nicht... Zum Beispiel,

00:19:44: ne?

00:19:45: Nein, auch das bossen wir ja eigentlich nicht.

00:19:47: Wenn man einmal seine Strategie geforscht

00:19:49: hat von

00:19:50: nein und dann muss man doch ganz ehrlich sein es hilft vielleicht Menschen an der einen oder anderen Stelle.

00:19:55: Es ist zumindest unsere Hoffnung Risiken besser einschätzen zu können Sinne des Kredos von Warren Buffett.

00:20:01: Risk comes from not knowing what you're doing, das ist zumindest der Anspruch den wir haben.

00:20:05: aber klar ich muss ja nicht jede Woche auf Finanzpodcast hören auch alles auf Aktien ohne Aktien wird schwer machen.

00:20:11: tollen Job.

00:20:11: aber ich kann ein extrem guter und erfolgreicher Anleger eine sehr erfolgreiche Anleggerin sein ohne überhaupt jeweils einen solchen Podcast gehört zu haben einfach weil ich meine Strategie durchhalte.

00:20:22: und was weiß ich?

00:20:25: Ich glaube, das ist genau dieses Problem, dass da besteht.

00:20:28: Weil es sind ja alles tolle Podcasts, weil ich Spaß daran habe!

00:20:35: Also der Einpunkt ist natürlich schon, es ist ja total spannend was diese ganzen Unternehmen machen.

00:20:40: Man kriegt auch viel mehr und man lernt sehr viel dazu.

00:20:43: Man lernt dafür wo geht die Wirtschaft hin

00:20:45: usw.,

00:20:45: alles ganz wichtige Sachen.

00:20:47: aber sie sind nicht unbedingt.

00:20:49: für den Einzelnen der einfach nur breit investiert sein Vermögen aufbauen will und monatlich sparen möchte und damit nichts zu tun haben will kann das halt überfordern sein weil die Personen häufig denken Sie müssten das alles wissen bisschen die Crooks, mit den Menschen, die nicht investieren.

00:21:08: Dass sie da diese verschiedenen Ansätze nicht verstanden haben.

00:21:14: Ich meine natürlich ist es auch wichtig ein Gefühl dafür zu bekommen warum man doch hin und wieder die Podcasts aufbraucht wenn man für die Altersvorsorge rein... Also nur dafür investieren möchte, weil du natürlich auch die Kostenstruktur ändern.

00:21:28: Es gibt neue Produkte, man kann diskutieren wie viel USA ist der MSCI World diversifiziert genug?

00:21:34: Solche Diskussionen gab es ja auch.

00:21:36: Aber für das Basisinvestment und den ersten Schritt, für den Anfang brauche ich viele diese Informationen einfach nicht und das wissen viele Menschen einfach auch nicht dann.

00:21:45: Aber ist es wirklich so dass Menschen in der Breite, gerade wenn sie sich jetzt nicht aktiv mit Geld beschäftigen auch nicht den Spaß an Wirtschaft haben.

00:21:54: Dass Menschen dann wirklich auch damit hardern das zum Beispiel im MSCI World oder MSCI CountryWorld zu viel USA ist?

00:22:04: Oder ist es nicht eher auch Verunsicherung, wenn da diese Artikel rauskommen?

00:22:10: Das wird ja häufig dann aus sehr klickbaitig.

00:22:13: Wie riskant ist der MSCI-World?

00:22:15: und da denke ich mir dann okay Jetzt haben die vielleicht, das Thema entdeckt.

00:22:21: Sparplan aufgemacht.

00:22:22: MSCI World läuft ja auch großartig.

00:22:26: Haben sich dran gewöhnt es geht am ersten des Monats gleich weg zack ins Depot manchmal rappelt ein bisschen aber insgesamt ist es rasant gut gelaufen wo man eigentlich eher sagen muss um mal die Erwartungshaltung einbremsen.

00:22:38: und dann kommt so ein Ding in großen Medien FHZ Süddeutsche Spiegel, wie riskant ist der MSCR World?

00:22:47: Jemand, der einfach nur Geld anlegen will.

00:22:49: Der muss doch Angst kriegen dann oder?

00:22:50: Ja natürlich!

00:22:51: Das ist das Problem.

00:22:52: also er ist immer noch weniger riskant als ne Einslackt.

00:22:56: Aber

00:22:58: wie lösen wir das?

00:22:59: Wo kann uns die Wissenschaft da helfen?

00:23:01: was müssten wir eigentlich machen um Menschen in dieser Stelle nicht zu überfordern und um sowohl denen die noch nicht investieren Als auch denjenigen, die schon dabei sind diese Labour Illusion zu nehmen.

00:23:15: Weil es ist ja auch bei ganz vielen, die dabei sind immer so dieses Thema.

00:23:19: ich muss jetzt reingucken, ich muss noch mal gucken ob es vielleicht neue ETFs gibt dass sie vielleicht umschichten muss mein Sparplan ändern muss?

00:23:26: nein musst du eigentlich gar nicht.

00:23:29: Auch die Investoren in unserer Studie glauben, dass es sehr viel Arbeit ist.

00:23:32: Das ist nicht nur bei den Leuten so aber sie haben einen Weg gefunden und da gibt's im Endeffekt zwei Möglichkeiten.

00:23:37: das eine ist Akzeptanzresilienz.

00:23:40: Akzeptansresilient?

00:23:42: So jetzt sind wir endlich mal an dem Punkt wo ich mir hundertprozentig wissen.

00:23:46: wir haben eine Wissenschaftlerin eingeladen.

00:23:47: Das is ein schöner Begriff.

00:23:49: Komm erklär uns mal!

00:23:50: Also

00:23:51: dass du einfach akzeptierst nicht alles zu wissen damit zufrieden bist, so.

00:23:56: Das ist die eine Möglichkeit.

00:23:57: das beschreiben manche die sagen halt naja ich hab irgendwie das Gefühl gehabt ich war noch nicht ready ich weiß immer noch nicht so viel aber es ist ausreichend.

00:24:03: und ich mach's jetzt einfach wie beim tennis da würde ich auch nicht erst mal fünf jahre bücher lesen bevor ich mich das erste mal auf den platz stell sondern ich fang einfach

00:24:10: mal los.

00:24:10: einfach mal machen.

00:24:13: also akzeptanzresilienz ist ja total gut.

00:24:15: dann

00:24:16: genau und die andere gruppe delegiert.

00:24:19: Die delegiert dann an die Schwester, den Bruder, den Vater, die Mutter.

00:24:23: Den Berater, die Beraterin und denkt aber dass die Person das alles liest?

00:24:28: Die Bilanzen usw.

00:24:30: Und denkt dann halt die Person macht diese ganzen Sachen, die man selbst eigentlich machen müsste, aber auf die man keine Lust hat.

00:24:35: Okay,

00:24:36: d.h.,

00:24:36: also Fati liest immer die FAZ... Der

00:24:40: weiß wie es läuft!

00:24:42: Er ist so

00:24:42: klar und der macht auch dann das ganze Depot.

00:24:45: Also diese zwei Typen finden wir im Groben wenn dieser steht ja

00:24:49: Und wie ist so dieser Typ des Delegiens?

00:24:52: Es ist eigentlich eher schwierig, weil man dann ja irgendwie nicht selbst eigeninitiativ wird.

00:24:58: Sondern am Ende auch vielleicht die Verantwortung wenn es mal nicht so läuft auf jemand anderes schiebt.

00:25:04: Ja, das macht auch... Das finden viele gut!

00:25:07: Also es ist auch so dieser Unterschied zwischen wenn man so Studien anguckt zu ETFs und klassischen Fonds dass die Menschen auch bei den klassischen Formanagern mit aktiven Formanager das Gefühl haben sie können dann jemanden verantwortlich machen wenn's nicht gelaufen ist weil du hast die Entscheidung ja nicht selber getroffen.

00:25:29: Ist schön Das ist dann auch ein Vorteil.

00:25:32: Den Index kann man eigentlich nie dafür verantwortlich machen, ja?

00:25:35: Man hat schon mal gesagt... Also der Fondsmanager ist doof und verliert den Vorminator.

00:25:38: Er besagt wenige Leute halt an der DAX.

00:25:40: Der DAX ist dof wenn er um vierzig Prozent runter geht.

00:25:44: Ist ja nur ein Index aber...

00:25:45: Ich bin wieder gespannt wie das in Zukunft mit der KI sein wird!

00:25:49: Wenn die KI die Anlagevorschläge macht.

00:25:51: Ja,

00:25:52: oder auch wenn ich jetzt das Gefühl habe mit der Interaktion... Also ich meine es ist ja auch so oft wie bei dir, wenn du mit Freunden sprichst aber man hat dann schon immer ein bisschen Angst dass also muss man sehr aufpassen was man genau sagt damit weil am Schluss bist du ja dann auch schuld.

00:26:09: Ja, also ich sage ja gar nichts.

00:26:10: Ich gebe keine Empfehlungen ab.

00:26:13: Manchmal sag' ich meine Meinung und was man dann daraus macht...

00:26:16: Aber ich sag's selbst in der Familie im Freundeskreis weil ich werde halt oft gefragt immer, ich gebe keine Anlageempfehlung.

00:26:21: aber ich bin mir sicher dass die den Satz alle überhören.

00:26:25: Ein breit gestreutes Portfolio ist gar nicht so schlecht.

00:26:29: Was gibt es da zum Beispiel?

00:26:32: Es sind ja diese Gespräche dann und ich bin gespannt, wie das mit der KI in Zukunft sein wird wenn du darüber kommunizierst ob du dann das Gefühl hast, dass du die Entscheidung selbst getroffen oder...

00:26:43: Ja, ob die KI uns am Ende doch allein lässt.

00:26:49: nochmal zurück zu denjenigen, die jetzt schon drin sind Und die investieren, aber die feststellen irgendwie.

00:26:56: Das ist mir ein bisschen zu sehr fulltime Job.

00:26:59: Irgendwie macht das Spaß und sich zu informieren war.

00:27:04: Neunzig Prozent habe ich sowieso in irgendwelchen ETFs und dann ab und zu mal so'n bisschen Aktien und dafür dass alles lesen und vor allem dieses ständig ins Depot gucken.

00:27:13: Hast du da irgendwie einen Tipp was man da machen kann?

00:27:16: Also Akzeptanzresilienz hilft dir nicht weiter!

00:27:19: Na ja, also so ganz über dich das nicht sagen.

00:27:22: Ich glaube da gibt es ja auch wieder verschiedene Typen.

00:27:24: Solange das was ist wo du sagst ich... Du kannst ja bestimmte Apps von deinem Handy löschen.

00:27:32: Also wenn du sagtest zum Beispiel das stresst dich dass du jeden Tag das Gefühl hast du musst darauf klicken machst vom Homebildschirm weg.

00:27:39: Das kannst du mir auch mit Instagram machen oder was auch immer.

00:27:42: Ich meine, du kannst natürlich auch zu einem Punkt kommen wo du sagst wenn ich den Großteil breit diversifiziert angelegt habe.

00:27:49: Ich hab halt so ein Play Money Depot dann ist es vielleicht auch in Ordnung.

00:27:53: Dann akzeptiere ich das vielleicht auch einfach dass das Einziel dieses Ganzen wirklich auch das ist, dass ich mich damit beschäftige und die Unternehmen nicht aus dem Blick verliere weil ich es einfach spannend finde was ja auch in ordnung ist.

00:28:08: Ich persönlich bin großer Freund von irgendwelchen Regeln und Limits.

00:28:12: Finde ich grundsätzlich gut, weil viele Menschen sehr impulsiv sind und sich dann in der Situation selbst eben doch nicht so gut kontrollieren können.

00:28:19: Und wenn man vorher sich mal überlegt was man eigentlich möchte, dann kommt man vielleicht auch seltener

00:28:28: aus.

00:28:28: Also Zeitlimit?

00:28:30: War's auch immer ... Ich mein, im Endeffekt ist es so das.

00:28:33: Mein Doktor-Vater Martin Wiebert hat einen Vortrag gehalten, investieren vor der Krise in der Kriese nach der Krese und dann war das erste Slide so the same!

00:28:42: Weil wenn du halt in der Krise irgendwie drüber nachdenkst was du anders machen müsstest, dann warst du vorher schon irgendwie nicht perfekt aufgestellt für, weil du ja langfristig orientiert bist.

00:28:52: Also is natürlich jetzt ein bisschen extrem.

00:28:54: aber grundsätzlich, wenn du dich unwohl fühlst mit Dingen, heißt das meistens auch Grund ... was nicht in Ordnung

00:29:00: ist.

00:29:00: Das hast du einen großartigen Namen gerade genannt, Professor Martin Weber.

00:29:05: Es muss ein Glück sein ihn als Doktorvater gehabt zu haben.

00:29:08: er ist ja nun auch wirklich jemand der eine ganze Menge getan hat für Passives investieren und einfache breit diversifizierte Geldanlage in den letzten Jahren und Du warst nicht nur bei ihm an der Uni dabei sondern irgendwann habt ihr euch gedacht Also Diagnose ist ja eine ganz schöne Sache, wissenschaftlich zu sagen was schiefläuft.

00:29:34: Ja wichtig aber so wie in der Medizin entwickeln Wissenschaftler dann auch Behandlungen und ihr habt tatsächlich eine Therapie gegen diese Nervosität an den Finanzmärkten damals entwickelt.

00:29:48: Therapie gehört auf den Namen ARERO.

00:29:51: In dem Jahr das Konzept entwickelt, ganz entscheidend von Martin Weber ja auch dann auf vielen, vielen Vorträgen die du vielleicht kennst in vielen Medien auch vorgestellt entwickelt.

00:30:05: Arero-Aktien, Renten-, Rohstoffe ... Das alles ist für mich sehr günstig und fein.

00:30:13: Erklär uns mal ein bisschen so, wie war der Spirit damals?

00:30:17: Wie seid ihr da in diesem Gründungsteam überhaupt auf die Idee gekommen und warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt?

00:30:26: denn ihr seid an den Staat gegangen im Jahr.

00:30:29: Zwei tausend acht mitten in der Finanzkrise so ungefähr einen Monat nach dem Liemann in die Pleite geschlittert ist.

00:30:38: Ja, das war ein bisschen ein Unfall würde ich sagen.

00:30:40: Also es war natürlich nicht so geplant.

00:30:44: Aber also die Geschichte so kurz zusammengefasst waren ein bisschen.

00:30:48: er hat mit mit Promovierenden und Postdoktorandinnen und Doktoranden zusammen ein Buch geschrieben, davor genial einfach investieren.

00:30:56: Und da ging es eben viel um Anlegerfehler, um Dinge auf die man aufpassen muss, um Impulse, um diese ganzen Themen.

00:31:02: Dann kam öfter mal das Feedback so ja jetzt wissen wir was wir alles nicht machen sollen aber was sollen wir denn jetzt eigentlich machen?

00:31:09: Und dann hat das Ganze als wissenschaftliches Projekt gestartet.

00:31:12: also sie haben sich Daten angeguckt und geschaut wie sollte man eigentlich idealerweise diversifizieren und haben sich eben komplexere Strategien einfache Strategien angeschaut.

00:31:21: und dann war so eine regelbasierte, relativ einfache Heuristik gar nicht schlechter als jetzt.

00:31:25: was superkomplexes.

00:31:27: Zumindest für die Privatpersonen.

00:31:30: Und irgendwie ist es dazu gekommen dass das tatsächlich aufgelegt wurde als Investmentfonds?

00:31:36: Ja!

00:31:36: Das ist ein Sechzig-Prozent-Aktium.

00:31:38: Fünfundzwanzig Prozent Anleihen, fünfzehn Prozent Rohstoffe.

00:31:44: kein ETF sondern wirklich ganz klassischer Investmentfonds, mittlerweile zwei Komma achten Milliarden Assets an der Management.

00:31:51: Also ein richtiges Wachstumsprojekt.

00:31:54: und ja man kann ja auch sehen wie Diversifikation dann eben wirkt.

00:31:59: denn also seit Zwei Tausend Acht Zwei Hundert Fünfzig Prozent Plus mit einem maximalen Drodern von zwanzig Prozent.

00:32:06: MSR World Klar volle Kanne Aktien Schwerpunkt auf den US-Aktionmarkt plus sechshundfünftig Prozent aber dagegen auch stärkere Drawdowns dreißig Prozent.

00:32:17: Und das ist eben dann für diejenigen, die wirklich voll diversifiziert sein wollen.

00:32:22: Weniger Rendite aber auch deutlich mehr Entspannung.

00:32:27: hat also gut funktioniert?

00:32:29: Ja, ich glaube damals vor allem.

00:32:31: Ich meine inzwischen gibt es ja viele Multi-Assets vor uns.

00:32:33: aber damals war's tatsächlich was relativ neues muss man sagen im Jahr zwei tausend acht.

00:32:37: und ich glaub der große Vorteil damals für uns war auch dass unser Anspruch einfach war das einfach und transparent zu machen und ein Konzept zu entwickeln wo wir wirklich auch viel Informationen bereitstellen.

00:32:50: wir hatten eine eigene Website Wir hatten einen Telefon wo Leute anrufen konnten und Fragen dazu stellen konnten.

00:32:57: also Es war wirklich der Anspruch, es gab keine Kickbacks.

00:33:01: Also das Ganze transparent wie möglich zu machen und wir haben damals ... Ich weiß nicht, was wir für haben am Anfang.

00:33:10: Wir haben nicht damit gerechnet oder wir haben gar nicht darüber nachgedacht wie langfristig das ganze Produkt dann am Markt bleibt sondern es war wirklich eher so eine Frage Wie kann man das gestalten dass auch meine Oma irgendwie hinkriegt das zu verstehen?

00:33:27: Ja, wobei man muss sagen ihr habt den Start-up gemacht mittlerweile.

00:33:29: Es ist ein reines DWS Produkt und es gibt mehr Multi-Asset.

00:33:35: aber häufig wird ja Multi-asset dann auch genutzt um irgendwie komplexe Mechanismen da reinzubringen.

00:33:41: Da stehen plötzlich doch eins Komma sieben Prozent Gebühren dann darauf die mit einem hohen Rennen Anteil ziemlich schwierig reinzukriegen sind.

00:33:48: und man hat ja auch gesehen solche sechzig-vierzig Strategien.

00:33:51: Im Jahr zwanzig zweiundzwanzig zum Beispiel, hat's dann mit langfristigen Anleihen auch ziemlich reingeregt und die haben bis heute ihren Drawdown nicht aufgeholt.

00:34:00: deswegen also diese fixen Grenzen.

00:34:03: du hast gesagt Regeln sind gut das ist ja auch wieder so eine Regel.

00:34:07: zweimal im Jahr wird auf Rebancing, also wieder diese Sechzigfünfzwanzigfünftzehn hergestellt und ja es ist eine sehr praktische Sache kann man natürlich auch selber umsetzen.

00:34:19: Wir haben auch damals zum Beispiel die Informationen immer bereit gestellt wie man selber machen kann.

00:34:24: Also wenn ihr das für euch selbst so machen wollt was könntet ihr kombinieren usw..

00:34:31: Und ihr habt aber auch weiter dann untersucht, was mit diesen fixen Prozent setzen ist und da bin ich denn so ein bisschen gestutzt.

00:34:40: Ja es gibt eine Studie von dir gemeinsam mit Professor Martin Weber und Christian Ehm wo ihr euch auseinandersetzt mit dem Thema Prozentsatz heuristik nämlich genau diesen klassischen Mechanismen, wie man häufig Aktien-Renten-Portfolios strukturiert.

00:35:04: Wie ihr damals auch den ARERO strukturierte.

00:35:08: Aber da habt ihr dann zehn Jahre später in dieser Studie gesagt, diese Prozentsatzhoristik kann schon kritisch sein weil man nicht wirklich zu dem Risikoprofil kommt was eigentlich zu den Lebensumständen zur Lebenssituation und zur Risikotragfähigkeit passt.

00:35:27: Erklär mal dieses Thema Prozentsatzhoristik.

00:35:29: Ja, also ich habe mich während meiner Dissertation eigentlich damit beschäftigt wie man Risiko erklärbar machen kann, also Volatilität zum Beispiel und das ist ja was wirklich.

00:35:38: denn hast du irgendwelche Verteilungsfunktionen?

00:35:41: da rennen ja schon alle weg wenn du damit nachkommen.

00:35:44: Genau deswegen!

00:35:45: Also vielleicht eine Frage zuvor?

00:35:48: Was ist denn überhaupt Risiko?

00:35:49: Da können wir auch eine Stunde drüber reden.

00:35:52: Also ein Kollege von mir, der Stefan Zeißberger hat da mal einen Experiment zugemacht wo er verschiedene Risikowariablen verändert hat und dann immer die Leute gefragt hat wie riskant ist dieses Produkt denn jetzt?

00:36:03: Und hat die Volatilität verändert?

00:36:05: oder

00:36:05: was?

00:36:06: Die Volatilität das ist ja in der Wissenschaft jetzt allgemein so dieses Risikomaanstab gerade im Asset Management von Märkten.

00:36:14: Was ist die Volatilität?

00:36:15: Die Volatilität ist die Standardabweichung der Erträge.

00:36:20: Toll, das sagt jetzt auch ganz viel aus!

00:36:24: Wie stark schwankt sie

00:36:25: aber?!

00:36:26: Ist die Frage wie stark etwas schwankts?

00:36:30: Wirklich Risiko?

00:36:31: Also wir hatten zum Beispiel mit Christian Wienkamp von Perpetual Family Office darüber gesprochen, der sagt, Schwankung ist mir doch egal.

00:36:39: Ich habe einen Horizont von dreißig Jahren und für mich ist das Risiko dass ich bei sekularen Trends einfach nicht dabei bin oder dass ich irgendwo ein kompletten Ausfall habe weil ich irgendwo einen Faktor unterschätzt habe oder dass sich in einem Produkt bin wo viel zu hohe Kosten eine eigentlich hohe, vorgostenrende Aufrüstung.

00:37:03: Das ist Risiko aber nicht ob das vielleicht zwischenseitlich mal ein bisschen mehr und dann zwischenzeitlich ein bisschen weniger ist.

00:37:10: Also insofern was sind denn unterschiedliche Risikodefinitionen die man wissenschaftlich messen kann?

00:37:17: Ja es ist super schwierig.

00:37:18: also in der Studie von dem Kollegen kam eben raus dass die Leute eigentlich nur ihre Risiko-Anschätzung verändert haben wenn sich die Verlustwahrscheinlichkeit verändert.

00:37:26: Bei der Volatilität auch ein bisschen, aber dann bei anderen Indikatoren gucken die Leute.

00:37:31: Weil diese Fokus wenn du auf diese Renditen zum Beispiel geguckt hast oder die Wertentwicklung war ging immer um die Verlustwahrscheinlichkeit.

00:37:40: Und da ist ja so ein bisschen die Frage, was bedeutet das?

00:37:44: Ich habe überlegt präzise gesagt während meiner Dissertation wie kann man Volatilität erklären.

00:37:49: Wie kann man das greifbar machen.

00:37:51: und was wir dann gemacht hatten war auch mit Martin Weber zusammen einen Risikotool entwickelt wo du dir wie es mir zu Bausteinen die über den Bildschirm fliegen verschiedene Ziehungen bei einem Anlagehorizont anschauen kannst wie sich das verteilt.

00:38:07: dass du ein Gefühl dafür bekommst, es waren so Klötzchen.

00:38:09: Da wurde immer eine mögliche Endergebnis gezogen nach einem Jahr, nach fünf Jahren, nach zehn Jahren und das Ganze hat dann so eine Verteilungsfunktion aufgebaut.

00:38:17: Also verschiedene Kurzverläufe!

00:38:19: Genau.

00:38:19: Der alle Kursverläufe oder simuliert?

00:38:21: Historisch, aus historischen Daten gezogen und die Idee war aber einfach.

00:38:24: das muss also die Idee gar nicht dass das exakt jetzt auf diesen Fonds oder dieses Produkt oder was auch immer zu trifft sondern einfach um Gefühlverschwankungen zu bekommen.

00:38:32: und dann haben wir den Leuten in diesem Key Investor Information Document damals in diese Risikoklassen übersetzt.

00:38:38: Wir haben gesagt die Verteilung die du dir gerade ausgesucht hast da konnten wir mit rumspielen mit plus und minus und so weiter entspricht einem Risikoprofil von so und so und da hat man gesehen das wirklich ganz gut verstanden haben.

00:38:50: Jetzt komme ich zu der Studie, weil in dieser Studie war es eben so dass wir gesagt haben okay wir machen jetzt mal was Verrücktes.

00:38:56: mir fragen die Leute stellt euch vor ihr habt Tausend Euro zum Beispiel und soll die zwischen einem Risikofreien, Cashkonto und einem ETR vor deinem Fonds aufteilen.

00:39:09: Also wie wollt ihr anlegen?

00:39:10: Und dann haben wir das Risiko dieser riskanten Komponente verändert.

00:39:15: Normalerweise müsstest du dann ja wenn was super riskantes sagst okay ich will vielleicht nur dreißig Prozent da rein machen und wenn du aber was hast was gar nicht so riskantes weil es zum Beispiel Multi-Esset-Fonds oder was auch immer machst du vielleicht siebzig Prozent da reingehen wie auch immer.

00:39:27: Und was wir dann gemacht haben, und das war der clue in der Studie ist.

00:39:32: Wir haben es auch simuliert und einmal haben die Leute diese Prozentaufteilung gesehen und einmal eben nicht.

00:39:38: da konnten sie nur mit plus und minus mehr oder weniger Risiko machen.

00:39:41: Und wenn sobald du diese Prozent aufteilungen gesehen hast, haben Sie immer eine sehr ähnliche Zahl angegeben.

00:39:47: also du bist dann halt zum Beispiel der siebzig-prozent-Typ und es ist völlig egal was du mir an dem riskanten Vorder reinlegst Du nimmst immer siebzig Prozent und dreißig Prozent Cash.

00:39:56: Und das ist natürlich nicht optimal, sage ich jetzt mal vor allem weil du ja auch immer nur eine Auswahl an Produkten dir anschaust.

00:40:05: Das war eben diese Ignoranz der Volatilität gegeben dass du diese Prozentzahlen siehst.

00:40:11: Das heißt also für mich jetzt bei der Geldanlage was soll ich jetzt nicht mehr sagen okay?

00:40:17: Ich mache.

00:40:18: jetzt Soll ich jetzt sagen, Arreiro ist ja eigentlich Mist.

00:40:22: Weil er macht ja Sechzigfünfeinzwanzigfünfzehn und das passt vielleicht gar nicht zu mir.

00:40:26: Sollte ich mir wirklich das über Risiko selber zusammensetzen?

00:40:30: Selbst wenn ich gar nicht weiß wie es geht.

00:40:33: Ich brauche unglaublich viele Daten dafür.

00:40:35: Ja, bräuchte ich wieder ein Tool.

00:40:37: Könnte der im Institut eigentlich so einen Tool dafür bereitstellen oder wie hier im Broker irgendwie... Was folgt jetzt wirklich Praxisnader aus?

00:40:45: Ich glaube, das ist eher

00:40:46: was, was auch relevant ist natürlich für die Anbieterseite.

00:40:52: Ja, das je nachdem was du Menschen vorliegst gibt auch eine Studie aus den USA die zeigt wenn du den Leuten fünf Produkte gibst in der Altersvorsorge zum Beispiel und davon sind drei Anleihenfonds und zwei ist ein Aktienfonds machen teilen wir es gleichmäßig auf.

00:41:07: Wenn aber vier Aktien Fonds sind und einen anleihen vor was dann völlig anderes Risiko ist teilen sie sich auch gleichmäßig.

00:41:14: Hier war der wichtige Punkt genau diesen Anbiet dann auch bei den Altersvorsorgeplänen, wenn jetzt ein Arbeitgeber sowas für dich vorschlägt zu zeigen.

00:41:22: Hey!

00:41:22: Je nachdem was ihr den Leuten für einen Angebot zeigt kommen die mit einem völlig unterschiedlichen Risiko daraus.

00:41:29: Und die nächste Frage ist natürlich okay, was mache ich jetzt damit?

00:41:32: Aber das hängt halt so ein bisschen davon ab.

00:41:35: Im Endeffekt ist es erst mal eine Beschreibung, eine Information sozusagen zu sehen dass dir Auswahl bestimmt wie viel Risiko du am Schluss hast und das ist ja schon erschreckend wie extrem das funktioniert.

00:41:46: Wobei ich auch immer sagen muss diese ganzen Daten sind halt immer irgendwie nach hinten.

00:41:51: Ja und natürlich wenn ich jetzt für den letzten fünfzehn Jahre schaue dann habe

00:41:58: Aber du kannst ja die letzten fünfzehn Jahre fix lassen.

00:42:00: Und egal was du mir zeigst, wenn du mir vier Technologienaktien gibst und eine andere, die ich zwischen den nicht auswähle, manchmal mach' ich einen Fünftel ein Fünffel ein fünfftel, aber wenn du mich etwas ganz breit diversifiziert hast, dann mach' auch mal einen Fünf-Lein-Fünffl.

00:42:12: Das ist so ein bisschen als würdest du beim Essen immer Einteile essen?

00:42:16: Egal was du mehr reinletzt...

00:42:17: Egal wie viel drauf ist, egal wie es aussieht okay?

00:42:22: Es ist spannend!

00:42:25: Ich finde dieses Thema Risiko Ja interessant, weil ich über ihm schon mal diese Warren Buffett Definitionen, die entspricht mir sehr stark.

00:42:33: Weil ich glaube dass wir grundsätzlich das größte Risiko haben wenn wir irgendetwas machen was wir nicht voll durch Drohne haben was nicht zu uns wirklich passt auch von den Konsequenzen.

00:42:44: aber nichtsdestotrotz versuchen ja auch Privatanlegerinnen und Privat-Anleger Risiko zu messen.

00:42:50: und Volatilität Standardabweichung das haben wir ja schon alles in der Schule nicht so wirklich gerne gehabt.

00:42:54: Statistik Ich kenne ganz wenige Menschen, die gesagt haben, ach Mensch, so Statistik war mein Lieblingsfach in der Schule.

00:43:00: Es ist relativ komplex.

00:43:02: Hilft sowas wie historische Kursverläufe anschauen und Maximum Drawdown unter Wassercharts?

00:43:08: Ist das etwas wo du sagst es kommt eigentlich der menschlichen Psyche mehr entgegen dieser schlimmstmögliche Verlust?

00:43:15: oder ist das vielleicht auch wieder riskant weil das irgendeinen Bayeris kreiert?

00:43:20: Ich meine am Ende des Tages ist ja der erste Schritt überhaupt ein Gefühl für das Risiko zu bekommen.

00:43:25: Das bedeutet dennoch, dass ich nicht exakt voraussagen kann was die nächsten Jahre passiert aber ich kriege zumindest aus der Historie einen Gefühl was in der Vergangenheit passiert ist und was so Szenarien sind die wahrscheinlich oder unwahrscheinlicher sind.

00:43:37: und das ist einfach das Beste was ich habe weil ich es nicht vorher sagen kann.

00:43:42: Ich weiß weder etwas was Trump macht noch weiß ich ob's irgendwo eine Naturkatastrophe gibt, ob ein Atomkraftwerk in Problemburg.

00:43:54: Also ich kann es ja nicht vorhersagen und diese ganzen Dinge beeinflussen ja alles.

00:43:59: das heißt die Zukunft ist unsicher.

00:44:00: damit müssen wir leben.

00:44:02: aber es sind auch in der Vergangenheit schlimme Dinge passiert und die Aktienmärkte haben irgendeine Art und Weise darauf reagiert und ich kann versuchen daraus zu lernen.

00:44:10: und deswegen sind eben die Daten aus der Vergange Das Beste, was ich habe umzulernen auf einen Grundgefühl für die Schwankungen zu kriegen.

00:44:19: Wenn ich sehe gerade du hast hier zum Beispiel dieses Rendite auch stehen da kriegt man ja wie oft es war grün, wie oft etwas rot und so weiter.

00:44:28: Und für viele Privatpersonen ist das für das Grundgefühle oder auch die Risikosimulation, die wir damals gemacht haben einfach die Idee im Grundgefüll dafür zu bekommen.

00:44:37: Und dieses Grundgefühl, da finde ich ja immer ganz spannend diese eben nicht nur Rendite-Dreiecke sondern diese Unterwasserscharts.

00:44:44: Wir können zeigen was hatte ich denn unter Umständen mal als Verlust?

00:44:47: Wenn ich am schlechtest möglichen Zeitpunkt eingestiegen bin also wirklich auf einem temporären Hochentrum kommt man dazu.

00:44:54: Also fünfzig Prozent bei internationalen Aktien haben wir eben gesehen in den siebziger Jahren dazu diese lange Unterwasserphase die dann begleitet wurde von hoher Inflation aber auch die Drawdowns Anfang der Nullerjahre dann in der Finanzkrise, als dann kurze Zeit später der Arero kam.

00:45:12: Und ist das was wo du sagst auch aus wissenschaftlicher Sicht?

00:45:15: Das ist eigentlich eine ganz faire Annäherung.

00:45:16: wenn man sagt okay bei Aktienmärkten nicht breit diversifiziert, schreibe fünfzig Prozent Verlust ja muss ich mit leben dass das einfach irgendwann im Laufe meiner Anleger-Karriere mal passiert?

00:45:28: oder sagst schon, das ist jetzt zu sehr über den Daumen und muss man differenzierter sehen.

00:45:33: Ne, passieren kann das auf jeden Fall.

00:45:34: Die Frage ist halt einfach immer wie ich aufgestellt bin und es hängt halt sehr stark von meinem Lebensmodell ab nach, auch von meiner Zukunftsvision die ich habe.

00:45:41: wenn ich jetzt zum Beispiel keine Ahnung Es gibt Menschen die gehen in Rente und sitzen am liebsten im Garten, die haben ja Haus abbezahlt Das ist was ganz anderes, wie wenn ich zum Beispiel sehr hohe Ausgaben habe.

00:45:54: Wenn ich noch eine Weltreise machen möchte und das sind zwei Jahre und hab alles in einem Depot also... Ich glaube wir wollen immer sehr einfache Lösungen aber bei diesem Finanzplanungsthema ist es natürlich so dass es sehr individuell ist und das wird einem auch niemand abnehmen können.

00:46:07: Ich muss wissen will ich ein Jahr durch die Weltreisen zwischendurch und meine Pause machen?

00:46:13: Was hat das für Konsequenzen für meine Ersparnisse

00:46:16: usw.?

00:46:17: Mit diesen Dingen muss ich mich einfach beschäftigen und es ja beim Aktienmarkt genauso.

00:46:20: Ich kann nicht einmal die Entscheidung treffen, dann denken okay ich warte jetzt einfach bis ich in Rente gehe und gucke nie wieder was sich gespart habe.

00:46:27: das ist schwierig.

00:46:28: also außer ich kann halt ein gut mit den Konsequenzen leben.

00:46:31: aber das ist natürlich eine dynamische Sache weil das Leben dazwischen kommt.

00:46:35: Das heißt ich muss mich schon mal Manchmal damit beschäftigen spätestens dann, wenn das Leben dazwischen kommt.

00:46:40: Wenn Lebensumstände sich ändern oder wenn sich abzeichnet dass sie sich ändern.

00:46:45: also zum Beispiel auch dazu gibt es ja eine Folge hier auf dem Kanal wenn allmählich so die Rente in Sichtweite kommt und man einfach mal an das entsparen denkt und dazu dann auch vielleicht etwas mehr Anleihen beimischt, als man das in der Ansparphase ansonsten getan hätte.

00:47:02: Das heißt, man muss schon eigentlich so ein paar Themen durchdringen.

00:47:06: dazu ist es wichtig mit Menschen zu sprechen aber natürlich auch das was man an Feedback bekommt und sei es am Ende nur von der KI auch einordnen zu können.

00:47:17: und damit sind wir ja bei einem ganz großen Thema dass auch Ja, als Überschrift über deinem Wirken steht nämlich Finanzbildung.

00:47:27: Das ist ja so ein riesiges Wort und es gibt ja auch sehr viele Projekte.

00:47:33: Und wenn ich in der Investmentbubble über Finanzbildung spreche, dann heißt das immer Ja!

00:47:37: Es müsste einen Schulfach-Finanzbildung geben.

00:47:41: und da frage ich so, was müsste denn in diesem Schulfachfinanzbildungser erklärt werden?

00:47:44: Also auf jeden Fall, was eine Aktie ist wie ein ETF ist und so denke ich mir, ja, ist ganz wichtig.

00:47:49: aber bevor wir dahin kommen, müsstest du mal so ganz ganz viele andere Themen geben.

00:47:54: So was ist die Credit Card?

00:47:55: Was ist die Debit Card?

00:47:56: Wie funktioniert Ratenkredite, Konsumentenkredite und Hypothekenkrediten.

00:48:00: Es gibt so Versicherungen.

00:48:02: Gibt es ganz viel!

00:48:04: Und wenn man das dann durchdenkt, stellt man fest okay, da müsste man aber auch eigentlich einen Schulfach haben.

00:48:09: zum Thema Kochen wie ernähre ich mich vernünftig?

00:48:12: Wie halte ich mein Körper in Schuss, mein allerwichtigstes Kapital?

00:48:16: und nicht nur im Sportunterricht schnell rundenlaufen?

00:48:19: Dann denke ich höhe, dann wird's immer sehr viel.

00:48:21: Jetzt mal aus deiner Perspektive als Wissenschaftlerin auf Basis deiner Forschung.

00:48:28: Was heißt eigentlich Finanzbildung und welches Maß an Finanzbildung wäre denn wichtig, ohne jetzt in so eine nerdy Überforderungen zu kommen?

00:48:39: Also das erste Punkt der Wichtige ist es dass Finanzbildungen und Finanzwissen nicht identisch sind weil Wissen ist eben dieses theoretische, was weiß ich darüber?

00:48:49: Kann ich bestimmte Dinge erklären.

00:48:50: Da sind die Deutschen gar nicht so schlecht wenn man so im internationalen Vergleich guckt.

00:48:53: aber dann geht es an die Umsetzung.

00:48:55: Was mache ich damit?

00:48:56: und da fehlt's doch an der ein oder anderen Stelle, da sind wir eben nicht so gut.

00:49:02: Ich glaube, was ganz wichtig für Deutschland ist zum einen fehlen uns viele Daten.

00:49:08: Wir haben z.B.

00:49:09: auch die Finanzbildungsmaße nicht in PISA.

00:49:11: also das heißt wir wissen gar nicht so genau wie es um die Finanzbildung gerade bei den jüngeren Kindern und Jugendlichen steht Und wir haben auch nicht viel Zugang zu Finanzbildung.

00:49:25: Also es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe, es gibt ganz tolle Angebote.

00:49:28: also ich glaube wir brauchen jetzt nicht viele neue Institutionen die uns Finanzbildungsmaterialien geben.

00:49:35: da gibt's ganz ganz toller Sachen.

00:49:38: aber ich muss sie selber suchen.

00:49:40: und das führt eben zu einer zu geringen Chancengleichheit, also in Abhängigkeit davon wo ich groß geworden bin und wo ich herkomme.

00:49:47: In welchem Umfeld ich mich bewege habe ich eben Zugang dazu oder auch nicht?

00:49:52: Das heißt dann am Ende muss der Staat doch wieder irgendwie aktiv werden.

00:49:55: und da haben wir diese große staatliche Finanzbildungsinitiative wo der Staat uns dann quasi vorkorratiert was wir über Geld wissen müssen.

00:50:03: soll es das sein?

00:50:05: Ich glaube, man kann das auch als gesellschaftliche Verantwortung sehen.

00:50:08: Also ich meine zum Beispiel auch können Unternehmen machen ja auch... Wir kommen wieder zur Resilienz, aber es gibt ja auch bei Employee Benefits oder so.

00:50:15: Gibt's ja auch Möglichkeiten zu mentaler Gesundheit, Angebote und so weiter?

00:50:20: Und ich sehe nicht warum nicht auch unternehmende Interesse haben sollten für ihre Mitarbeitenden Finanzbildung anzubieten gerade.

00:50:27: Finanzielle Gesundheit!

00:50:28: Ja genau, finanzielle Gesundheits.

00:50:30: Weil wenn ich Gehaltspendungen habe um jetzt mal auf bei den Anfangsentscheidungen anzufangen ist für ein Unternehmen auch nichts, was man sich wünscht.

00:50:41: Das heißt und viele Jugendliche oder Menschen die Kratzung des Erwachsenen Alter übergehen, die wünschen sich zum Beispiel Informationen zur Budgetplanung.

00:50:50: Also so ganz einfache Sachen, wie plan ich am besten.

00:50:54: Weil wir zum Beispiel auch wenn wir mit... Wir haben auch Interviews mit in Kassos gemacht.

00:50:57: da gibt es eben auch diese Themen das man so volatiles Gehalt nicht so gut einschätzen konnte wo dann jemand sagt naja Ich habe Dinge gekauft und dann haben die mir im Café die Schicht gestrichen Dann kam das Geld nicht usw.

00:51:12: Also so diese relativ einfachen Dinge.

00:51:15: Wie tracke ich das?

00:51:16: Was kann ich da tun?

00:51:17: aber natürlich wichtig der Zinsistenz.

00:51:21: Das ist etwas, was den Menschen einfach das Hirn versteht es nicht wenn's mir nicht vorgerechnet wird.

00:51:26: Wie kriegen wir es hin?

00:51:29: Mit schönen Beispielen.

00:51:30: Da gibt so dieses tolle Beispiel mit den Meilenstiefeln, wenn du irgendwie du läufst irgendwie ich weiß es nicht mehr genau achtzehn Schritte oder so und du läuftest den ersten Schritt potenziert er sich immer und wie weit kommst du?

00:51:45: Und du kommst halt mehrfach um die Welt.

00:51:46: Also das ist einfach so.

00:51:47: was, es hat man ja auch während Covid gesehen dass du dieses Gefühl heute ist noch alles in Ordnung, morgen sind alle tot.

00:51:53: ich überschwitzes jetzt aber wir verstehen das einfach nicht.

00:51:56: also der Mensch kann ich exponentiell denken und ich glaube die einfachste Art und Weise uns zu versinnenbildlichen ist mit Beispielrechnungen.

00:52:04: Dass du sagst okay wenn ich jeden Monat fünfzig Euro spare und ich habe halt keinen Zinsenz, was kommt dann hin raus und was passiert bei einem Prozent, zwei Prozent.

00:52:13: Was passiert bei sechs Prozent?

00:52:14: Und das sind die einfachsten Beispiele weil dann sehe ich es halt.

00:52:18: Dann ist natürlich wenn wir jetzt über Finanzbildungsinitiative sprechen, ist das alles immer so groß oder wenn wir über Schule sprechen, Schulfach, dann ist auch wieder der Staat in der Verantwortung.

00:52:28: aber eigentlich die kleinste Zelle um Finanzbildung zu vermitteln ist die Familie.

00:52:35: und hast du da vielleicht ein paar... Tipps auch vielleicht durchaus aus dem eigenen Leben, was wichtig ist.

00:52:43: Auch aus der wissenschaftlichen Reflexion raus wie man Kindern bei diesem Umgang mit Geld helfen kann?

00:52:50: Ja ich glaube Familie ist natürlich auch deshalb wahnsinnig wichtig weil wir auch viel durch Beobachtung lernen.

00:52:55: also wir lernen nicht nur durch das was uns bewusst mitgeteilt wird sondern durch das dass wir sehen wenn du Keine Ahnung, wenn immer die Männer über Geld oder Entscheidungen und finanzielle Entscheidungen sprechen.

00:53:09: Wenn denken Kinder das ist meiner Sache Da geht's schon los.

00:53:13: Mit den Töchtern wird weniger über Geld gesprochen als mit den Söhnen, da gibt es Studien zu und das ist natürlich schon mal schlecht wenn ich meine Töchter auf die Welt vorbereiten möchte.

00:53:24: Und dann darf man auch nicht vergessen dass zum Beispiel auch so Gewohnheiten, dass man leise wird, wenn Kinder außen rum sind, wenn man über Geld redet oder dass man denkt, das ist noch nix für dich oder dass ... Oder dass man selbst nicht über Konsum nachdenken muss was ... und so weiter.

00:53:42: Das sind ja alles so Kleinigkeiten, die über die Zeit Gewohnheiten ausbilden weil die Finanzklischees oder Stereotype werden sehr früh in der Kindheit gebildet.

00:53:52: also das ist unter zwölf wo es schon losgeht und da kann ich natürlich schon indem mich einfach auch ein paar Sachen erkläre die vielleicht mit dem Budget zu tun haben kann ich schon viel vorbereiten.

00:54:05: Einfach

00:54:06: hilft es wenn Kinder Haushalts Büchlein haben und also fürs Taschengeld dann aufschreiben, wofür sich es ausgegeben haben oder man kann das ja inzwischen ein bisschen älter wird.

00:54:16: Also mein Sohn hat noch kein Handy aber er darf manchmal ins iPad, könnte man ja auch dann reinmachen.

00:54:21: Hättest du was für sinnvoll?

00:54:22: Ja, weil es dir ein bisschen eine Leichtigkeit in dem Umgang mit dem Thema gibt.

00:54:26: Also du kriegst nicht diese Barriere zu diesem Thema die ja viele Erwachsene auch mit dem über Geld sprechen und so haben.

00:54:32: Du musst natürlich ein bisschen aufpassen.

00:54:33: ich würde auch jetzt Kinder reden natürlich überall das dann auch mit jedem und jeder.

00:54:40: Das heißt wenn du ihnen deinen Gehaltszettel zeigst dann weißt du es halt am nächsten Tag die ganze Nachbarschaft.

00:54:44: damit musste halt auch rechnen.

00:54:45: also die Frage ist natürlich immer in welchem Kontext mache ich das?

00:54:48: aber ich denke gerade diese Dinge dass man zum Beispiel dass man, die Kinder bei mir dürfen sich auch mal eine Aktie aussuchen oder einen ETF oder was auch immer.

00:54:59: Einfach um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was passiert da?

00:55:03: Das

00:55:03: darf mein Sohn jetzt auch.

00:55:04: Da darf sie jetzt seine Geburtstagsaktien selber aussuchen.

00:55:07: Deine Kinder sind...

00:55:08: Neun und elf.

00:55:09: ...neun

00:55:09: und Elf.

00:55:09: Mein Sohn ist neun.

00:55:11: Was suchen die sich so aus?

00:55:12: Mein Sohn hat Allianz genommen, weil er denkt im Kürzen Teil von Bayern München.

00:55:16: Bingo!

00:55:17: Aus dem Grunde haben wir letztes Jahr ... Weil der Geburtstag hatte kurz nachdem wir in der Allianzarrenna gewesen sind auch Allians-Aktien und übrigens auch Adidas Aktien.

00:55:26: Und es war auch sehr spannend nämlich bei dem IPO.

00:55:30: jetzt wurde dann die Kinder auch so mitgekriegt dass irgendwie da auch ein bisschen über die Moral diskutiert wurde.

00:55:39: Also darf man jetzt in Unternehmen von Elon Musk investieren oder nicht?

00:55:45: Das fand ich ganz interessant, weil sie dann halt schon so ein bisschen dieses Wie sucht man sich denn so eine Aktie aus?

00:55:51: Ich meine, ich hab jetzt bei den Kindern da nicht mit dem großen Erklären von den ETFs angefangen.

00:55:55: Das ist natürlich ein bisschen viel dann auch aber ich habe halt angefangen mir diesen klassischen Beispiel alle Eiern am Kopf und wenn der Kopf umfällt sind alle Eier kaputt und einfach so ein bisschen dieses Gefühl solche Sachen kann man ja auch Kindern schon erklären.

00:56:09: was ich aber fast wichtiger finde ist tatsächlich diese Budgetierung dass sie selber gucken müssen.

00:56:15: Keine Ahnung, wenn wir irgendwo hingehen und was essen und sie möchten noch einen Getränk haben.

00:56:22: Dass man dann aus Spaß, egal ob man sagt ja, dann musst du es aber von deinem Taschengeld bezahlen?

00:56:27: Oh nee!

00:56:28: Dann will ich's nicht.

00:56:29: Also einfach so... Das ist mein dieses Gefühl für diese Themen zu bekommen, dass man haushalten muss das nicht alles selbstverständlich ist.

00:56:38: Und auch dieses Einnahmen-Ausgaben, das kann man schon relativ früh machen.

00:56:43: Mein Sohn hat ein Tradettrucker und hat dann auf einer Familienfeier Wasen an die Tanten verkauft – da ist super geklappt!

00:56:50: Dann kam er zurück und hatte einen gewissen Umsatz gemacht und meinte, ich habe das um das jetzt als Gewinn.

00:56:58: Du musst jetzt wieder Materialien kaufen und die Trockenblumen, die da drin waren.

00:57:02: Die hab ich bezahlt, das Geld musst du mir wieder geben!

00:57:04: Ich hab's dann nicht genommen.

00:57:05: Aber einfach ... Er war erst mal geschockt so... Oh, es hat ja das was du eingenommen hast und das was dir am Schluss gehört ist ja nicht immer dir.

00:57:11: Also das sind so kleine Beispiele ne?

00:57:13: Ich mach' das jetzt auch nicht jeden Tag, also ich bin ja auch kein Unmensch.

00:57:16: Aber ab und zu mal diese Themen mit reinzubringen und zu diskutieren.

00:57:22: Auch mal was im Urlaub Dinge kosten und so.

00:57:24: Das finde ich sehr wichtig weil Man kann ja auch nicht erwarten, dass man alles anfängt dann mit, mit vierzehn, fünfzehnt, sechszehn wo es aber so schon alles schwierig ist zu lernen.

00:57:33: Und ist das dabei hilfreich?

00:57:35: Mit Bargeld zu arbeiten oder ... Das Handy, naja gut weiß ich mal, wenn die Kinder können ihr selber dann irgendwann auch mit der Uhr bezahlen, wenn man dann so irgendwie so ein Taschengeldkonto dahinter legt, aber würdest du sagen trotzdem unabhängig mal von den technischen Möglichkeiten des Bargelds ist schon auch Irgendwie wichtig.

00:57:53: Da gibt es

00:57:53: auch Studien mit Erwachsenen dazu, dass ich besseren Überblick bekomme und meine Impulse besser kontrollieren kann wenn ich Bargeld benutze.

00:58:01: Man muss natürlich auch sagen, es gibt jetzt einfach neue Möglichkeiten Geld zu verwenden und dann wird's auch wieder Möglichkeiten geben da die Impulse zu kontrollieren.

00:58:12: Also das gibts ja auch inzwischen bei der Handynutzung wo du dir Zeiten einstellen kannst usw.

00:58:16: Und auch da gibt´s auch ja Möglichkeiten wie du wenn du weißt dass du sehr impulsiv bist wie du Dinge kontrollieren kannst oder indem du eben eine Aggregation oder so eine Aggregation erpasst die dir zeigt wofür du dein Geld ausgibst wie viel du wieviel fließt in Freizeit wie viel fließt in uns so weiter.

00:58:32: Also das digitale Haushaltsbuch, da gibt es ja ganz viele Möglichkeiten wenn du entgegenwegen möchtest.

00:58:38: Christine vielen vielen Dank dass Du hier warst für Deine Einblicke aus der Wissenschaft zu sehen wo sie uns denn konkret auch weiter helfen kann.

00:58:47: dir vielen herzlichen dank dass Du dabei gewesen bist dass Du uns deine Zeit geschenkt hast und wenn's Dir gefallen hat dann sagst doch gerne weiter gib uns Sterne.

00:59:00: natürlich auch gerne ein paar Kommentare.

00:59:04: Welche Tipps zur Finanzbildung hast du schon befolgt?

00:59:07: Vielleicht auch so mal ganz konkret, wie sieht Finanzbildung bei dir in der Familie aus für Kinder.

00:59:13: Ich freue mich immer über gute Anregungen dazu und natürlich gerne auch kommentieren wenn du eine Idee hast wer als nächstes in diesem Studio sitzen soll wenn wir unbedingt einladen sollen bzw um welche Themen wir uns hier bei Asset Class kümmern sollen.

00:59:30: einfach in die Kommentare oder per E-Mail an podcastadscalable.com.

00:59:36: Das war's für heute, tschüss aus Berlin!

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