Pleite oder zu reich sterben? Alles übers Entsparen | Asset Class #72
Shownotes
Jahrzehnte sparen, investieren, durchhalten – und dann? Irgendwann kommt der Moment, in dem du von deinem Kapital leben möchtest.
Doch das Entsparen ist oft komplexer als der Vermögensaufbau selbst. Markus Weis, ehemaliger Deutschlandchef von State Street (SPDR) und Gründer von Retire Capital, erklärt, warum die berühmte 4-Prozent-Regel oft zu kurz greift. Du erfährst, wie du das Pleiterisiko im Alter minimierst, wie die verschiedenen Entnahmestrategien funktionieren, warum Anleihen dabei unverzichtbar sind und wie du dein Depot schon heute für steuereffizientes Entsparen strukturierst.
Erwähnte Aktien aus der Folge im Scalable Broker: Apple (US0378331005): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=US0378331005 Microsoft (US5949181045): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=US5949181045 Alphabet (US02079K3059): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=US02079K3059 Amazon (US0231351067): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=US0231351067
Kapitalanlagen bergen Risiken. Keine Anlageberatung.
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00:00:00: Wenn du Garantie willst, dann kauf dir einen Staubsauger.
00:00:02: Ich halte von dieser Faustformel oder was auch immer das sein soll relativ
00:00:06: wenig.
00:00:07: Kommt und geht davon aus ein Drittel nimmt sich am Ende Ederstaat.
00:00:09: Also
00:00:10: wenn ich mit vierzig anfange in Rente zu gehen, dann reichen auch die dreißig Jahre nicht.
00:00:13: Es gibt ja auch das andere Risiko nämlich dass ich im Grunde reiche Erben produziere Und am
00:00:18: Ende gucke ich drauf und denk so Mensch da hätte ich aber deutlich mehr rausnehmen können.
00:00:22: Die
00:00:22: folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
00:00:24: Kapitalanlagen bergen Risiken.
00:00:27: Du entscheidest, in was du investierst.
00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte!
00:00:42: Ich bin Christian Weröl und heute hab ich für dich mal ein Kontrastprogramm, denn normalerweise reden wir ja hier übers Sparen und Investieren also über Vermögensaufbau aber ... Irgendwann kommt halt auch der Moment, wo man vom Vermögen leben will oder eben muss um die finanzielle Freiheit zu genießen.
00:01:07: Oder um die Rentenlücke aufzufüllen.
00:01:10: Worauf es dabei ankommt?
00:01:12: Ob die berühmte vier Prozentregel denn wirklich aufgeht was die Vor- und Nachteile verschiedener Entnahmestrategien sind und wie du dein Depot schon heute auf optimales Entsparen vorbereiten kannst.
00:01:29: Das und mehr jetzt im Gespräch mit Markus Weiß, Gründer von Retire Capital.
00:01:35: Markus herzlich willkommen!
00:01:37: Vielen Dank für die Einladung Christiaan.
00:01:38: Ja Markus du bist quasi ein Urgestein des Asset Managements über zwei Jahrzehnte in der Branche zuletzt beim US Vermögensverwalter State Street als Deutschlandschef und Gesicht der ETF Sparte Spider die viele unserer Kundinnen und Kunden ja zum Beispiel als einzigen Anbieter eines ETFs auf den MSCI All Country World Emmy kennen, also alles drin alle Länder.
00:02:09: Und auch noch die Small Caps.
00:02:11: aber wir wollen nicht über Spider sprechen denn im April hast du der Konzernkarriere dann den Rücken gekehrt und bist unter die Startup-Gründer gegangen.
00:02:23: Erzähl mal, wie kam es dazu?
00:02:25: Und was steckt hinter deinem neuen Unternehmen Retire Capital?
00:02:29: Das mache ich sehr gerne!
00:02:31: Wir haben Retire capital gegründet um Privatanlegern wirklich in der Phase des Ruhestands zu helfen finanziell entsprechend Sicherheit zu bekommen.
00:02:43: was mir die letzten Jahre bei State Street und Spider aufgefallen ist.
00:02:48: Du hast das eben schon angesprochen, wir beschäftigen uns ganz intensiv mit der Ansparphase und wir bilden Vermögen und bauen entsprechend Portfolios auf.
00:02:57: aber wenn man sich dann mal damit beschäftigen will von diesem Vermögend zu leben Da wird es relativ dünn in Deutschland.
00:03:05: Und das ist unsere Aufgabe, das haben wir uns zum Ziel gemacht heißt Privatanlegern in dieser Phase wenn es dann darum geht Vermögen zu verzehren und von Vermögens zu leben da entsprechend die richtigen Tools und Mechanismen an die Hand zu geben um sicher und sinnvoll eben auch sein Vermögend verzähren zu können und nicht in dieses Risiko reinzulaufen dass das Vermögan am Ende schon verzerrt ist aber das Leben noch da.
00:03:30: So, und was wollt ihr jetzt da genau machen?
00:03:32: Wie kann ich mir das vorstellen?
00:03:33: bei Retire Capital.
00:03:35: Macht ihr eine Honorar-Beratung?
00:03:37: Macht ihr einen Fond mit einer Ausschüttung von sieben Prozent per annum so dass man immer laufende Einnahmen hat oder... Was ist jetzt konkret euer Ziel?
00:03:45: Genau!
00:03:46: Also wir sind in Fintech und in Startupunternehmen das sich ganz gezielt an die digitalen Selbstentscheider richtet sprich die Menschen ähnlich wie bei Scalep Capital auf der Brokerage Seite, sich um ihre Finanzen selber kümmern.
00:04:03: Und was wir anbieten ist zum einen wirklich das Thema noch mal educativ zu begleiten.
00:04:09: Ich glaube es gibt da viel zu wenig An-Research und Analysen.
00:04:15: Das wollen wir gerne zur Verfügung stellen.
00:04:17: Wir haben ein eigenes Research-Tool gebaut, mit dem wir relativ zeitnah live gehen und da kann jeder für sich eben auch die verschiedenen Entnahmestrategien wirklich für einen deutschen Privatanleger einmal nachrechnen in Euro auf einem Weltindex und mit dem entsprechenden Anleihen-Portfolio.
00:04:35: Das ist das eine.
00:04:36: und das zweite ist, dass natürlich hier gerade in der Entnahmephase mit diesen verschiedenen Strategien die es gibt eben auch Technologie helfen kann wirklich kontinuierlich das Portfolio zu überprüfen, sichere Entnahmerat zu berechnen.
00:04:49: und letzten Endes, ich sag mal Entscheidungshilfen zu geben.
00:04:52: Was verkaufe ich denn jetzt eigentlich in meinem Portfolio?
00:04:55: Und wovon zähre ich jetzt sozusagen für zum Beispiel die nächsten zwölf Monate?
00:05:00: und das bauen wir auch.
00:05:01: Das heißt ein Ruhestandsplaner-und Entnahmetool mit dem man dann eben kontinuierlich seinen Portfolionvermögen überwachten seine sichere Entnahmerate berechnen
00:05:09: kann.".
00:05:10: Ja wenn man jetzt das hört was du sagst klingt das alles ziemlich kompliziert.
00:05:15: viele Websites vermitteln ja ein ganz anderes Bild.
00:05:19: Insbesondere alle Website so aus dem Umfeld der Feierbewegung, also der Financial Independent Retire Early Jünger die dann ja häufig ankommen mit einer ganz simplen Regel nämlich vier Prozent.
00:05:37: Also nix hier verschiedene Strategien und man muss überlegen und optimieren, sondern nein wer jährlich vier Prozent seines Startkapitals entnimmt und diesen betracht dann auch regelmäßig an die Inflation anpasst der kann bei einem breit gestreuten Aktienportfolio sehr wahrscheinlich dreißig Jahre lang davon leben.
00:05:58: das ist so diese Message die da häufig transportiert wird vor allem ja auch auf US-Seiten.
00:06:05: Woher kommt diese Regel?
00:06:07: Vielleicht, weil ihr ja auch selbst viel Research macht.
00:06:11: Kannst du unsere Zuhörerinnen und Zuhörer da mal durchführen?
00:06:15: Gerne!
00:06:15: Also ich glaube gerade für die Feierbewegung.
00:06:17: also wenn ich mit vierzig anfange in Rente zu gehen dann reichen auch die dreißig Jahre nicht, die die Studie aussagt.
00:06:24: aber ich gehe gerne mal auf die Studia ein.
00:06:26: Die besagte Vierprozentregel kommt aus der Trinity-Studie einer Universität in Texas Und dort wurden eben die historischen Entwicklungen der amerikanischen Aktien- und Anleinmärkte, und zwar wirklich langfristig von neunundzwanzig bis fünfundneunzig analysiert.
00:06:43: Und dann in verschiedenen Portfoliovarianten also von zehn bis hundert Prozent Aktienquote eben geschaut.
00:06:49: wie viel kann ich denn sicher entnehmen?
00:06:52: ohne dass ich in dieses besagte Pleiterisikolauffe, das heißt, ohne dass mein Kapital vor dem gewünschten Ablauf verzehrt ist.
00:06:59: Und es macht Sinn da auf die langfristigen Perioden zu schauen,
00:07:02: d.h.,
00:07:02: die dreißig Jahre.
00:07:03: Das ist auch das was gerne publiziert wird.
00:07:05: und in diesem Dreißig Jahres ... am Research.
00:07:08: Da ist eben zu erkennen, dass Portfolios mit einer Struktur fünftig bis seventy-fünfzig Prozent Aktienquote – das ist ganz wichtig!
00:07:17: Wir reden nicht von hundert Prozent Aktie, da gibt es durchaus auch schon bei der vier Prozententnahme eine Pleite, also ein Pleitrisiko, sondern bei den Fünfzig bis Fünfundsebzig Prozent Akzienquoten.
00:07:28: Da sagt eben diese Studie kann ich sicher über dreißig Jahre entnehmen ohne dass mein Kapital in jeder Marktphase die man da getestet hatte eben aufgebraucht war vor Ablauf.
00:07:39: Ja, das ist natürlich irgendwie beruhigend und gibt es keine Sicherheit in Form von Garantie.
00:07:45: Wenn du Garanti willst dann kauf den Staubsauger und selbst als die Garantien nur das Wert was auch der Staubsaugerhersteller an Solidität mitbringt.
00:07:54: Insofern ist ja die Frage inwieweit das wirklich funktioniert?
00:07:59: Mit dieser vier Prozentregel beziehungsweise Was die Gründe sein können warum es nicht funktioniert.
00:08:07: Also, ich glaube ein Punkt hast du eben schon angesprochen.
00:08:10: Nämlich das Thema hundert Prozent Aktienquote.
00:08:13: Ich glaube das ist eines der entscheidenden Punkte die vier Prozentregel.
00:08:17: Die funktioniert eben nicht bei einer hundertprozentigen Aktienquote.
00:08:21: wenn wir uns das anschauen und wir haben auch in unserem Research wie gesagt mit den Echtdaten die wir wirklich für Weltindices haben ab den siebziger Jahren gibt es das nämlich Und da zeigt sich ganz deutlich beispielsweise in dem schwierigsten Szenario, wenn man zweitausend gestartet ist.
00:08:38: Dann hat man seinen Vermögen bei hundert Prozent Aktienquote nach dreinzwanzig Jahren aufgebraucht und das ist sozusagen das erste Risiko.
00:08:47: diese vier Prozent Regel die beinhaltet wirklich ein gemischtes Portfolio aus Anleihen und Aktien.
00:08:54: Und wenn ich dieses gemischte Portfolie habe, dann hab' ich auch einen gewissen Sicherheitsaspekt mit drin.
00:09:00: Ich hab eben eine Assetklasse die nicht so stark fällt – das ist ganz wichtig!
00:09:04: Damit kann ich deutlich länger ein Portfolium entsparen und letzten Endes haben wir aber da.
00:09:12: Das ist auch wichtig hier.
00:09:14: trotzdem, wenn mir die ganzen Studien betrachte Wir haben hier nur den US-Markt, also wir reden ja bei dieser vier Prozentstudie von US Aktien und Anleihen.
00:09:25: Wir haben das Thema Steuer überhaupt nicht mit drinne.
00:09:28: auch dass sozusagen verändert nochmal die Sichtweise Aus meiner ganz persönlichen Sicht, wie gesagt reden wir hier von einer statischen Entnahme.
00:09:36: Die Vierprozent-Regel, die besagt eben dass ich konstant kontinuierlich denselben Betrag entnehme.
00:09:42: Ist halt auch schön einfach.
00:09:44: Lass uns, bevor wir bei dem Thema Statisch loslegen lasst uns noch ein bisschen auf diesen Fällen rumkauen dieses Pleite Risiko was du erwähnt hast und auch weil ja vielfach so die Annahme bleibt.
00:09:59: Naja, Aktien sowieso in the long run ganz klar überlegen und deswegen kann man das auch in der Entnahmephase machen.
00:10:06: aber dieses pleite Risiko ist ja nun wirklich dann greifbar.
00:10:10: ich habe wirklich auch mal kurz nachgeschaut anhand des MSCI World bzw.
00:10:15: ab dann das MSCI All Country World Net Total Return in Euro beziehungsweise davor, in D-Mark.
00:10:25: Das Ganze mit vier Prozent Entnahme und natürlich auch Inflationsanpassung also an die reale Verbraucherpreisentwicklung.
00:10:35: Und da gibt es ja wirklich zwei extrem schlimme Phasen.
00:10:39: wenn du angefangen hast Ende einen massiven Drawdown.
00:10:48: Die Märkte haben fünfzig Prozent verloren in den ersten zwei Jahren, da war also die Hälfte deiner Substanz weg.
00:10:55: komplett erholt hat sich das erst bis eine extrem hohe zeitweise zweistellige Inflation, was dazu geführt hat.
00:11:06: Dass das Vermögen im Sommer in den letzten Jahren aufgebraucht war.
00:11:11: Also nach zwanzig Jahren mit fünf und sechzig losgelegt?
00:11:14: Naja wenn du fünf und achtzig geworden bist dann war halt auch Ende vom Geld!
00:11:19: Und der andere Fall ist wahrscheinlich der Fall der für die meisten auch präsenter ist, klarer ist Ende neunundneinzig losgelegt hast, mit dem Entspanen volle Pulleaktien voll in die Dotcom-Krise reingegangen.
00:11:33: Kurze Erholung, Finanzkrise der nächste Nackenschlag und dann trotz geringer Inflation!
00:11:40: Und ja ab zwei tausendneun wirklich fröhlich steigender Kurs war das Vermögen auch da nach zwanzig Jahren früher zwanzichzwanzig aufgebraucht.
00:11:51: Da haben wir noch Corona dazu.
00:11:53: Da erkennt man halt schon das Grundproblem, wenn es in den ersten Jahren gleich schon mal einen richtigen Schlag tut und Substanz weggeht.
00:12:04: Und man dann eben trotzdem immer entnehmen muss.
00:12:09: Korrekt!
00:12:10: Das ist ja sozusagen das große Risiko in der Entnahmenphase.
00:12:14: heißt ich habe einen Kursrückgang Der ist heftig und lang andauernd.
00:12:19: Du hast es eben gesagt Kurse brechen um fünfzig Prozent ein.
00:12:23: Jetzt muss ich um meine beispielsweise tausend Euro monatlich zu entnehmen, gegensatz zum Ursprungswert und zur Ursprungberechnung auf einmal das doppelte Anteil verkaufen.
00:12:34: Nehmen wir mal ETFs.
00:12:35: Doppelter Anzahl der Anteile muss sich verkaufen, um wieder auf meinen Betrag oder die Tausende Euro zu kommen.
00:12:41: Und das zährt natürlich enorm an der Substanz.
00:12:45: Das ist das große Risiko was wir haben.
00:12:47: es gibt zwei Möglichkeiten dass entsprechend Ich sage mal zu managen, das eine ist ich diversifiziere und nehme neben Aktien eben auch Anleihen mit.
00:12:58: Da habe ich weniger Drawdown es geht weniger stark nach unten und dadurch laufe ich nach hinten eben auch geringer in die Pleite.
00:13:05: und das zweite isst ich kann es dynamisieren.
00:13:08: das heißt jetzt pass sich sozusagen meine Entnahmequote an und reduzieren sie in dieser Phase, wo es eben vom Kursniveau her deutlich nach unten geht.
00:13:17: Das
00:13:18: ist dann eine andere Spielart.
00:13:19: Da kommen wir gleich noch.
00:13:20: aber ich will nochmal ein bisschen auf den Vierprozent rumkommen weil wir haben gerade über das pleite Risiko gesprochen.
00:13:27: Aber es gibt ja auch spiegelbildlich das andere Risiko bei der vier Prozentregel nämlich das Risiko dass ich im Grunde reiche Erben produziere, ja?
00:13:37: Dass ich mich über Gebühr einschränke und viel zu wenig entnehme.
00:13:42: Und sich am Ende alle anderen freuen.
00:13:44: Ich habe auch da noch mal ein bisschen wieder mit dem MSCR Country World geschaut.
00:13:49: Wenn ich Ende of the year in den Ruhestand gegangen bin dann mit der Entnahme losgelegt hab, dann habe Bull Run gehabt an den Märkten und das Vermögen trotz Entnahmen an der Spitze verneinfacht erst mal bis zum Jahr zweitausend, bevor dann die Krisen kamen.
00:14:10: Die aber keine Bedrohung für das vermögen waren.
00:14:13: Und heute?
00:14:14: Vierundvierzig Jahre später!
00:14:15: Ich habe immer meine vier Prozent entnommen, immer um die Inflation angepasst ist das Vermögen siebenundzwanzigmal höher als nineteenhunderteinundachtzig.
00:14:26: Wenn ich also damals eine Million mark hatte, habe ich jetzt dann dreizehnkommar fünf Millionen Euro obwohl ich so gelebt hab wie eigentlich wollte.
00:14:35: oder das andere Beispiel auch das vielleicht wieder greifbarer Ende zwei tausend acht losgelegt also mitten in der Finanzkrise vermögen bis heute siebzehn Jahre später trotz Einnahmen verfünffach da freuen sich die Erbe.
00:14:47: es halt auch irgendwie Blöd, wenn ich dann so am Ende meines Lebens vielleicht auch körperlich hinfälliger wäre und mir mit um achtzig denke, sag' ich na super.
00:14:57: Jetzt bin ich jetzt zweistelliger Millionär.
00:15:00: aber ich hätte eigentlich viel mehr ausgeben können damals mit fünfsechzig oder siebzig als ist mir gesundheitlich noch gut ging als ich noch was weiß ich drei Wochen auf die MS Europa hätte fahren können für irgendeine Expeditionsreise.
00:15:14: also Wenn man darüber jetzt redet Dann kommt man doch irgendwie dahin das Man mal fast den Eindruck haben könnte, dass Vorsorge am Kapitalmarkt dann wenn es zum Entsparen kommt plötzlich so zufallsbasiert ist.
00:15:27: Dass man zumindest mit dieser vier Prozentregel doch schon extrem in Laune der Märkte ausgeliefert ist?
00:15:33: Ja
00:15:34: also du sprichst mir aus dem Herzen wirklich mit deinem Beispiel.
00:15:37: denn was häufig diskutiert wird das besagte Pleiterisiko
00:15:42: d.h.,
00:15:43: Es wird betrachtet, wie optimiere ich mein Portfolio und meine entsprechende Entnahmerate um das Pleite-Risiko zu minimieren.
00:15:52: Das ist ja entsprechend das Risiko, dass sich quasi zu viel entnehme.
00:15:57: Ich entnehme zuviel eine Überentnahme könnte man sagen... Ich kann
00:16:02: auch sagen, ich nehme nur drei Komma fünf Prozent.
00:16:04: mit drei Kommas fünf Prozent passen die statistischen Beispiel aber ich habe mich noch mehr eingeschränkt.
00:16:08: Aber was passiert auf sozusagen dieser besagten Statistik, wenn ich mir das historisch in den ganzen unterschiedlichen Laufzeiten eben anschaue.
00:16:17: Mit dieser, sag mal Optimierung hin zu einem Pleite-Risiko oder Pleiterwahrscheinlichkeit von Null – Ich erhöhe auf der anderen Seite nochmal deutlich meinen Ablauf, mein Endbetrag im Durchschnitt und das hast du ganz richtig gesagt auch bei unseren Analysen da kommt im Durchschnitt bei sozusagen der vier Prozent Regel kommt im Durchschnitt das Treib ist das Vierfache des Vermögens raus.
00:16:43: Bei allen Läufen zusammengerechnet im Durchschnitt, also ja ich starte irgendwie mit dreihunderttausend und habe danach auf einmal eine Million am Ende oder oder eins Komma zwei Millionen.
00:16:52: Das ist der Durchschnitte.
00:16:54: Es gibt die Ausnahmen wo es noch deutlich besser ist Und dass ist eigentlich das Entscheidende was viel zu wenig Berücksichtigung findet nämlich das sozusagen zu wenig entnommen wird.
00:17:05: Ich hätte eigentlich viel mehr entnehmen können, ich hätte viel besser leben können aber habe mich eingeschränkt und am Ende gucke ich drauf und denke so Mensch da hätte ich aber deutlich mehr raus nehmen
00:17:15: können.".
00:17:15: Und das ist doch frustrierend.
00:17:16: dann am Ende eines Lebens wo man eigentlich finanziell ja alles richtig gemacht hat?
00:17:20: Ja und da kommst jetzt du und hast eben schon mal ein Stichwort genannt dynamische Entnahme als Counterpart zur vier Prozentregel.
00:17:29: was hats damit auf sich genau?
00:17:31: also Dynamische Entnahmen, das ist sozusagen das Wichtige.
00:17:36: Die passen sich letzten Endes erstmal an die Markt-Dynamik an bedeutet Kurse fallen Entnahmerate fällt auch mit.
00:17:44: Das ist erstmal der Grundgedanke, der dahinter sich verbirgt.
00:17:48: das führt dazu dass ich eben meine Substanz des Vermögens schütze und nicht in dieser schwierigen Phase wo die Kurse massiv eingebrochen sind dann eben zu viel Anteile doppelt so viele Anteiler im wahrsten Sinne des Wortes verkaufen muss.
00:18:03: aber es ist natürlich wenn ich jetzt mal zu diesem Beispiel zurückgehe siebziger Jahre neunzehtswein-siebzig oder zum New Economy Boom.
00:18:13: Ich habe mich auf einen schönen Ruhestand gefreut, hab ja auch gemerkt Menschenkurse sind jetzt kräftig gestiegen.
00:18:20: ich bin vielleicht auch reicher als ich jemals gedacht habe.
00:18:23: was noch mal so ein richtigen Push gibt ist ja vielleicht auch jetzt etwas wieder was sich so manch einer denkt der die letzten da es sich vierzig Jahre schon angespart hat und jetzt bald das Ziel erreicht.
00:18:34: und dann kommt so'n Rutsch Fünfzig Prozent.
00:18:37: Ich kalkuliere jetzt, mein Weg ist eine Million einfach zu rechnen eigentlich nach vier Prozentregel mit vierzig tausend Euro so und jetzt kriege ich plötzlich geht's fünfzig Prozent runter.
00:18:48: Jetzt sagst du hier dynamische Entnahme um das Vermögen zu schonen.
00:18:52: darf ich jetzt nur noch die vier Prozent von dem was noch da ist nehmen?
00:18:56: also der
00:18:56: herrschte
00:18:57: ja.
00:18:57: dann bin ich bei zwanzigtausend euro.
00:19:00: Das is natürlich schon je nachdem was ich denn an anderen Einkommensquellen noch habe, ob ich wirklich in einer gesetzlichen Rente bin.
00:19:09: Ob ich eine betriebliche Altersversorgung habe?
00:19:11: Ob ich Miete zahlen muss oder nicht?
00:19:13: Ist das schon nicht so?
00:19:14: was wo wir einfach sagen, dass es diskretionär ist?
00:19:18: Kann ich nicht auf Europa fahren sondern muss auf die Aida fahren sollen.
00:19:21: Das kann existenziell sein!
00:19:23: Und die dynamische Entnahme ist ja genauso wie die Statische trotzdem mit Risiken verbunden und vor allen Dingen wenn ich hundert Prozent Aktien im Portfolie halte.
00:19:33: auch Da habe ich eben diesen kompletten Market Drawdown, hab ihn dann eben in meiner Entnahme Rate.
00:19:39: Von daher lassen wir mal ganz kurz auf die zwei wichtigen Varianten der dynamischen Entnahme eingehen.
00:19:45: Das eine ist quasi ähnlich wie bei der statischen Ich entnehme einen fest vorgegebenen Prozentsatz beispielsweise vier Prozent und passe das auch noch mal kontinuierlich um die Inflation an.
00:19:57: Das führt dazu dass wenn mein Vermögen beispielsweise bei hundert Prozent Aktien sich halbiert entnehm ich vier Prozent von der Hälfte und habe dann im schlimmsten Fall diesen halben Betrag noch.
00:20:09: Die zweite Variante, die es gibt – das ist für mich tatsächlich die charmanteste und die effizienteste – rechnet sozusagen auf einen Endzeitpunkt und ein Entvermögen.
00:20:22: Das bedeutet, ich kann beispielsweise, egal ob ich heute vierzig, fünfzig oder sechszig bin, rechnen zum hundertsten Lebensjahr!
00:20:30: Das erleben die wenigsten, also statistisch bis hundert gibt es nur wenige Prozent zwischen zwei bis vier Prozent.
00:20:36: Je nachdem ob man Mann oder Frau ist erlebt man quasi das hundertste Lebensjahr kann ich sozusagen einfach auf Hundert planen und ich kann auch sagen Ich möchte dass sich auch meinen Kindern was vererbe.
00:20:45: Es muss jetzt nicht auf null kalkuliert werden auf hunderttausend auf zweieinhalb tausend was auch immer.
00:20:50: aber mit diesem Mechanismus also dieser dynamischen Entnahme die eben eine lebenszeit Anuität quasi mitbeinhaltet.
00:21:00: Da rechne ich sozusagen immer anhand des aktuellen Vermögens und das, wie lange muss es denn reichen?
00:21:06: Und was soll dann noch da sein?
00:21:07: Rechne Ich meine neue Entnahmerate aus!
00:21:10: Auch das ist dynamisch also auch das passt sich dem Markt- und den Marktgegebenheiten an.
00:21:15: aber in dieser...und das ist die einzige Entnahme Strategie.
00:21:20: Da sorge ich dafür dass eben auch wenn's gut läuft Wenn in diesen meisten Fällen, das sagen ja auch die Statistiken läuft außergewöhnlich gut.
00:21:29: Es gibt nur die wenigen Ausreiser nach unten da entnehme ich dann eben auch mehr.
00:21:33: Das heißt wenn mein Vermögen wächst, dann habe ich die Möglichkeit mehr zu entnehmen und so wird sichergestellt dass sich sozusagen meine ich sage mal mein Portfolio optimal für meinen Lebensstandard und Lebensabend optimiere.
00:21:47: Ich entnehbe sozusagen wirklich das Maximum was möglich ist was eben der aktuelle Depot-Stand hergibt und am Ende kommt eben nicht zu viel raus, aber nicht zu wenig.
00:21:56: Aber optimiere ich dann wirklich mein Portfolio für den Lebensstandard oder optimiere es nicht auf das, was aus dem Portfolium herauskommt?
00:22:03: Das ist die zweite wichtige Frage!
00:22:06: Das hatten wir schon bei der statischen Einnahme und der vier Prozentregel angesprochen.
00:22:11: Ich muss natürlich das Thema Schwankung und in dem Kontext der Entnahme ist es jetzt die Schwankungen der Entnamerate, weil im Prinzip mehr interessiert mich nicht.
00:22:20: Mich interessiert nicht ob mein Vermögen jetzt von hundert auf fünfzig gefallen ist, mich interessiert eigentlich nur wie stark schwankt meine Entnamenrate?
00:22:28: Und auch da spielen wieder Anleihen eine zentrale Rolle!
00:22:31: Auch da ist es wichtig... eben nicht.
00:22:34: und da muss ich wirklich viele die sagen, Mensch ich stehe auf Aktien.
00:22:39: Aktien ist das einzig wahre hundert Prozent Aktienquote absolut widersprechen denn damit habe ich enorme Schwankungsbreiten eben in dieser Entnahme.
00:22:48: auch wenn ich dynamisch und wenn ich dass mit dieser Anuität quasi auf ein Enddatum berechnen habe ich eine enorme Schwunkungsbreite Bedeutet, wenn ich starte beispielsweise mit einer Entnahmerate.
00:22:59: Wir rechnen immer mit drehunderttausend und habe beispielsweise eine Lebensannuität über fünfunddreißig Jahre gerechnet dann hätte ich am Anfang tausend vierhundert als monatliche entnahme gehabt.
00:23:11: aber jetzt komme ich in dieses zweitausend-Szenario und die Kurse gehen nach unten.
00:23:15: da bin ich zwei tausendsvier auf einmal bei knapp vierhundert von tausensvierhundert auf Vierhundredentnahme weil der Aktienmarkt so stark eingebrochen ist und ja auch kontinuierlich weiter entnommen wird.
00:23:26: Das heißt das Vermögen schrumpft ja trotzdem noch mit, nicht nur der Aktianmarkt bricht ein.
00:23:31: Und da ist es essentiell eben Anleihen mit im Portfolio zu haben also diese Anleihend und aus meiner Sicht alles was unter ich sag mal seventy-fünf Prozent Aktienquote ist.
00:23:42: Das ist sinnvoll und gut, alles über seventy fünf Prozent.
00:23:45: Da fahre ich einen relativ hohes Risiko oder habe eine relativ anfällige Schwankung dann in meiner Entnahme.
00:23:51: Die Anleihen, die bringen mir jetzt letzten Endes diese Sicherheit und die Stabilität rein auch in den dynamischen Entnahmen.
00:23:57: Die sorgen dafür dass sozusagen die Schwankungen reduziert wird.
00:24:00: ich hab immer noch ne Schwanking.
00:24:02: Ich kann das ganz kurz als Beispiel auch auch einmal erzählen.
00:24:05: wenn ich jetzt wieder in dieser dynamischen Annulität bin Und jetzt habe ich ein siebzig-dreißig Portfolio Dann starte ich nicht mit tausend vierhundert sondern mit Tausend zweihundert Euro monatlich und es geht maximal nach unten auf Siebenhundert.
00:24:17: So, und das sind jetzt natürlich auch alles Rückrechnungen.
00:24:20: Korrekt!
00:24:21: Aus... Was habt ihr jetzt genommen?
00:24:24: Ihr habt dafür wahrscheinlich auch MSR World.
00:24:26: MSR-World und Rex Pee.
00:24:28: Den Rex PEE also Deutsche Bundesanleihen.
00:24:32: Stimmt hat man die längste Historie für DEMAG Euro.
00:24:36: Die ganzen Euro Aggregate Bond Indices sind ja alle erst in der Fange.
00:24:41: Und wenn wir über Sicherheit sprechen ist natürlich auch klar bei Anleihenwerten mit Gerd Kommmer vor einigen Monaten besprochen, da wollen wir keine Experimente darin, wenn nicht über Fremdwährungsrisiken.
00:24:53: Das ist alles Return on the Money aber die Anleihen... Wenn du über Anleien sprichst geht es ganz klar um Return of The Money also um einen Maximum an Sicherheit, keine Garantie wissen wir, aber Maximum in Sicherheit Minimum an Schwankungen, um das entsprechend daraus zu nehmen.
00:25:13: Jetzt hast du eben gesagt alles unter seventy-fünf Prozent Aktienanteil ist dann schon deutlich stabiler.
00:25:20: Es gibt ja so diese Regel für die Aktienquote einhundert Minus Lebensalter.
00:25:28: Das ist das was so Generationen von Finanzberatern durchgeorgelt haben.
00:25:34: Das würde dann bedeuten, mit fünfensechzig hat man nur noch fünfdreißig Prozent Aktien.
00:25:39: Das kann man eigentlich wegpacken oder?
00:25:42: Ich
00:25:42: würde sagen ja.
00:25:43: Also ich halte von dieser Faustformel oder was auch immer das sein soll relativ wenig.
00:25:49: Man kann eine deutlich höhere Aktienquote fahren die kann man akzeptieren.
00:25:53: es ist immer ne Frage der der Schwankung.
00:25:55: aber Ich sag mal, wir haben ja in Deutschland in der Regel irgendwo auch eine Basisversorgung.
00:26:00: Das heißt es gibt in der Regeln eine Rente gesetzlich vielleicht betrieblich und somit ist ja irgendwo ein Sockel da, der deckt quasi einen Teil der Ausgaben.
00:26:08: und dann kann ich wirklich je nach Portfoliosstruktur, siebzig-dreißig sehr schön berechnen und sehen was habe ich da jetzt für eine Schwankung in meiner Entnamerat und sehe was hab' ich für einen festen Sockel auch?
00:26:18: Und das ist...das ist das Entscheidende!
00:26:20: Wenn jemand da wirklich drauf angewiesen wird, sagt man ich habe eigentlich gar keine gesetzliche, keine private Komplett, ja ich muss meine ganzen Fixkosten mit meinen Entnahmeplanen decken.
00:26:29: Dann muss sich tatsächlich in der Aktienquote noch weiter nach unten fahren.
00:26:33: Ich brauche dann die Stabilität.
00:26:35: Ich kann mir die Schwankung eben leisten
00:26:37: um das pleite Risiko
00:26:38: zu
00:26:39: minimieren.
00:26:39: Gleichzeitig sorgt ihr dann diese dynamische Entnahme dafür dass ich mir denn quasi selber ein Bonus zahlen kann wenn es am Kapitalmarkt entsprechend gut
00:26:49: läuft.
00:26:50: Jetzt hast du auf deiner Website aber nicht nur dieses Einfache Modell der dynamischen Entnahme vorgestellt, sondern noch eine Weiterentwicklung.
00:27:00: Nämlich dass man im Grunde nicht nur zwei Komponenten hat mit Aktien und Anleihen, sondern das ganze mit Töpfen macht.
00:27:10: Das sogenannte Mehrtopfmodell was ja so ein bisschen ist wie Mental Accounting Buchhaltung im Kopf.
00:27:19: Man teilt sein Vermögen von Anfang an auf und dann ist ja entscheidend, wie die Interaktion zwischen den Töpfen ist.
00:27:27: Vielleicht magst du das mal vorstellen?
00:27:29: Also das Merthofmodell ist einfach eine Weiterentwicklung der statischen Entnahme.
00:27:34: um es auch einmal einzuordnen denn im Merthoff-Modell habe ich eben auch relativ konstante sichere Entnahme und die Entnahmerate schwankt nicht und ich schaffe eben die Risiken, die ich normalerweise bei der Statischen Entname habe.
00:27:49: nämlich am Anfang der Startphase, der Entnahmeplan kommt ein starker Kursverlust am Aktienmarkt und da würde dann natürlich entsprechend das Pleitrisiko erhöht.
00:28:02: Das kann ich entsprechend eliminieren indem mich einfach in verschiedenen Töpfen mein Kapital aufteile und den Topf, den ich als erstes verzehre, da lege ich eben die Gelder in sicherheitsorientierte Anlagen also Cash dann anleihen in der Regel und habt nur für den Topf, der wirklich Zeit hat zehn Jahre oder länger.
00:28:23: Da habe ich dann meinen Aktienanteil drinne.
00:28:26: Und diese drei Töpfe die sorgen dafür dass sich im Prinzip es ähnlich wie eine asset allocation also ist nicht ganz viel anders ob ich jetzt siebzig dreißig oder ob Ich das mit diesen drei töpfen mache.
00:28:36: Die Ergebnisse sind auch ähnlich.
00:28:37: aber ich schaffe quasi relativ konstante statische entnahme über diese drei töpfe Und ich habe jetzt zwei Möglichkeiten.
00:28:45: Ich kann diese drei Töpfe einfach kontinuierlich wieder befüllen, das heißt ich hab Cash beispielsweise für ein oder zwei Jahre, ich hab Anleihen für zwei bis sieben oder acht Jahre und ich hab dann meinen Aktientopf.
00:28:59: Jetzt schiebe ich einfach aus dem Aktientopf.
00:29:02: Immer wieder wenn es gut gelaufen ist, also Aktien positive Renditen erwirtschaftet haben, schöpfe ich ab und schiebe wieder in Cash oder Online und fülle die immer am Jahresende wieder auf.
00:29:12: Das ist Möglichkeit Nummer eins.
00:29:13: Es gibt auch das Mehrtopfmodell wo man einfach die Töpfe dann verzerrt und zum nächsten wandert.
00:29:18: Ich verzehe sozusagen erst Topf A, dann Topf B und als letztes Topf C. Das sind die zwei Modelle.
00:29:25: Man muss natürlich hoffen, dass ich dann nicht so einen Doppelwumms an Krise habe, sowieso bis in den Jahren und dann nochmal im Jahr.
00:29:34: Genau!
00:29:36: Die interessante Erkenntnis, die wir jetzt aus der ersten Studie nähern uns gerade dem Thema Merthofmodell.
00:29:44: von der Analyse her ist das sozusagen der Outcome.
00:29:48: ob ich jetzt ein SIPT-SIG-Portfolio oder ob ich die dreißig Prozent Anleihen in einen anderen Topf lege und da als erstes rausnehme.
00:29:57: Und dann Aktiennachschiebe macht eigentlich kaum Unterschied, also ich bin im Endeffekt wieder an der Asset Allocation.
00:30:02: Ich habe meine Gewichtung, Aktienanleihen das ist das Entscheidende und ich kann ja auch wenn ich jetzt beispielsweise ein Sipzig Dreißig Portfolio habe zum Beispiel sagen ich entnehme immer aus der übergewichtigen Asset Klasse Ich muss ja nicht per se immer in diesem Siebzig-Dreißig-Mix entnehmen, sondern wenn Aktien eben einbrechen und auf einmal von der Gewichtung bei Fünfzig liegen und Anleihen bei Fünftig, dann kann ich so lange aus Anlein entnehmen bis ich wieder beim Siebzig-Drei-Sich bin.
00:30:33: Sorgt quasi für einen ähnlichen Effekt wie in dem Meertopfmodell.
00:30:36: also die Modelle mehr Topf oder auch statische oder dynamische Entnahme Wenn ich in guten Portfolio Strukturen bin unterscheiden sich nur marginal.
00:30:46: Aber es gibt ein gutes Gefühl zu sagen, ich habe hier einen Topf das ist alles sicher drinnen.
00:30:50: da entnehme ich jetzt die ersten drei oder fünf Jahre und dann hab' ich eben den Topf für die nächsten drei oder fünft Jahre.
00:30:57: Das ist im Prinzip die Idee des mehr topf Modells.
00:31:00: gleichzeitig also du betontest immer wieder die Bedeutung Von Anleihen müssen wir aber auch mal berücksichtigen.
00:31:08: So risikulos sind Anlein jetzt auch nicht, also wenn wir jetzt auf so ein ja sagen wir mal den Akvi-Immi der Rentenmärkte schauen, also den Euro Aggregate Bond Index wo dann eben Staatsanleihen und Unternehmensanleien aller Schuldner in allen Laufzeitklassen mit drin sind, stellen wir fest also gegenüber.
00:31:32: Zwei tausend zwanzig ist der doch erheblich unter Wasser und zwar selbst wenn man die Zinsen mit berücksichtigt.
00:31:41: Ja
00:31:42: korrekt das ist eben was an Risiko in einem breit gestreuten Anleihe-Portfolio steckt.
00:31:49: ich habe eben dieses Laufzeitarisiko und es haben wir schmerzlich zweitausend zweiundzwanzig gespürt als hohe Inflationsraten vorhanden waren und die Zinsen eben durch die Notenbank massiv und sehr schnell angehoben worden sind.
00:32:05: Und das wirkt natürlich deutlich negativ auf eben die Anleinmärkte, wenn ich dann lange Laufzeiten habe mit einer sehr geringen Verzinsung und bekomme auf einmal wieder zwei oder drei Prozent ein Jahr später, dann hab' ich natürlich einen starken und enormen Kursverlust.
00:32:21: trotzdem auch noch mal im historischen Kontext.
00:32:23: Wir müssen uns ja dem Ganzen einfach mit der Historie nähern und mit dem, was wir sehen und was wir wissen an historischen Daten.
00:32:30: Wenn man sich auch wieder seit neunzehnten Hundertsiebzig die fünf stärksten Kursrückgänge Aktienmarkt anschaut – im Durchschnitt minus Vierzig Prozent über die fünf Stärksten-Kurzrück Gänge am Anleihemarkt anschauen wie gesagt Rex P hier nicht Global Egg aber ähnlich von der Duration liegen wir hier auch bei sechs sieben Jahren dann sind wir bei Minus Fünf Prozent.
00:32:49: Also, da gibt es schon Unterschied.
00:32:51: Wir haben ein anderes Verhalten bei Online wenn es Kurzkorrekturen gibt als bei Aktien.
00:32:57: Das muss man einfach festhalten.
00:32:58: Nichtsdestotrotz um noch mehr Sicherheit in das Gesamtportfolio zu bringen ist es tatsächlich durchaus sinnvoll eben dieses sogenannte Laufzeitrisiko-Durationsrisiko weiter zu reduzieren und auf online mit einer kurzen Laufzeit zu setzen.
00:33:14: Zumindest dann wenn man das Risiko der langen Laufzahl nicht irgendwie premiert bekommen.
00:33:19: Es kann ja sein, dass die Zinsen am langen Ende irgendwann mal deutlich gestiegen sind und dann kann das interessant sein.
00:33:25: aber momentan ist es wahrscheinlich noch eher ein Risiko.
00:33:29: Jetzt haben wir kurz über die Anleihen gesprochen.
00:33:32: für die meisten ist natürlich der Aktienmarkt irgendwie das naheliegendere ist auch bei dem was du gesagt hast also von siebzig Prozent so als Zielmarke dann weiterhin der Schwerpunkt.
00:33:43: denn gerade Wenn wir eine längere Lebenserwartung haben, ist natürlich Vermögensaggregation auch weiterhin im Alter ja wichtig.
00:33:54: Dass man nicht einfach das Kapital nur dort rumschimmeln lässt.
00:33:58: aber dann ist hier auch wirklich die Frage wie macht man das denn dann mit dem Endsparen?
00:34:04: Du hast gerade mal so eine Faustregel genannt wenn man wirklich siebzig-dreißig für sich definiert hat dass man so quasi Umgekehrte Rebalancing macht, momentan macht man Rebalancings meistens dadurch dass man die Einzahlung umlenkt.
00:34:17: So wird es dann im Alter so das man die Auszahlungen umlenken.
00:34:20: Aber es gibt ja eine ganze Reihe weiterer Modelle, die auch immer versuchen ein bisschen Timing zu machen.
00:34:28: Manche Modelle aus den USA sagen zum Beispiel, dass man dann überproportionales Aktien entnehmen sollte wenn jetzt das Cape Ratio also das vom Nobelpreisträger Professor Schiller entwickelt, Bewertungsmodell eine sehr hohe Bewertung anzeigt oder dass man nur Aktien verkaufen sollte wenn der Index jetzt gerade über dem gleitenden Durchschnitt ist.
00:34:54: So und wenn ich mir das jetzt alles angucken denke irgendwie das Schöne an dieser vier Prozentregel war schon.
00:35:01: es war einfach weil das muss sich ja alles nachhalten und solange ihr jetzt noch nicht dieses Riesentool set habt ist es schwierig für Privatanlegerinnen, Privat-Anleger und vielleicht auch danach.
00:35:12: Weil man möchte hier dann Ruhestand haben und nicht den ganzen Tag irgendwie rumrechnen.
00:35:17: was kann ich jetzt hier im nächsten Monat ausgeben?
00:35:19: Und ist jetzt die Reise drin?
00:35:20: Ja
00:35:21: absolut also ich bin da hundertprozentig bei dir.
00:35:24: das Ganze kann sehr komplex werden wenn man sich intensiver mit der Thematik beschäftigt und wenn ich jetzt auch noch die Bewertungen die langfristigen Durchschnittsbewertung mit hineinnehme.
00:35:34: Ich glaube dass die Grundsatzidee ... des Entsparns.
00:35:39: Da sollte sich jeder erst mal überlegen, was möchte ich denn wirklich erreichen?
00:35:44: Möchte ich mein Kapital in irgendeiner Form aufbrauchen und aufzehren... Und ist das für mich auch wichtig und notwendig?
00:35:50: oder kann ich auch das dreifache Fünffache am Ende eben als Vermögen dann vererben?
00:35:57: Das ist glaube ich eine ganz wichtige Fragestellung weil daraus resultiert eben wirklich welche Strategie für mich die richtig ist wenn ich sage Ich möchte eigentlich meinen Kapital möglichst effizient entnehmen und nicht so viel vererben.
00:36:12: Dann bietet sich wirklich diese dynamische Entnahme mit der Berechnung, der Lebenszeit-Anruität am besten an.
00:36:21: Und das kann man relativ einfach berechnen!
00:36:24: Wir haben auf unserer Website Retire.capital auch einen Rechner dafür, wo ich eben wirklich Enddatum-Endbetrag eingeben kann.
00:36:31: und wo stehe ich heute.
00:36:32: Und das kann ich einmal im Jahr machen, ne?
00:36:34: Das heißt ein Mal im Jahr setze ich mich da dran, guck was ist mein aktueller Depotwert und kann daraus dann einfach berechnen, was will ich am Ende noch haben und zu welchem Datum sehen, was kann ich denn jetzt für die nächsten zwölf Monate entnehmen.
00:36:47: Und diese Entnahme, die sollte ich dann einfach ideale Weise wie gesagt vorfixiert bei meinem Broker auch irgendwo eingeben können und dann habe ich für zwölf Monate Ruhe.
00:36:58: Wobei natürlich auch bei euren Rechnern, da wird ja denn mit einer Rendite Erwartung kalkuliert immer dieses Problem bleibt.
00:37:06: was wir am Anfang besprochen haben Sequency of Returns Risk also Rendite, Reihenfolge, Risiko mag ja schön sein wenn man im Durchschnitt acht Prozent haben aber wenn es dann eben erst mal fünfzig Prozent runter geht und erst danach die Erholung kommt ist das eben beim ansparen.
00:37:26: Eine schöne Sache, weil man kann niedrig einsammeln aber spiegelbildlich beim entsparen kostet das eben Geld und heißt dann ich muss dann ein Jahr später die entsprechende Entnahme anpassen und die fällt dann eben geringer aus.
00:37:43: Kann man denn auch diese Modelle, dynamische Entnahme und Meertopf irgendwie kombinieren?
00:37:48: der Gestalt?
00:37:49: Dass man zum Beispiel sagt also man nimmt jetzt diesen Zinstopf und bestückt den einfach nach der dynamischen Entnahme.
00:37:58: Das ist eine spannende Idee.
00:38:00: können wir uns mal anschauen und durchrechsen.
00:38:01: ich glaube es gibt unglaublich viele Möglichkeiten und auch das meertopfmodell hat seine Vorteile und die dynamischen Modelle haben ihre Vorteile.
00:38:10: Und wie gesagt, wir sind auch noch dabei quasi zu analysieren was kommt aus den verschiedenen Mehrtopfstrategien raus?
00:38:16: Und können wir das noch weiter optimieren genauso wie man die dynamische Modelle wie wir da auch versuchen die noch weiterzuoptimieren.
00:38:24: am Ende glaube ich Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt, du hast das eben auch gesagt.
00:38:30: Es sollte nicht zu kompliziert sein.
00:38:31: Ich glaube es sollte einfach sein.
00:38:34: Das gute alte Kiss ja?
00:38:35: Keep it, samples tupled!
00:38:37: Oder wir haben irgendwann die Tools wo wir das bei uns... Ja aber
00:38:39: auch dann die Tools wird hier auch alles nicht einigen.
00:38:42: Es gibt ja heute so viele Aktien-Screener und sonst was.
00:38:44: Die haben ja dann alle noch mehr Funktionen und die Funktion lenken ihr dann wieder ab kommt eigentlich nicht zum eigentlichen Fokus, sondern vertült unter Umständen Zeit was nicht an den Tools liegt.
00:38:54: Sondern an einem selbst.
00:38:55: man muss sich eben disziplinieren nicht alle Möglichkeiten auszunutzen die es so gibt und nicht alle Stellschrauben rumzuspielen.
00:39:01: das wird auch bei euren Tool zu sein.
00:39:03: aber wenn wir nochmal also insofern habe ich eine große Sympathie für das was du gesagt hast Lebenszeit, Anonytät, dynamische Entnahme.
00:39:10: wer das einfach mal nachlesen will kann das ja auch auf deiner Webseite noch einmal finden.
00:39:14: Aber das eine ist ja der Prozess das da einfach zu halten.
00:39:20: Das andere ist ja, wie sieht denn überhaupt das Depot aus wenn wir übers Entspanren reden?
00:39:26: Wir haben jetzt immer gesagt neuerweise sind es hier Aktien und sind jetzt da Anleihen Und natürlich immer schön so Beispiele kannst beides mit einem ETF machen.
00:39:36: Hier Acquiemi All Country World Sonst was Fuzzi Allworld Und dann sagen wir mittelfristigen eins bis fünf Euro Bond.
00:39:45: Da hast du zwei gute Komponenten.
00:39:47: Aber das ist ja jetzt nicht die Regel, wenn man jetzt in die Entnahmephase kommt.
00:39:53: Sondern man zieht ja irgend sowas durch.
00:39:55: Man hat mal dies gekauft und mal das gekauft.
00:39:57: Man hatte einen Corsetteleitansatz gemacht.
00:40:01: Was müsste man denn eigentlich so berücksichtigen bei der Strukturierung des Vermögens dafür?
00:40:07: Dass das hinterher dann auch einfach funktioniert?
00:40:09: also ich glaube es gibt zwei enorm wichtige Punkte.
00:40:14: da möchte ich's auch wieder einfacher halten.
00:40:15: dass eine ist dass ich meine Aktien ETFs über einen gewissen Zeitraum idealerweise als Beispiel zehn Jahre bespare und dann tatsächlich wechseln in den nächsten Weltaktien ETF.
00:40:32: Das sorgt dafür, dass sich quasi eine Unterscheidung habe zwischen den, die ich die ersten zehn Jahre bespart habe.
00:40:39: Die zweiten zehn Jahre und die dritten zehn Jahre.
00:40:41: Und dann kann ich die einzelnen ansteuern.
00:40:42: Das ist aus steuerlichen Gesichtspunkten enorm interessant.
00:40:45: Also das wäre der erste Tipp, den ich jedem gebe, der sich mit dem Thema beschäftigt.
00:40:50: Ich will irgendwann eigentlich von diesem Vermögen leben um das möglichst teureffizient zu machen.
00:40:55: Splitte quasi die Aktienquoten und zwar im Sinne von Laufzeit.
00:41:00: Ich hab dass die ersten Zehn Jahre, ne?
00:41:01: Nächsten Zehen und dritten Zehn
00:41:03: Jahren also einfach damit man unterschiedliche Töpfe hat Denn wir reden über FIFO.
00:41:09: First in, first out an dieser Stelle.
00:41:12: Das heißt das was am ersten gekauft wurde wird bei einem Verkauf auch als erstes rausverkauft und tendenziell wenn man mal so eine langfristige Entwicklung sich anschaut sind da dann auch die meisten Gewinne drauf.
00:41:27: Man muss also da am meisten versteuern und wir wollen die Steuerlast ja minimieren oder möglichst weit nach hinten schieben, deswegen am besten dann irgendwie anfangen mit etwas wo noch nicht so viel gewinnen darf.
00:41:41: Genau das ist das eine.
00:41:43: und das zweite ist dass ich mich eben haben sie eben schon häufiger angesprochen auf das Thema Online Exposure wirklich vorbereitet.
00:41:50: Das spielt in den ersten Jahren beim Vermögensaufbau keine Rolle Das braucht man auch nicht.
00:41:54: Der Aktienmarkt ist, ich sag mal, buy and hold ne?
00:41:56: Ich hab dreißigvierzig Jahre Zeit!
00:41:58: Ich kann da wirklich durch jede Krise durchgehen und ganz entspannt weiter kontinuierlich vermögen, bilden und aufbauen.
00:42:05: aber in den letzten zehn Jahren, da sollte ich wirklich das Thema anleihen... auf der Agenda haben und mich damit beschäftigen, zum einen meine Geldflüsse auf jeden Fall Richtung Anleihen fließen zu lassen.
00:42:17: Wenn ich also neue Investitionen tätige oder Sparplan aber das wird nicht ausreichen.
00:42:22: wir haben uns mal angeschaut selbst die letzten zehn Jahre einfach nur Spar plan in Anlein habe ich trotzdem am Ende nur sieben acht Prozent Anleingewich.
00:42:30: wenn ich jetzt über drei oder vierzig Jahre
00:42:33: Weil je länger ich im Vermögensaufbau-Prozess fortgeschritten bin, die einzelne Sprarrate umso weniger ins Gewicht fällt.
00:42:41: Und von daher muss ich tatsächlich anfangen, um zu schichten.
00:42:44: Das heißt es gibt diese besagte Risikozone das sind die ersten zehn Jahre Vorrenteneintritt oder Beginn der Entnahmephase und die zehn Jahre Nachrenteintritt.
00:42:54: In dieser Phase da ist es wichtig möglichst Schwankung aus dem Portfolio herauszunehmen und das schaffe ich eben nur mit Anleihen.
00:43:02: wir haben es eben besprochen idealerweise sogar mit kurz laufenden Anleien Und dieses Exposure, diese Allokation wirklich aufzubauen.
00:43:11: Das halte ich für essentiell und da muss man eben strukturell dran arbeiten.
00:43:16: es gibt auch kein Automatismus der einen dahin führt oder selbst dransetzen damit beschäftigen sich ein Anlei ETF aussuchen eben auch wenn jetzt wie zum Beispiel aktuell Aktienmärkte sind super gelaufen, dann spricht überhaupt nichts dagegen.
00:43:31: Mal Gewinne mitzunehmen und sagen okay
00:43:32: also Abstand zum drei Jahre Rendite in Folge und dann Abstand zu einem gleitenden Durchschnitt was weiß ich?
00:43:41: Dann kann man auch mal auf das Knöpfchen drücken wobei ja auch da immer klar ist es ist dann verkauft steuerpflichtig, heißt auch da wieder ganz wichtig diese Optimierung über FIFO und unterschiedliche Kapitaltöpfe.
00:43:54: Wobei man kann das glaube ich auch anders machen wenn wir jetzt also jetzt einfach nur alle zehn Jahre neuen Welt ETF kaufen.
00:44:00: Man kann natürlich auch sein eigenes Weltportfolio bauen, hat dadurch vielleicht unterschiedliche Gewichtungen.
00:44:06: Man hat vielleicht einen S&P-Fivehundreden All World X USA, vielleicht noch ein paar Satelliten drum.
00:44:13: Das kann dann auch schon hilfreich sein wenn man ja auch allein da durch dann unterschiedliche Töpfe hat die vielleicht auch mehr voneinander abweichen so dass man da ohnehin durch das Abziehen von Kapital wieder Rebalancing.
00:44:29: Also das ist dann schon ein Vorteil.
00:44:31: Das heißt, du sagst also einfach halt ja es wichtig aber man kann's auch durchaus mit mehreren Produkten
00:44:39: darstellen.
00:44:39: Absolut!
00:44:40: Es muss nicht immer ein Welt ETF sein oder?
00:44:41: Nein,
00:44:41: aber wenn wir jetzt mal weiterschauen... Wir haben die ganze Zeit über ETF, ETF und ETF geschworen.
00:44:47: Es gibt hier auch noch was anderes.
00:44:48: Ja wie siehst Du Gold in diesem ganzen Kontext des Endspans?
00:44:53: Ich würde Gold als sinnvoll erachten, aber es ist kein Muss.
00:44:58: Sondern es kann tatsächlich in manchen Phasen Mehrwert stiften.
00:45:02: Gold hat aber auch lange Phasene wo es eben keinen Ertrag gebracht hat.
00:45:06: von daher in diesem Sicherheitsbackett.
00:45:09: Da reden wir davon das heißt ich habe jetzt siebzig Prozent beispielsweise in Aktien und dreißig Prozent Sicherheits Backet oder Anleihen, da könnte ich auch zwanzig Prozent anleihen.
00:45:18: Zehn Prozent Gold – das ist ein ganz vernünftiger Mix mit dem ich sehr gut leben
00:45:22: kann.".
00:45:22: Ja wobei also?
00:45:23: gold ist halt eigentlich eine eigene asset-Klasse ob es jetzt sicher oder unsicher ist.
00:45:28: Es schwankt halt erheblich wie wir wissen und gerade auch über längere Zeiten.
00:45:32: aber das war natürlich nur der Prologue.
00:45:34: Nein ich will nicht auch noch Bitcoin durchkauen!
00:45:37: Aber die Frage ist natürlich was mache ich denn?
00:45:39: Es gibt genügend Anlegerinnen ETF haben, sondern die sagen ich mache das ganze mit Einzelaktien und zwar am liebsten mit Einzelaxien.
00:45:49: Die Dividende zahlen und dann habe ich einen ganz großen Vorteil.
00:45:55: Ich muss nämlich nicht verkaufen.
00:45:57: Ich muss mir keine Gedanken darüber machen aus welchem Unternehmen ziehe ich jetzt was ab?
00:46:02: Sondern ich kriege das Geld automatisch überwiesen als Dividend Manchmal einmal im Jahr bei deutschen Unternehmen, zwei bis dreimal bei europäischen sogar viermal im Jahr.
00:46:16: Bei US-amerikanischen Unternehmen und wenn ich ein ausreichend breites Portfolio habe, hab' ich eigentlich so einen monetären Nieselregen.
00:46:23: Es kommt ständig von irgendwoher Geld was ein unglaublich schönes Gefühl ist, kann ich also wirklich als eigener Anschauung sagen wie siehst du das?
00:46:32: Also ich glaube, dass es eine Möglichkeit von vielen die auch wiederum sehr einfach ist.
00:46:37: Ich glaube das kann jeder einfach umsetzen und es funktioniert.
00:46:43: aber ich habe natürlich wenn ich auf Dividenden Aktien setze zum einen immer einen gewissen Bayer's.
00:46:51: Das ist das Eine.
00:46:52: das bedeutet Dividend.
00:46:54: Unternehmen diene hohe Dividende zahlen Das sind in der Regel etablierte Unternehmende, Konzerne die sich auch darauf fokussierende hohe Dividende zu zahlen.
00:47:03: Ich lasse außen vor Unternehmen, die beispielsweise sagen ich mache das lieber mit Buyback also kaufe Aktien zurück um den Kurs zu steigern.
00:47:11: Die lasse ich dann einfach aus dem Vor.
00:47:13: und es gibt also zumindestens in der Ebene des Researchs in der Historie kein Beweis oder Beleg dafür dass eine hohe dividenden Rendite für eine überdurchschnittliche Wertentwicklung der Aktien.
00:47:28: Starkes
00:47:28: Dividenden, Wachstum allerdings schon!
00:47:29: Da sind wir dann bei Nat Davis Research, der das sehr deutlich nachgewiesen
00:47:34: hat.
00:47:34: Genau.
00:47:35: aber im Endeffekt wenn ich ein breit gestreutes Aktienportfolio mit allen Aktien habe kann und das dagegen halte, dann ist es eben nicht so dass ich eine bessere Rendite erziele.
00:47:47: Und das will ich nur mal dazu sagen in der Regel lasse sich auch irgendwie ein halbes Prozent bis ein Prozent im langfristigen Durchschnitt liegen.
00:47:53: Weil
00:47:53: zum Beispiel Technologiewerte fehlen?
00:47:55: Korrekt!
00:47:55: Also wenn man einen Starkdividenden lastiges Portfolio hat mit durchaus zuverlässigen Dividendenzahlern, das dann auch als Basis für das Endsparen hinterhernehmen will.
00:48:07: Macht es schon Sinn aus Rendite Gesichtspunkten einfach mal ein Growth Index dazu zu packen und sei es an S&P Five Hundred Information Technology oder kann ja auch ein aktiv gemanagtes Stefan sein?
00:48:22: Dividenden lastig aufgestellt.
00:48:24: Ich hab dann irgendwann vor zehn Jahren mal Apple, Microsoft, Alphabet und Amazon gekauft was meiner Gesamtrendite ganz gut getan hat.
00:48:32: oder die Beimischung hier beim Jan Beckers den wir auch schon in der Sendung hatten mit seinem Global Technology Leaders Form schafft halt auch ein Gegengewicht.
00:48:42: aber also schon bei aller Begeisterung für die Dividende, alle Begeistungen für die Ausschüttung immer schauen, dass es am Ende auf einen Gesamtertrag, auf den Totalreturn ankommt.
00:48:53: Korrekt.
00:48:53: und das zweite und das ist glaube ich noch viel wichtiger die reine Dividendenstrategie wenn nicht die jetzt mal mit einem Schritt zurückgehend betrachte Ist im Prinzip eine Art dynamische Entnahme.
00:49:07: Ich entnehme einfach von meinen Portfolio Aktien die ich habe drei Prozent je nachdem was sich dafür ein Portfolium gebaut haben.
00:49:16: entnehm mich drei Prozent Das könnte ich mir auch jedem anderen Portfolio bauen und ich entnehme einfach die drei Prozent.
00:49:23: Und zwar dynamisch, das heißt ich passe mich an die Marktsituation an.
00:49:27: fällt der Kurs dann entnehm ich entsprechend die drei prozent vom Gefallenen.
00:49:31: genau dass gleiche ist mehr oder weniger die Dividendenstrategie, weil wenn die Kurse langfristig kontinuierlich fallen werden.
00:49:38: Die Unternehmen ihre Dividendenzahlung auch nach unten korrigieren oder zum Teil sogar aussetzen.
00:49:43: das gehört einfach dazu, wenn es unternehmen schlecht geht.
00:49:45: also auch da habe ich ja keine Konstante sondern eben auch eine dynamische und eine angepasste.
00:49:52: Und Wenn Ich Da drei Prozent in der Dynamischen Variante Entnehme Dann heißt Es Auch über den Zeitraum, zwanzig dreißig Jahre vermehre ich meinen Vermögen.
00:50:00: Also ich rechne damit nicht dass sich am Ende das zweifache Dreifache oder Vierfache habe und dann vererben kann.
00:50:06: also das ist einfach eine Strategie wo ich relativ moderat entnehme tatsächlich eher Kapital weiter vermehere und für Kapitalwachstum sorge.
00:50:16: wenn mir das ausreicht wenn ich sage Mensch das passt mir das reicht mir ist es völlig in Ordnung.
00:50:20: ja und es ist ja ein psychologisches Thema auch weil man eben nicht verkaufen muss und weil man immer sagen kann ich lebe von den erträgen, nicht aber vom Kapital.
00:50:32: Ich gehe nicht an die Substanz wobei das natürlich auch psychologisches Narrativ ist denn das Unternehmen macht es ja dann einfach für einen selber.
00:50:42: Die
00:50:42: Manager des Unternehmens entscheiden eben was würden von der Substanz entnommen wird.
00:50:47: Aber es ist ein psychologisches Moment.
00:50:50: sicherlich relevant ist, weil auch mit einer Endspar-Strategie gilt.
00:50:53: das gleiche beim Vermögensaufbau.
00:50:55: Es ist im besten Fall ein Marathon und bei diesem Marathon muss man für sich sein eigenes Tempo finden und sein eigener Setup, sprich wenn es immer so hoch klingt, dann muss ich damit wohlfühlen, denn ansonsten hält man's nicht durch Mit siebzig.
00:51:10: dann feststellt, so als ist das Vermögen durch den Markt auf minus auf fünfzig Prozent geschrumpft.
00:51:17: Jetzt lässt man das Ganze mit den Aktien und geht ja doch wieder zur Versicherung und sagt hier kommt macht mir das jetzt als Leibrente?
00:51:23: Dann wird der Lebensstandard auf jeden Fall deutlich geringer.
00:51:27: deswegen vorher ein bisschen mehr darüber nachdenken.
00:51:30: wie denkst du in diesem ganzen kontext das entspannt über diese klassischen inkam strategien die wir jetzt auch am etf markt immer mehr sehen?
00:51:37: also so premium income hat man ja auch schon hier den ego jochewisch von jp morgen wo es eben nicht nur um dividende geht sondern wo man gleichzeitig auch noch optionen schreibt und prämien zu vereinigen gleichzeitig damit aber auch immer das Potenzial nach oben deckelt und wenn es da mal so richtig runter haut, dann regnet's auch ein.
00:51:59: Also ich bin ganz ehrlich gesagt nicht so'n Riesenfreund weil das ist ja sozusagen... Ich hab jetzt schon gerade bisschen durchklingen lassen.
00:52:06: Auch die Dividendenstrategie hat ihre Schwächen also ich kann mein Kapital nicht effizient nutzen weil weiter, weil mein Kapital eben weiter wächst.
00:52:15: Ich habe keine Diversikation und das Gleiche gilt natürlich in den Income Strategies.
00:52:19: Auch da habe ich eine reduzierte Diversifikation.
00:52:22: Ich kaufe nicht den gesamten Markt und ich nehme mir dann eben Abseit für eine höhere Ausschüttung am Ende des Tages glaube ich... Da bin ich tatsächlich ein jünger und geprägt auch von Wengert und Jack Bogle einfach breitgestreut den Markt kaufen.
00:52:41: Da habe ich persönlich das Gefühl, kann ich am wenigsten falsch mitmachen anstatt alles in irgendeiner Form irgendwie zum einen, ich sag mal z.B.
00:52:50: hohen Dividendenzahlungen zu optimieren oder mit irgendwelchen anderen Derivaten.
00:52:56: da glaube ich kommt am Ende des Tages und der Long Run nicht mehr raus wie wenn ich einfach sauber die Welt AG kaufe und dann eine saubere vier Prozent Entnahme darauf setze.
00:53:06: Das ist quasi nur in sich eine optimierte Strategie, um eben diese relativ hohe oder auch konstante Auszahlung zu gewährleisten.
00:53:17: Aber dafür lasse ich auf der anderen Seite Dinge liegen und immer – das muss ich berücksichtigen!
00:53:22: Ich habe da natürlich keinerlei Individualisierungsmöglichkeit für mich persönlich.
00:53:29: Eine Strategie One Fits All eine Kleidergröße und die muss jetzt zu allen passen.
00:53:35: Und ich kann es überhaupt nicht anpassen, an mich und meine persönliche Situation und auch an meine Töpfe.
00:53:41: Und habe ich jetzt nur ein bisschen mehr in Anleihen oder bisschen mehr Aktien will ich jetzt mal eher aus dem Anleintopf nehmen weil Aktien gefallen sind.
00:53:47: das kann ich alles nicht beeinflussen.
00:53:49: in den Strategien aber ist es eine Möglichkeit relativ einfach auch wieder praktikabel und umsetzbar
00:53:54: also ganz wichtiger Satz drin keine Fehler zu machen wichtiger als nach Exzellenz zu streben.
00:54:00: So ein bisschen Winning the Losers Game, genau dieses Ding einfach bei der Disziplin zu bleiben.
00:54:07: Spiegelbildlich
00:54:08: wie beim Vermögensaufbau sich nicht zu viele Gedanken über die Optimierung von Details zu machen und dabei das Big Picture aus den Augen zu verlieren.
00:54:17: Beim Vermögensaufbau ist es halt sehr häufig der höchste Hebel, die eigene Qualifikation und die Steigerung der Sparrrate, die viel mehr Einfluss hat auf das Endergebnis.
00:54:27: als wenn ich jetzt wirklich den X-USA ETF mit zehn oder doch mit fünfzehn Prozent rein oder kaufe ich jetzt den mit zero Komma zwei Prozent TIR oder mit null Komma eins acht Prozent TIA?
00:54:40: Das sind dann zu viele Details und das haben wir hier genauso.
00:54:44: Aber es kann ja jetzt sein, man macht wirklich alles richtig.
00:54:47: Man geht voll rational ran!
00:54:48: Man hat seinen Ruhestand super geplant, hat das alles ausgerechnet und hat einen ausreichend breiten Puffer was hier dieses sogenannte Langlebigkeitsrisiko angeht.
00:55:00: dann zieht man hier, was weiß ich mit zweiundsechzig schon ins Augustinum damit man schönen Ruhstand hat.
00:55:07: Man hat ordentlich etwas zurückgelegt und dann wird man alt.
00:55:11: Das was man sich wünscht Und man wird so richtig, richtig alt.
00:55:16: So wie der Alte!
00:55:19: Der Schauspieler Rolf Schimpf, der wirklich, anders als viele Künstler mit sechzig genau das gemacht hat alles sauber aggregiert wirklich immer auch Geld gespart zurückgelegt dann im Augustinum gelebt ist seine Frau irgendwann gestorben und er wurde wirklich Alt.
00:55:36: Er wurde fünfundachtzig, er wurde neunzig.
00:55:39: da sind wir schon ab Da sind wir schon bei der Trennity-Studie, kurz nach dem Nächsten war tatsächlich das Geld
00:55:51: alle.
00:55:52: Und Rolf Schimpf musste aus dem Augustinum raus und in ein sehr bescheidenes Heim wo er dann die letzten Jahre seines Lebens verbracht hat.
00:56:05: also einen wirklich tragischer Fall.
00:56:09: Gibt es irgendeine Möglichkeit, dieses Risiko zu versichern?
00:56:14: Dieses Langlebigkeitsrisiko.
00:56:17: Es wäre doch eigentlich logisch zu sagen also bis ich neunzig bin, nehme ich das Risiko selber.
00:56:24: Passt schon!
00:56:25: Ich habe großen Puffer mit dem Kapital was ich drin hab und auch bei Schlechtmärkten das passt.
00:56:30: aber wenn ich dann zwischen über neunzig bin vielleicht werde ich dann Jahrhundert möchte ich gerne dieses Risik versichern lassen.
00:56:40: Ich zahl mit fünfundsechzig den Betrag X, dass ich ab alter neunzig eine Rente kriege wenn mein Kapital höchstwahrscheinlich aufgebraucht ist.
00:56:50: Wenn ich mit Fünfund achtzig sterbe also vor Beginn dieser Langlebigkeitsversicherung ist die ganze Kohle weg Also eine umgekehrte Risikokapitalversicherung.
00:56:59: Das ist ein wundervoller Gedanke und tatsächlich gibt es solche Konzepte in den USA.
00:57:08: Hier in Deutschland gibt es das bisher nicht, aber wir sprechen mit Versicherungen.
00:57:13: Weil für mich ist das so was von auch logisch klar dass ich quasi hab ja eben auch schon gesagt Ich bin ein großer Fan dieser dynamischen Entnahme Mit einer Lebenszeit-Anwität.
00:57:26: also ich rechne auf irgendein Enddatum oder Endalter eben hin.
00:57:33: Aber was is wenn?
00:57:34: Na ich dann noch lebe mit oder vielleicht auch mit hundert.
00:57:39: Das sozusagen zu versichern ist eine ganz charmante Idee, ich kann nur sagen wir sprechen mit Versicherungen, haben ein positives Feedback dass das durchaus vorstellbar ist und das ist etwas das mit Sicherheit in den nächsten Jahren irgendwann auf den Markt kommen wird.
00:57:57: Es ist etwas was es auf jeden Fall...
00:57:59: Aber noch gibt es das nicht?
00:58:00: Man braucht es ja insbesondere Auch mit Blick darauf, dass ja Altersvorsorge am Kapitalmarkt jetzt auf ein neues Niveau gehoben wird durch das Alters-Vorsorge-Depot.
00:58:14: auch da über die Ansparphase aber viel gesprochen.
00:58:19: Es gibt ja dann zum Eintritt in den Ruhestand auch klare Regeln ähnlich wie bei dir, bei der Entnamenstrategie.
00:58:25: Man kann maximal dreißig Prozent sofort rausnehmen, schöne Reise machen oder was im Haus modernisieren oder einfach so verleben und für den Rest muss man dann entweder ein mindestens alle drei Jahre neu berechneten Auszahlplan vereinbaren oder eben eine Leibrente die natürlich dann klassische Versicherungsmathematik ist.
00:58:45: dazu gibt es beim Standardprodukten Ablaufmanagement dass frühzeitig von Aktien in Anleihen umgeschichtet wird, das was du auch gefordert hast.
00:58:55: Also bist du eigentlich mit diesem Altersvorsorgedepot so wie das auch auf der Auszahlungsbasis läuft?
00:59:01: Bist du damit zufrieden?
00:59:03: Ich glaube also grundsätzlich finde ich, dass hier die Bundesregierung einen tollen Schritt gemacht hat und endlich das Thema private Altersversorgung wieder fördert und vor allen Dingen auch das Exposure am Kapitalmarkt.
00:59:16: Das war wirklich, ich fand über viele Jahre liegen gelassen und da haben wir jetzt ein tolles Produkt und das hat viele gute Mechanismen und ist gut durchdacht, viele Vorteile.
00:59:29: Auch in der Endsparfase gibt es gewisse Vorgaben.
00:59:32: also Ich muss über einen langen Zeitraum entnehmen mindestens bis Fünfund Achtzig muss sich sozusagen nen Entnahmeplan haben, der dann entsprechend kontinuierlich auch das Vermögen aufzehrt.
00:59:45: Die Vorgaben vom Gesetzgeber sind relativ wage und moderat, also da gibt es jetzt keine genaue Guidance, mach ich das dynamisch, mach' ich das statisch.
00:59:54: wie viel muss jetzt das Online-Exposure sein?
00:59:57: Das gibt's da alles nicht drin.
00:59:59: Aber
00:59:59: es geht ja schon auch beim freien Altersvorsorgedepot, gehts hier auch schon darauf auf diese Optimierung.
01:00:08: Das deckt sich doch schon sehr mit deinem Lebensanomitätmodell, oder?
01:00:12: Korrekt.
01:00:12: Also das steckt da auf jeden Fall drinne auch wenn es nicht explizit genannt ist.
01:00:16: aber es ist sozusagen ein Mindestalter von fünfundundachzig vorgesehen.
01:00:21: bis dahin muss der Entnahmeplan laufen.
01:00:25: Das macht aus meiner Sicht eben Sinn mit einem Dynamischen und dann könnte ich auch das mit der Lebenszeit-Anbietät eben kombinieren.
01:00:32: Das kann ich ja auch auf neunzig oder fünfundneunzig ziehen, und dann eben idealerweise habe ich danach ersten Versicherungsprodukt – das wäre für mich das Optimalste!
01:00:39: Also ein gutes Produkt bin absolut gespannt wie es ankommt, wie es umgesetzt wird und ich bin sicher dass eben da für die Entnahmephase, sich das Ganze noch entwickeln wird.
01:00:50: Also da fangen wir ja jetzt erst an und jetzt müssen erstmal alle sehen dass sie irgendwie am Start kommen mit ihren Produkten.
01:00:56: aber ich bin sicher auch, dass Thema Entnahmpfase wird kontinuierlich weiter wachsen und optimiert werden.
01:01:02: Aber
01:01:02: für diejenigen die dann vielleicht noch ein paar Jahre die Förderung mitnehmen wollen ist das Thema Entnahme ja dann auch schon bisschen näher Und es gibt ja auch reine Entnahme Möglichkeiten, das sind dann diese Spezialstrukturen.
01:01:15: Da ist also auch noch einiges dann entsprechend zu tun.
01:01:18: Jetzt haben wir über einen Thema so gar nicht gesprochen und zwar die Steuern.
01:01:22: Die fallen ja auch natürlich immer an beim Altersvorsorge-Depot.
01:01:27: es ist einfach auf den Standardbetrag muss halt die gesamte Auszahlung auf dem geförderten Betrag versteuert werden ansonsten wenn man Überzahlt hat muss man halt mit dem Halbeinkünfteverfahren den Erdrachsanteil versteuern.
01:01:42: Wie ist es, wenn ich jetzt so mit meinem Vermögen mal in die Zukunft schaue was ich mir leisten kann als Auszahlung?
01:01:53: Inwieweit muss sich da nettoreal rechnen bzw.
01:01:58: inwieweit kann ich das auch?
01:02:00: Weil ich kenne meinen künftigen Steuersatz nicht bin ich in der Entnahmephase bin Ich kann davon ausgehen er wird deutlich geringer sein.
01:02:11: Und wenn wir einfach mal gucken, also was sich in den letzten zwanzig, fünfzwanzig Jahren getan hat im deutschen Steuerrecht mit halb-einkünfte Verfahren, teileinkünftepfaren, Abgeltungssteuer-, Investmentsteuersetz vor Abpauschale, Altersvorsorgedepot, Spekulationsrustaten, weil übrigens auch mal nach zwölf Monaten bei allem Störfreien.
01:02:32: Da war das einfach so.
01:02:33: Kann man diesen Faktor steuern?
01:02:36: Weil die Frage kommt auf jeden Fall zu diesem Podcast und sie kommt zurecht.
01:02:40: Kann man diesen Faktor steuern?
01:02:42: Seriös irgendwie reinbringen, sollte man das machen, irgendwie mit so einer Pauschale dass man sagt komm geht davon aus ein Drittel nimmt sich am Ende Ederstaat.
01:02:52: oder muss man sagen man rechnet alles brutto und muss es im Hinterkopf halten ist weniger.
01:02:57: Also das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt.
01:02:59: und tatsächlich sowohl die ganzen Studien in den USA als auch alles was es bisher gibt Rechnet eben nicht mit Steuern.
01:03:07: Und das ist auch schwer, weil auch da Stoch an dem Nebel ... Ich hab wenig Informationen wie sich Steueren in Zukunft entwickeln.
01:03:14: aber man könnte ja zumindest ... Das
01:03:15: wissen die Politiker ja selber nicht!
01:03:17: Also dass sie steigen sollen...
01:03:19: Aber ich kann zumindestens mit dem was wir heute wissen und was wir haben an Steuergesetzgebung damit könnte ich rechnen.
01:03:28: Das ist eines der Themen, die wir uns auch vorgenommen haben.
01:03:31: Das ist sozusagen unser nächster Schritt.
01:03:34: also wir haben jetzt ein tolles Rechenmodul aufgebaut wo wir erst mal Brutto rechnen und das funktioniert sehr gut ist sehr stabil und da können wir wirklich alle Szenarien von vorne bis hinten berechnen.
01:03:47: Jetzt als Nächstes setzen wir an das Thema Steuer und ich möchte wirklich eigentlich das ist mein Ziel einen Rechner also Entnahmeplanrechner der die verschiedenen Strategien berechnet und das Ganze quasi für einen deutschen Privatanleger nachsteuerlich.
01:04:02: Wo ich wirklich mal rechnen kann, was heißt denn dann auch in der Nachsteuerbetrachtung?
01:04:06: Was kann ich da wirklich entnehmen?
01:04:07: Weil im Moment können wir alle nur rechnern, was kann ich entnehmen?
01:04:12: aber Brutto-Betrachtungen.
01:04:13: Es ist immer noch keine Netto-Betrachtung, was verkaufe ich dann?
01:04:16: Aber was von meinem Verkauf dann netto übrig bleibt... Selbst wenn ich jetzt richtig mache mit dem FIFO-Prinzip, haben wir ja gesagt.
01:04:24: Da müsste sich erst mal die Ansparphase modellieren und müsste auch wieder orakel.
01:04:30: Das kann man dann machen, wenn das Vermögen entsprechend kurz vor dem eintrittenden Ruhestand schon da ist, dann kann man die Töpfe ein bisschen besser abstimmen.
01:04:38: Es bleibt viel Modellierung.
01:04:40: deswegen fragte ich mich wegen Einfachheit ob man nicht einfach sagt hier kommen
01:04:44: Also die Faktor...
01:04:46: Daumen drüber.
01:04:47: Steuern muss man zahlen, ob es ein Drittel ist oder einen Ticken wenige?
01:04:51: Wir haben ja den schönen Vorteil dass wir häufig eine hohe Aktienquote haben.
01:04:55: Siebzig Prozent hab ich angesprochen.
01:04:57: irgendwie sagt das
01:04:58: ist
01:04:59: so und da haben wir schon wieder Teilfreistellung also nur siebzig prozent der Erträge sind zu versteuern.
01:05:04: dann haben wir in Deutschland recht einfach aktuelle Gesetzgebung, nämlich Kapital der Tragsteuer für mehr als zwanzig Prozent.
01:05:10: Plus Soli plus gegebenenfalls Kirchensteuer also sechsundzwanzig Komma irgendwas.
01:05:13: Hoffen wir
01:05:13: das so bleibt?
01:05:14: Also wenn ich das jetzt nehme dann ist es ein bisschen weniger als ein Drittel.
01:05:19: aber da geht auf jeden Fall noch ein guter Teil auch an Steuern ab.
01:05:23: und das kann nicht mit diesem FIVO-Prinzip wenn ich optimiere ein bisschen nach hinten verschieben dass sich am Anfang eben mehr aus den Wertpapieren entnehme die wenig Kurs gewinnen Aufgelaufen, wo wenig Kursgewinn aufgelaufen ist.
01:05:38: Aber nach hinten heraus irgendwann komme ich ja dahin und muss dann auch die Steuern bezahlen oder die Wertpapierverkauf mit hohem Kurs gewinnen.
01:05:46: Und dann muss sich auch Steueren zahlen und da bleibt dann nach dem Verkauf nicht mehr ganz so
01:05:49: viel übrig.
01:05:50: Ja, ich freue mich jedenfalls wenn da weitere Tools von euch kommen.
01:05:53: Ich glaube es ist ein extrem wichtiges Thema vielleicht auch was diese Sensibilisierung dafür angeht weil manche Menschen sagen ja na im Alter brauche ich weniger Kapital kalkulieren vielleicht ihren Bedarf Ein bisschen zu gering, weil der Bedarf kann ja relativ schnell sehr groß werden über Gesundheitskosten sprechen.
01:06:09: Über Pflegekosten auch das ist ja ein Thema was man vielleicht in diese Kalkulation dann mit einfließen lassen muss.
01:06:16: wie bewertet man beispielsweise das Risiko dass man dann am Ende, weil man es sich vielleicht auch leisten kann und leisten will zusätzlich was abzieht aus dem Vermögen um eine bessere als die von der gesetzlichen Pflegefersicherung oder sonstigen Töpfen ermöglichte Pflegesituationen zu haben.
01:06:34: Also das sind wirklich Themen, die sind dann nicht mehr nur Finanzplanung, sondern auch Lebensplanung.
01:06:40: Deswegen zum Abschluss weil viele unserer Hörerinnen und Hörern ja noch mitten in der Vermögensaufbauphase stecken, wobei können wir es auch anhand der Zuschriften sagen du bist ja nicht ohne Grund hier, du bist ein Wunschkandidat.
01:06:56: Es gibt viele, die genau in dem Stadium sind, wo sie sagen ah, gibt's eigentlich schon irgendetwas im Vorfeld auch so für die heute dreißig oder vierzigjährigen, was sie beachten müssen um für die Endsparphase schon mal optimal gerüstet zu sein.
01:07:14: Was wäre da so ein kleines Take-away?
01:07:18: Als kleines take away.
01:07:19: ich glaube das kam eben schon ein bisschen raus.
01:07:22: Ich bin für die endsparfase in großer Fan von breitdiversifizierten Fonds oder ETF Strukturen und nicht von Einzelaktien.
01:07:29: Das kann ich viel besser ansteuern, dann auch in einem Entname-Konzept wo ich sage jetzt gibt es beispielsweise Aktien die sind gefallen.
01:07:38: Ich entnehme also aus meinem Online Topf ja das kann ich eben viel besser mit breit gestreuten Fonds und ETFs und nicht mit Einzelaktien.
01:07:47: Mit Einzelakzien entsprechend mehr
01:07:49: Aufwand?
01:07:50: Genau ist deutlich mehr Aufwand das eine vernünftige Struktur zu bringen.
01:07:55: Wo entnehme ich jetzt raus, aus welcher Einzelaktion?
01:07:57: Ist was anders bei der Dividendenstrategie.
01:07:59: Wenn ich sage das läuft einfach alles so und ich lebe von den Dividendern aber wenn es um eine echte Entnahme und vielleicht sogar Kapitalverzehr geht wo ich sag Ich möchte da auch sukzessive etwas mehr entnehmen so dass am Ende vielleicht nur noch nach dreißig Jahren hunderttausend übrig sind dann fällt mir das mit ETFs deutlich einfacher zu berechnen, zu kalkulieren und dann auch umzusetzen als mit einem ich sag mal reinen Aktienportfolio.
01:08:24: Das zweite, ich hatte es auch schon gesagt ist das Thema Anleihen.
01:08:29: Das sollte jeder auf der Agenda haben und spätestens zehn Jahre vorher beginnen diesen Anleihe-Bucket, diesen zusätzlichen Puffer einfach aufzubauen.
01:08:40: weil egal ob ich das dann in einem Meertopfmodell mache oder ob ich sage Ich habe einfach meine siebzig dreißig Gewichtung und entnehme vielleicht trotzdem immer aus dem übergewichtigen Asset.
01:08:49: Und das sind ja Möglichkeiten die ich habe.
01:08:52: Ich muss erst mal aufbauen.
01:08:53: Ich brauche dieses Online-Exposure und wenn ich das nicht habe, dann fahre ich eben sehr heißen Reifen weil genau wenn ich in meine Entnahmephase eintrete kommt vielleicht – wir wissen es ja alle nicht – der große und langanhaltende Crash und dann hab' ich eben schnell meine Substanz um dreißig vierzigfünfzig Prozent geschmälert und das möchte man eigentlich
01:09:11: vermeiden.".
01:09:11: Markus vielen Dank für deine Ausführungen.
01:09:15: ein wirklich großes Thema!
01:09:17: dass wir uns heute vorgenommen haben, das man natürlich in einer Stunde nicht erschöpfend beackern kann.
01:09:23: Aber ich glaube es ist ganz gut gelungen so... Die Sensibilisierung für die wesentlichen Herausforderungen beim Entsparen mal voranzutreiben und wir werden uns sicherlich nicht das letzte Mal gesehen haben.
01:09:34: Vielen Dank auch dir, dass du mit dabei warst.
01:09:37: wenn es dir gefallen hat dann sagst doch gerne weiter gib uns Sterne gibt einen Daumen nach oben lasse ein Abo da ja und erzähle doch gerne mal wie sind denn deine eigenen Überlegungen zum Thema entsparen vier Prozent Regel oder Dividende?
01:09:55: doch dynamisch oder vielleicht bist du ja auch schon mittendrin dabei, vom Vermögen zu leben.
01:10:02: Deine Berichte interessieren mich denn dann weiß ich genau was ich in den nächsten Podcasts zu diesem Thema nochmal ein bisschen mehr abklopfen kann und auch ansonsten natürlich... Ich freue mich immer über Anregungen wenn wir als nächstes einladen sollen welche Themen wie uns vornehmen sollen.
01:10:17: schreib uns gerne an podcast adscalable.capital.
01:10:24: Das war's für heute.
01:10:26: Vielen Dank, dass du dabei warst und tschüss aus Berlin!
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