Otto: Besteht der E-Commerce-Gigant gegen Amazon & Temu? | Asset Class #71
Shownotes
Die dicken Kataloge sind verschwunden, doch die Otto Group steht heute als E-Commerce-Gigant mit 13,8 Milliarden Euro Umsatz da. Christian W. Röhl spricht mit Katy Roewer, Vorständin für Finanzen, Controlling und Personal. Sie gibt in dieser Folge exklusive Einblicke in die Transformation eines Familienunternehmens. Katy Roewer erklärt, wie sich der traditionsreiche Versandhändler gegen Giganten wie Amazon und aggressive Player wie Temu behauptet. Außerdem: Wie KI-Agenten künftig unsere Einkäufe erledigen und wie sie selbst es als Führungskraft geschafft hat, eine Vorstandskarriere in Teilzeit mit dem Familienleben zu vereinbaren.
Erwähnte Aktien aus der Folge im Scalable Broker: Amazon (US0231351067): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=US0231351067 Pinduoduo ADR (US7223041028): https://de.scalable.capital/broker/security?isin=US7223041028
Kapitalanlagen bergen Risiken. Keine Anlageberatung.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sind schon so oft totgesagt gewesen.
00:00:02: Tausend Seiten dick diese Kataloge, zwei Kilo schwer.
00:00:05: Albtraum eines jeden Postboots.
00:00:07: Explizit kein Kuschelkurs weil wir machen ja auch Restrukturierung.
00:00:11: Wir treffen auch sehr harte Entscheidungen.
00:00:13: am verletzten fand ich von der Frau mal als Rabenmutter bezeichnet zu werden.
00:00:18: Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
00:00:20: Kapitalanlagen bergen Risiken.
00:00:23: Du entscheidest in was du investierst.
00:00:31: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
00:00:37: Ich bin Christian Weröl und heute habe ich für dich den deutschen E-Commerce Giganten!
00:00:44: Dreizehn Komma acht Milliarden Euro Umsatz mehr als zwanzig Millionen Artikel auf über hundert Plattformen weltweit über vierzig Millionen Kundinnen und Kunden – und dazu ein ikonischer Claim Otto, finde ich gut.
00:01:00: Wie ein familiengeführter Versandhändler gegen Amazon-Themu und Co.
00:01:05: bestehen kann – was die jüngsten Ottozahlen über Verbraucherstimmung im Land verraten?
00:01:11: Wann KI unsere Einkäufe
00:01:13: erledigt?!
00:01:14: Und wie eine Topmanagerin ihren Arbeitsalltag organisiert!
00:01:19: Das und mehr jetzt in Gespräch mit Kathi Röwer im Konzernvorstand der Otto-Group verantwortlich für Finanzen, Kontrolling und Personal.
00:01:28: Herzlich willkommen bei Essel Klasskathie!
00:01:30: Ja vielen Dank und ich freue mich sehr und bedanke mich für die Einladung.
00:01:34: Die Kataloge, Karstadt, Kaufhof, Horten, Quelle – alles weg?
00:01:39: Nur Otto.
00:01:40: Otto gibt's noch immer.
00:01:41: Was habt ihr?
00:01:42: besser gemacht als die anderen?
00:01:44: Ja, das hat ja eine Rupzion der gesamten damals Versandhandelsbranche gegeben.
00:01:48: Die hat in den Neunzigern schon angefangen und hat dann so Mitte der Zweitausender ihren Höhepunkt erreicht.
00:01:54: und ich glaube was Otto schon immer gut gemacht hat und das fing schon vor E-Commerce an Visionär an die Zukunft zu denken.
00:02:03: Da war Michael Otto mit Sicherheit auch jemand, der Ideen gegeben hat und der Vision gehabt hat.
00:02:10: Das hat sich eigentlich immer im Management von Otto und den einzelnen Firmen in der Gruppe wieder gezeigt.
00:02:17: Und da kontinuierlich dranzuleiben ... Es fing tatsächlich an mit einer CD-ROM.
00:02:21: Diese tausend Seiten gab es dann irgendwann auf eine CD- Romm bestellbar.
00:02:27: Die war jetzt nicht der Erfolg!
00:02:29: Für die Jüngeren unter euch, das sind diese kleinen Silverscheiben.
00:02:32: Ja genau!
00:02:33: Die Scheiblatten kommen zurück, die nicht ne?
00:02:37: Und dann ist Otto Mitte der Neunziger ja auch mit einem eigenen Online-Shop relativ früh dran gewesen für die Branche... und hat den Weg sehr, sehr konsequent beschritten.
00:02:47: Und auch den Punkt geschafft wo es dann irgendwann kippte dass der Online-Anteil stieg weil das E-Commerce Wachstum stark war und man das Geschäftsmodell dann auch vollständig auf neue Logiken, neue Steuerungslogiken auch auf neues Kundenverhalten im E-Commmerce ausrichten musste.
00:03:06: Zusammengefasst heißt es einfach zu dem richtigen Zeit die Zeichen der Zeit erkennen einen Glauben dafür zu entwickeln, der nicht naiv ist und dann konsequent in einer strategischen Umsetzung bleiben.
00:03:18: Ja, das hört sich jetzt ganz gut an.
00:03:19: Das ist auch so ein bisschen unter Unternehmensberatung könnte auch von McKinsey kommen.
00:03:24: Das Schöne ist dass du es ja wirklich aktiv mitgestaltet hast.
00:03:28: Du bist seit zwei Tausend Eins bei Otto und wenn wir jetzt über diese ganze Transformation heute sprechen, über das was Otto mal war um was Otto heute isst dann ist das eben bei dir nicht nur aus irgendwelchen Schieds zusammenklappaut hat sondern du hast es selber miterlebt!
00:03:45: mitgestaltet.
00:03:46: Aber bevor wir da hinkommen, was vielleicht auch besondere Vorteile von Otto führt.
00:03:52: Diese Transformation waren gerade auch aus der Gesellschaft, das Struktur.
00:03:56: Lass uns doch erst mal klären nachdem wir gerade den Einstieg hatten über den Versandhandel was Otto eigentlich denn ist.
00:04:04: weil ich habe am Anfang ja ganz bewusst gesagt du bist Konzernvorständin der Otto-Grupp und nicht einfach CFO von Otto nennen.
00:04:12: da gibt es hier einen Unterschied.
00:04:14: die Otto-Group is deutlich mehr als Otto beziehungsweise Otto.de.
00:04:19: Ja, die Otto-Gruppe war und ist mehr.
00:04:21: Wir sind eine weltweit agierende Gruppe und wir sind in mehreren Segmenten organisiert.
00:04:27: Er wirtschaften über die gesamte Gruppe dreizehn Komma acht Milliarden Umsatz.
00:04:31: Das waren im Vorjahr noch fünfzehn Milliarden.
00:04:35: Wie man sicherlich mitbekommen hat haben wir unseren Anteil an about you verkauft an Zalando.
00:04:39: das macht ungefähr eine Milliarde aus.
00:04:41: Da haben wir als Barsianer natürlich mit bekommen und ja vor allem die Zeit davor eher mit Schrecken.
00:04:48: aber Deswegen fehlt ein bisschen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.
00:04:53: Das ist weg, was noch da?
00:04:55: Genau.
00:04:57: Wir haben das Plattformsegment geprägt durch die Plattform Otto mit einem sehr relevanten Umsatz von fünf Komma sechs Milliarden auf Segmentebene.
00:05:06: Da sind noch Anteiler von About You in diesem Jahr drin.
00:05:09: Dann haben wir das Segment Marken.
00:05:11: Das ist vielleicht ganz interessant.
00:05:12: Da gruppieren wir international tätige vertikale Konzepte und Produktmarken.
00:05:17: In Deutschland und Europa sind es die Wittgruppe und die Bombrigruppe also zwei Textilmarken.
00:05:23: Und in den USA haben wir eine große Marke, die heißt Creighton Barrel.
00:05:27: Das ist ein Lifestyle- und Livingformat ... Also
00:05:31: Möbel-, Dekoartikel?
00:05:32: Genau,
00:05:33: alles dazu.
00:05:33: Also
00:05:33: so ne Männerhülle?
00:05:35: Nee, also für Männer was.
00:05:36: Ja!
00:05:37: Da gibt's auch richtige Sachen für Männer.
00:05:39: Okay... Die verkaufen über Stationärgeschäfte um den USA und in Kanada.
00:05:46: Aber auch über einen starken Ecommerceanteil.
00:05:49: Sehr profilierte Marke im gehobeneren Segment.
00:05:52: Logistik
00:05:53: ist auch ein wichtiges Thema.
00:05:54: Irgendwie muss die Ware zum Kunden und das macht ihr teilweise selbst.
00:05:57: Das machen wir selber, wir betreiben eigene Läger in Deutschland und in Polen und auch in Tschechien und in Italien haben wir noch was und wir haben aber auch die Herms-Germany.
00:06:08: da hatten wir bis zum Ende letzten Jahres einen weiteren Anteilseigner drin, Advent International hatte einen Minderheitsanteil den haben wir zurückgekauft.
00:06:17: jetzt gehören sie wie uns wieder ganz die stellen die Pakete zu Hause dazu.
00:06:22: Also wenn der Hermes Boote klingelt, dann hat man auch was mit der Autogruppe zu tun.
00:06:26: Egal ob das Paket jetzt aus dem Autoshop ist oder aus dem Franconiashop?
00:06:30: Ja aber auch von jemand anders.
00:06:33: Also Herms Germany ist ja am Markt auch präsentiert.
00:06:37: Das Drittgeschäft spielt schon eine große Rolle da.
00:06:39: Nicht Börsenotiert muss man immer schön auf den AXON achten.
00:06:42: Dann ist es nämlich RMS.
00:06:44: Es ist ein
00:06:45: bisschen etwas anderes als RMS.
00:06:47: also das ist im Grunde die komplette Supply Chain um die Nucleus des Versandhandels-Geschäft herumgruppiert wurde.
00:06:56: Genau, die auch zum Teil daraus entstanden ist und woraus sich dann eigene Geschäftsmodelle entwickelt haben.
00:07:02: Also es ist eben z.B.
00:07:03: bei EOS der Fall aber eben auch bei Hermes.
00:07:06: Germany war zuerst der Zusteller für Otto als das mal gegründet wurde und dann hat man festgestellt Mensch da kann man auch Marktgeschäft mitgenerieren.
00:07:17: Ich will die Supply Chain kontrollieren, auch eigene Geschäftsmodelle mit einer eigenen Ertragskraft entwickelt.
00:07:22: Ist ein bisschen wie bei Amazon, die ja viel von ihren Aktivitäten aus dieser Versandhandelstätigkeit entwickelt haben und dann irgendwann zum Technologiekonzern geworden sind weil sie gesehen haben das können Sie auch machen für andere dass was Sie sich selbst machen Jetzt lassen uns nicht über diese einzelnen wirklich Spitzen Geschäftsmodelle sprechen, sondern nochmal über Otto selber.
00:07:51: Weil eigentlich stecken da ja auch zwei Geschäfts-Modelle drin denn ihr habt ja einerseits ja so den quasi Eigenhandel dann nutzt ihr aber eure Marke auch als Plattform weshalb es ja wenn ihr Zahlen rausgebt im Versandhandsgeschäft immer eigentlich zwei Zahlen gibt einerseits denen Umsatz und andererseits den Brotowarenwert des Gross Value.
00:08:18: Vielleicht kannst du das mal ein bisschen abgrenzen, diese beiden.
00:08:21: Genau, Gross Merchandising Value ist es GMV.
00:08:24: kurz gesprochen Das ist der Plattformumsatz.
00:08:26: Das ist quasi das was die Kunden auf der Platform Otto.de shoppen Egal ob sie jetzt beim Händler Otto shoppen oder bei einem Marktplatz Partner.
00:08:36: Und wir haben diesen Marktplatz im Jahr two-tausend zwanzig angefangen live zu stellen, weil wir festgestellt haben.
00:08:44: Im Rahmen unseres was wird eigentlich Otto in der Zukunft sein?
00:08:49: Damals gab es eine Bedrohungslage wie sie aktuell ähnlich formuliert wird das nämlich damals der Kundenzugang für Otto Bedroht war durch das Wachstum nicht nur von Amazon, sondern auch von den großen Technologiekonzern aus den USA.
00:09:05: Sprich Google, Apple, Amazon, Facebook.
00:09:09: und da hatten wir damals Befürchtungen bei Otto dass es uns zunehmend schwieriger gelingen wird im online Kontext die Kunden überhaupt zu erreichen.
00:09:20: Also weil ihr in so viel Zahlen müsst?
00:09:22: Genau, genau.
00:09:23: Es hätte natürlich sein können dass das Geschäftsmodell dadurch schwierig ist und wir haben dann gesagt naja also die Aufmerksamkeitsspanne der Kunden die ist immer geringer.
00:09:33: und damals ging es schon los dass auf den mobilen Endgeräten die Transaktionen deutlich anstiegen und es für Händler immer schwieriger wurde in die Aufmärksamkeit Spanne der Kunden zu kommen wenn sie sich dann eben auch auf Social Media aufhalten oder auf Google suchen.
00:09:50: Das war damals das, was wir analysiert haben und in dem Kontext haben wir gesagt okay wenn wir relevant bleiben wollen?
00:09:57: Wir haben kein Katalog mehr!
00:09:58: Wir sind nur noch e-commerce shop.
00:10:00: Dann müssen wir groß werden.
00:10:02: Das mit eigenen Sortimenten zu schaffen – das Wachstum, das wäre sehr teuer geworden und da hätten wir es nicht geschafft die Relevanz... Da hätten wir die ganze Welt mit Lägern zu bauen müssen, die Relevanz hinzubekommen.
00:10:16: Und dann haben wir gesagt okay da nutzen wir doch die Marke Otto und die Strahlkraft und die Reichweite die sie hat und gehen den Weg den Amazon zugegebenermaßen zu dem Zeitpunkt schon gegangen war und versuchen einen Marktplatz aufzubauen und auch damit in Deutschland zumindestens eine Alternative zur Amazon zu bieten.
00:10:35: Das war ein gewagtes Unterfangen, weil das niemand der Marke Otto, die auch immer noch mit dem verstaubten Katalog Image zu kämpfen hatte, zugetraut hat.
00:10:44: Und mittlerweile sind wir in Unternehmen – also damals waren wir so dreieinhalb Milliarden umsatzgroß – jetzt haben wir einen GMV-Plattformumsatz von siebeneinhalb Mrd bei Otto erreicht.
00:10:54: Zugegebenermaßen über einen gewissen Zeitraum.
00:10:57: Aber der Marktplatz, der funktioniert.
00:11:01: Die Plattform ist relevant – sie ist groß und immer gut positioniert.
00:11:04: Sie ist profitabel!
00:11:06: Und wir haben uns darüber neben dem, dass wir über den Verkauf von Warengeld verdienen eben auch noch zusätzliche Erlösquellen erschlossen wie Advertising Services oder Services die für den Marktplatzpartner angeboten werden.
00:11:19: Was heißt es für euch kulturell?
00:11:21: Weil Otto als klassischer Versandhändler war ja immer so ein bisschen kuratiertes Shopping.
00:11:28: Da habt ihr ja die Auswahl getroffen und damit auch irgendwie mit eurer Marke für gestanden.
00:11:35: Und jetzt kommen die Marktplatzpartner rein, hakt ihr jedes Produkt was sie anbieten ab?
00:11:40: Nein das wird wahrscheinlich zu viel sondern es ist ja auch eine gewisse Verwässerung von diesem kuratierten Ansatz?
00:11:47: Den kuratiertem Ansatz, wie wir ihn von früher kennen, den gibt's nicht mehr.
00:11:52: Erst mal stellen wir ein relevantes Angebot und das soll auch möglichst breit und tief in einzelnen Kategorien sein für die Kunden zur Verfügung.
00:12:03: Ich hab bewusst eben relevant gesagt, nicht das maximale Angebot weil wir wissen dass Kunden schnell überfordert sind und wir schon auch uns irgendwie differenzieren müssen von den anderen großen Marktplätzen.
00:12:18: Und deshalb versuchen wir je nach Kategorie rauszufinden, was ist der richtige Anteil?
00:12:25: Markplatz- und Eigengeschäft?
00:12:27: Es gibt Kategorien wie zum Beispiel Sortimente im Baumarktbereich.
00:12:31: Wir haben ein eigenes starkes Baumarktssegment, das ist aber so reichhaltig – also wenn man jetzt an Schrauben zementet und als Umzeug denkt, das kann man nicht alles selber bewirtschaften.
00:12:40: da gibt es gute Händler und gute Partner die das sehr professionell mit einem guten Kundenerlebnis darstellen können während in anderen Bereichen Beispielsweise im Möbelbereich haben wir auch eigene Marken.
00:12:51: Da ergänzen die Marktplatz-Sortimente unser eigenes Angebot und erweitern aus einer Kundenperspektive den Raum, aus dem sie sich was aussuchen können.
00:13:03: eine Transformation erfolgreich hingekriegt.
00:13:06: Und das ist ja nicht die letzte, sondern es ist ein kompletter, transformativer Prozess über den wir gleich noch sprechen haben.
00:13:12: Du hast gerade was Schönes gesagt, wo's bei mir im Kopf sofort geklingelt hat – wir wollen die Kunden nicht überfordern!
00:13:17: Wir wollen nicht nur über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin, sondern auch über die Kundinnen und Kunden.
00:13:22: Ich kenne das mit diesem Überfordern.
00:13:25: Man sucht ein weißes T-Shirt und dann geht man auf so ne Seite….
00:13:30: ich sag jetzt mal….
00:13:30: Klamotten-Website.
00:13:32: T-Shirt weiß, gibt vielleicht noch einen Rundhaltsv-Ausschnitt?
00:13:36: Dann kann man manchmal noch sagen ja was soll's denn jetzt so ein bisschen eng anliegender sein oder es als regular fit sein oder so ganz loose?
00:13:45: und dann kommen trotzdem irgendwie Tausendsiebzig Produkte.
00:13:49: Wie kann man Kundinnen und Kunden das einfacher machen?
00:13:52: Weil, also ich fühle mich ja dann davon abgeschreckt.
00:13:54: Ja entweder habe ich eine Marke wo ich sowieso sagt naja okay das muss jetzt muss vom Boss sein oder von von Jack & Jones Oder Ich bin halt dann anfällig irgendwo anders zu
00:14:03: kaufen.
00:14:04: so wie also dieses Schatz.
00:14:05: zum Beispiel Das hab' ich eben bei Instagram Eine Anzeige gesehen Von irgendeinem unbekannten Label So Direct Marketing und sagt oh Mensch kommt es klingt ganz gut mit Informen Und sowas bestellste.
00:14:16: mal eins hat mir gefallen von den Dingern bestellt.
00:14:19: Aber wie könnt ihr das einfacher machen?
00:14:22: Das!
00:14:23: geht jetzt auf ein neues Level, indem wir über die KI-Funktionalitäten ganz neue Möglichkeiten haben diesen Beratungsansatz ganz anders zu denken und die Kunden in ihrer Customer Journey wo auch immer sie gerade stehen unterschiedlich abzuholen.
00:14:37: Also das hat in der Vergangenheit ja im Wesentlichen irgendwie über Filter funktioniert, indem gute Filter haben aber eben auch inspirative Angebote oder inspirative Einstiegszeiten kampanieren ist ein ganz wesentliches Element.
00:14:49: also wenn es wetterwarm ist dann macht man Kampagnen in denen man bestimmte Produkte gemeinsam auch mit Marktplatzpartnern in den Vordergrund stellt.
00:14:57: Und diese Produkte bekommen dann auch am meisten Traffic.
00:15:00: und letztendlich im Browserverhalten der einzelnen Kunden gibt es immer wieder Ansatzpunkte, wo sie entweder kurz vorm Kauf sind oder wo man da nochmal... Alternative Artikel anbieten kann, um dann quasi so ein bisschen mit ihnen im Dialog zu sein.
00:15:17: Der echte Dialog findet jetzt statt durch die KI, die uns da wirklich eine andere Möglichkeit bietet.
00:15:21: Aber
00:15:21: wirklich was haben werde ich ja davon?
00:15:23: nur wenn so meine Customer Journey wieder so schön heißt auch bei Otto dokumentiert ist.
00:15:29: Ja, weil ihr müsst ja wissen was ich in der Vergangenheit gekauft habe.
00:15:33: also wenn ich jetzt seit zehn Jahren Kunde bin und klar ist es ich hab meistens Tayete Shirts gekauft dann würde die KI mir wahrscheinlich da entsprechende vorschlagen?
00:15:44: Ja genau das Vorschlagswesen das ist schon heute möglich.
00:15:47: das ist ja schon lange möglich.
00:15:49: meine Einstiegsseite auf Otto.de sieht anders aus als deine Wahrscheinlichkeit.
00:15:52: Aber
00:15:53: wo kommt jetzt der Vorteil von KI gegenüber diesen
00:15:59: Ja.
00:15:59: Also es sind ja die Agenten in aller Munde und Wettbewerber von uns setzen sie auch schon ein, Amazon hat den Rufus und die großen Suchmaschinen haben ihre KI suchen und was Otto jetzt eingeführt hat ist eine KI.
00:16:15: das war erst ne Produktsuche und jetzt seit ich glaube ein paar Tagen ist es auch möglich dass sich mit Sprache interagieren kann also nicht tippeln muss sondern reinsprechen kann antwortet, so wie bei den großen KI-Bots.
00:16:29: Und da kann ich in natürlicher Sprache mit der KI interagieren.
00:16:36: auf Otto.de und das fing an mit Matratzen.
00:16:40: Das ist immer ein gutes Beispiel weil Matratz sind fürchterlich zu kaufen und fürchterlos zu verkaufen im eCommerce weil es so viele unterschiedliche Matratzen gibt und so viele bedürfnisse von Kunden.
00:16:50: Ja,
00:16:50: du musst eine ganze Menge mit dem Kunden arbeiten!
00:16:53: Und dann hast du den Kundenbearbeiter, aber du kannst zehn Jahre kein Folgegeschäft für Matratze mehr mit ihm machen?
00:16:59: Weil die Deutschen liegen ja zehn Jahre auf ihrem Matratz.
00:17:01: Du
00:17:01: kannst dann noch Bettwäsche verkaufen und Toppa und alles Mögliche.
00:17:09: Wir haben mit einem komplexen Produkt angefangen diesen KI-Agenten zu entwickeln der auf auto.de live ist.
00:17:15: Wenn man in die App geht, dann ist da so ein lilanes Fenster unten.
00:17:18: Und ich weiß jetzt gar nicht genau, wie das heißt.
00:17:21: Aber sprich mit mir oder so.
00:17:23: und dann sagst du, ich möchte gerne eine Matratze kaufen für meinen Sohn.
00:17:27: Meiner ist zwölf Jahre.
00:17:28: Ich habe gerade eine gekauft, deswegen weiß ich das.
00:17:31: Sie soll nicht zu hart und nicht zu weich sein.
00:17:35: Und ich bin völlig überfordert, welche Matratzer ich daneben soll.
00:17:39: Dann wirst Du durchgeleitet, so wie man es von ChatGBT oder Geminal kennt.
00:17:44: Dann werden nochmal paar Fragen gestellt, dann wird ne erste Auswahl... dann sagst du nie, das gefällt mir nicht.
00:17:50: Dann kannst du nicht nur was anderes und nachdem der Case mit der Matratze funktioniert hat unter vernünftige Kauferlebnisse rauskamen die dann auch konvertiert haben, das haben wir dann mit Kunden auch getestet haben wir jetzt den nächsten Schritt gemacht und das sukzessive auf mehr Kategorien ausgeweitet.
00:18:06: Und also mittlerweile, ich habe probiert es immer mal aus weil am Anfang war das schon schräg was da an Ergebnissen raus kamen.
00:18:14: Jetzt mittlerweile kommen sehr gute Erlebnisse heraus spielen uns auch die Kunden zurück und die Kaufquote Die kann man ja dann hart messen.
00:18:21: Also das eine ist was fragt man die Kunden qualitativ Das andere ist kaufen sie wirklich aus diesem Prozess?
00:18:27: Die ist gut.
00:18:28: Also die Leute kaufen mehr und sie kaufen, also kaufen mehr ist im Sinne von da werden dann auch Alternativprodukte oder ein höherwertigeres Produkt angezeigt Und sie kaufen aber auch häufiger.
00:18:41: wenn Sie mit diesem Assistenten interagiert haben und das ist dadurch dass der jetzt auch sprechen kann fühlt sich das und die KI entwickelt sich ja so wahnsinnig schnell weiter fühlt es sich das mittlerweile tatsächlich so an als wenn du mit einem Menschen sprichst
00:18:54: Also da haben wir nicht nur einen Produktivitätsfortschritt durch die KI, sondern wir haben tatsächlich Wachstum durch die
00:18:59: K.I.,
00:18:59: das ist ja das was ...
00:19:00: Ja, das erhoffen wir uns
00:19:02: auch.
00:19:02: Tatsächlich wünschen.
00:19:04: Thema Wachsstum, das sind wir eigentlich jetzt so bei den Zahlen und die habt ihr vorgelegt für das Jahr zwanzig, fünfundzwanzig Und über Umsätze haben wir schon gesprochen.
00:19:16: Das war, würde ich mal sagen, robust, unspektakulär wenn man diesen About You-Effekt rausrecht.
00:19:23: Spektakulär war eure Gewinnentwicklung.
00:19:26: Ihr habt das e-Bit mehr als verdoppelt, sixhundert und vierzig Millionen Euro sind hängen geblieben.
00:19:32: Was ist da passiert?
00:19:34: Da ist viel passiert!
00:19:35: Teil ist auf das zurückzuführen, worüber wir eben gerade gesprochen haben.
00:19:39: Dass Otto nach den letzten Jahren die auch investiv waren in der Transformationsphase und diese Plattformen, die wir gebaut haben Geld verdient.
00:19:50: Also Otto ist letztes Jahr zum Ende des letzten Geschäftsjahres also vor anderthalb Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt den Gewinn deutlich ausgebaut.
00:20:01: Das ist ein Grund, der andere Grund ist und das ist relevant also bei sieben halben Milliarden GM wieder bleibt schon was hängen.
00:20:08: Und der zweite Punkt ist wir haben mit Creighton Barrel in den USA ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell dass es geschafft hat in diesen ganzen Zollturbulenzen und Inflation geht hoch und Unsicherheit und Beschaffungsmärkte sind dicht und dann sind Sie doch wieder offen!
00:20:25: Dann sind da wieder andere Zölle Handelbüchen, was da letztes Jahr passiert ist.
00:20:30: Haben die das geschafft leicht zu wachsen und trotz dieser Umstände ihr Ergebnis erheblich auszubauen?
00:20:38: Also operativ weil sie am Produkt gearbeitet haben, weil sie an der Supply Chain gearbeitet weil sie Kerne Arbeit gemacht haben.
00:20:46: Das gehört bei Auto dazu und das gehört bei Crater Barrel dazu, die dritte starke Ergebnis-Säule, die auch noch mal wachsen konnte sind unsere Financial Services, die EOS Gruppe, die schon seit Jahren hohe Ergebnisse liefert und eben diese auch nochmal leicht steigern konnte so dass in Summe dadurch dieser große Fortschritt entstanden ist.
00:21:06: Man muss dazusagen es gibt einen Sondereffekt wieder zurückgeholt haben, in den Konzernen vollkonsolidiert haben.
00:21:12: Da ist ein Sondereffekt von knapp zwei Hundert Millionen entstanden und wenn man das alles rausrechnet – wir haben auch Restrukturierungsaufwendungen – dann ist ein Großteil dieses Ergebnisfortritts tatsächlich operativ bedingt also echter operativer Fortschritt.
00:21:24: Jetzt hast du gerade schon so diese Makrollage angesprochen und ihr habt ja nun wirklich direkt den Draht zum Verbraucher seit diesem B to C-Geschäft und natürlich ist seit international aufgestellt.
00:21:36: ich glaube einen über ein Drittel vom Geschäft ist global nicht in Deutschland, aber Deutschland ist euer Schwerpunktmarkt.
00:21:45: Was sind denn so eure Eindrücke momentan zur Stimmung der Verbraucher im Land zum Konsumklima?
00:21:53: Es wird ja viel über diese Dauerkrise gesprochen – vier Jahre Rezession!
00:21:59: Inflation nach wie vor ein Thema.
00:22:02: Merkt ihr das auch an diesen strukturellen Verschiebungen im Verbraucherverhalten?
00:22:06: oder ist es häufig sehr viel Doomscrolling und die Lage beim Verbrauchern ist gar nicht so schlimm, wie manche Medien uns das glauben machen wollen?
00:22:14: Ja also effektiv ist es ja so dass die Verbraucharstimmung nicht gut ist Aber sie ist kausal nicht immer mit den makroökonomischen Daten zusammenhängt.
00:22:23: Und wir sehen schon ja auch, wenn man sich die Daten anguckt, dass wir aufgrund der Unsicherheit, die viele Verbraucher haben, die Konsumneigung zurückgeht und gleichzeitig aber die Sparkote hoch geht für bessere Zeiten vorsorgen.
00:22:38: Wenn man sich das dann auf das Konsumverhalten im Handel überträgt, kommt zusätzlich noch dazu, Das hat sich dann verschärft als Herr Trump in den USA oder die US-amerikanische Administration.
00:22:54: In den USA das Wachstum von den asiatischen Playern eingedämmt hat, da haben sie ja eine starke Bewegung in Europa erlebt.
00:23:04: und das haben wir hier in Deutschland auch sehr stark zu spüren bekommen durch das massive Wachström von Themen und Schäien.
00:23:09: Und das hat dazu geführt, dass auf eine verunsicherte Verbraucherstimmung die dazu führt, dass sie Leute ihr Geld zusammenhalten.
00:23:14: Dass sie weniger shoppen und vor allem preisgünstiger einkaufen also wir haben so ein Down Trading erlebt, dass dieser Effekt noch mal verstärkt wurde durch ein aggressives Wettbewerbsverhalten und darauf muss man dann ja reagieren.
00:23:26: Wir erleben einen großen Druck insbesondere in preissensitiven Sortimenten und wir erleben das sehr stark v.a im Textilbereich.
00:23:37: Also wir haben eine Marke, das ist Bompri.
00:23:38: Das ist die Bomprikruppe – das sagt der Name schon als Bomprie – gute Preise.
00:23:43: Die verkaufen Textilien zu niedrig preisen es so in einer Positionierung ein bisschen wie H&M und diese sind durch die aktuelle Situation extrem unter Druck geraten und haben mächtig mit dem Preiskampf zu kämpfen und haben vor allem die Herausforderung den Konsumenten deutlich zu machen dass was ihr bei uns kriegt vielleicht ein paar Euro teurer, aber das hat auch einen Wert dahinter stehen.
00:24:05: Das hält
00:24:05: etwas länger als eine Wäsche?
00:24:07: Ja und das ist natürlich wahnsinnig schwer.
00:24:10: wenn Menschen Angst haben dass sie morgen keinen Job mehr haben oder dass das Geld nicht reicht dann zu sagen okay dann nimm halt was wertigeres.
00:24:16: also wir sind trotzdem aber im niedrig preissegnet.
00:24:18: Aber
00:24:19: den Preiskampf könnt ihr nicht mitgehen?
00:24:21: Also in der Größenordnung
00:24:23: nein.
00:24:25: Völlig unmöglich auch mit Bezugsquellen aus Asien funktioniert nicht.
00:24:30: Glaubt ihr Unternehmen in Deutschland das eigenständig hinkriegen können oder braucht es da regulatorische Maßnahmen, so wie Amerika eben auch die Zollmauern hochgezogen hat?
00:24:42: und dann haben sich halt die chinesischen Unternehmen vor allen Dingen Europa entladen mit ihren gewaltigen Kapazitäten.
00:24:48: Müssen wir auch irgendwie solche Mindestgebühren für Pakete einführen?
00:24:53: brauchen wir da entsprechende Zölle?
00:24:55: Wie ist eure Position?
00:24:57: Ich würde gerne ein bisschen zweigeteilt darauf antworten.
00:25:00: Ich glaube, dass es schon wichtig ist, Märkte dichtmachen und Schotten hoch.
00:25:03: Das funktioniert vielleicht für eine gewisse Zeit aber das ist in den seltensten Fällen ne ganz dauerhafte Lösung.
00:25:11: Und ich persönlich glaube auch, dass wir die Globalisierung nicht adaktweit legen sollten.
00:25:19: Das ist meine persönliche und unsere Gruphaltung feste Überzeugung.
00:25:23: Wir haben kein Problem mit neuen Wettbewerbern.
00:25:26: Der Handel ist schon so viele Disruptionen unterlegen und wir hatten das Wachstum der Discounter, ja auch beispielsweise in der Lebensmittelbranche.
00:25:37: Preiskampf gab es schon immer und das ist ein Element des Handels.
00:25:40: Das Wichtige ist... dass die Player, die auf den Märkten aktiv sind, die gleichen Rahmenbedingungen haben.
00:25:46: Dass wir die gleichen Zölle zahlen und Gebührenzahlen, dass wir die gleiche Anforderung an Regulatorik oder Produktsicherheit, an Qualität haben ... Und dass wir damit in Summe die gleichen Wettbewerbsbedingung haben.
00:25:58: Dann ist es natürlich ein Kampf darum, wer macht das beste Angebot?
00:26:02: Mit dem Wettbetrieb haben wir kein Problem!
00:26:04: Es geht um das Level-Playing-Field, oder was?
00:26:06: Wenn natürlich
00:26:06: schwierig den Chinesen klar zu machen, ihr müsst jetzt die deutschen Arbeitsschutzstandards ... anzuhalten, wenn ihr den Zugang zum deutschen Markt noch haben wollt.
00:26:14: Na ja vielleicht geht's nicht direkt erst im ersten Schritt um den Arbeitsschutz also in dem Moment wo Menschen in Deutschland beschäftigt werden dann schon.
00:26:20: aber es geht ja vor allem auch um Produktsicherheit das geht um Produktqualität und es geht auch um die Standards im Zusammenhang mit Zöllen mit Versandkosten.
00:26:32: Ja also es wird ja diese Paketsteuer eingeführt.
00:26:37: In Österreich gerade auf eine komische Art und Weise wird das gesetzlich diskutiert.
00:26:43: In Europa dauert es sehr lange, die Regulatorik so weiterzuentwickeln.
00:26:49: Und wir wissen ja auch, dass unsere asiatischen Wettbewerber jetzt schon dabei sind, läger in Europa zu machen.
00:26:54: Das ist ein logischer nächster Schritt – das ist ganz natürlich!
00:26:57: Aber das ganze Thema Produktsicherheit, Qualitätsstandards, Chemikarien Schadstoffe und all so was.
00:27:05: Das muss eben auch reguliert werden.
00:27:07: Und dann brauchen wir die gleichen Anforderungen.
00:27:09: Was ich schon auch wichtig finde ist dass es in der öffentlichen Wahrnehmung ... Es ist schwer... Wir sind nicht davon überzeugt, dass die Erziehung der Konsumenten der richtige Weg ist und belehrt.
00:27:19: Die Deutschen sind gerade irgendwie sehr ... reserviert einer Belehrung gegenüber, was ich nachvollziehen kann.
00:27:26: Aber darüber aufzuklären, was passiert eigentlich in den Märkten mit der ... Überschwemmung an Flut von Produkten, gerade im Textilbereich.
00:27:35: Wenn wir sehen dem Textilbereich der gesamte Altkleidermarkt ist zusammengebrochen weil es zu viele Altkleider gibt die weder recycelt noch anders verwertet werden können.
00:27:44: Wir sehen im Elektroniksegment so viele kleinen Elektronikatikel die nicht funktionieren die dann weggeschmissen werden.
00:27:51: Also auch aus Nachhaltigkeitsgründen haben wir da wirklich ein Thema weil die Märkte so überschwemmt werden und das ist schon das Kernproblem.
00:27:59: also Es geht nicht darum Wettbewerb zu verhindern, sondern im ersten Schritt auf die gleiche Stufe zu stellen mit den gleichen Regeln.
00:28:07: Aber auch sich anzuschauen durch das, was jetzt an niedrigpreisigen Sortimenten über den Konsum nach Europa kommt – also das Müllvolumen steigt massiv an und es ist massiv angestiegen und das ist nicht nachhaltig!
00:28:22: Ja, gleichzeitig musst du halt Verbraucherinnen und Verbrauchern überzeugen.
00:28:26: Warum sie dann ein langlebigeres T-Shirt für thirty acht Euro kaufen sollen?
00:28:30: Wenn es vielleicht
00:28:32: auch als asiatischen
00:28:33: Wettbewerbern aber vielleicht drei
00:28:37: Ja, und das ist das große Problem.
00:28:40: Das kann man sich ja kaum vorstellen dass zu diesen Kosten oder zu diesem Preisen die da aufgerufen werden wirklich die Produkte hergestellt werden können.
00:28:47: Und das verschiebt – und das sehe ich als große Gefahr auch in der Verbraucherschaft und es den Konsumenten gar kein Vorwurf zu machen – das verschieht natürlich auch das Preisgefüge im Kopf!
00:28:58: Wir reden im Handel von Eckpreislagen.
00:29:01: Früher war eine Eckpreislage so ne neun Euro für ein T-Shirt.
00:29:05: Wenn die auf einmal auf drei Euro runterrutscht, da kann man kein vernünftiges Produkt.
00:29:10: auch nicht in Asien entwickeln und nach Europa transportieren, dann verkaufen.
00:29:15: Dann sagst du vielleicht okay jetzt habe ich ein T-Shirt für zehn das ist schon richtig teuer.
00:29:18: aber du bist dann vielleicht als jemand der aus Budget achten muss bist du raus wenn es darum geht zwanzig oder dreißig Euro für einen T-shirt auszugeben.
00:29:27: Das ist natürlich eine kritische Situation.
00:29:30: In dieser kritischen Wettbewerbssituation habt ihr ja gegenüber beispielsweise na Emerson Aber auch gegenüber einer Temu die er zu Duoduo gehören einem großen Börsennotierten Plattformkonzern eine andere Ausgangsstruktur.
00:29:48: Ihr seid eben kein Börsengigant, sondern ihr seid ein familiengeführtes Unternehmen.
00:29:57: und ist das in dieser Situation ein Vorteil?
00:30:01: Ist es Nachteil oder ist es einfach nur
00:30:04: anders?".
00:30:06: Aus meiner Perspektive, und ich mache das ja jetzt schon ein paar Jahre auch in dieser Konstellation zu arbeiten.
00:30:12: Ist es ein Vorteil?
00:30:15: Und ist es anders?
00:30:17: Natürlich gibt es auch Nachteile wenn's darum geht schnell an viel Geld zukommen.
00:30:23: also schnell ist es dann auch relativ wenn man so einen Börsengang macht um dann einen ganz schnellen Schritt zu machen.
00:30:31: Und ein ganz schneller Schritt in der Entwicklung bedeutet ja auch immer, wenn man jetzt Börsen notiert ist, dass man sehr zügig an den Ergebnissen gemessen wird.
00:30:38: und Transformation dauern einfach lange und dafür braucht man auch einen langen Atem.
00:30:43: Wir sind siebzig Jahre alt mit Otto und viele unserer Konzernenunternehmen haben nicht eine ähnlich lange Historie aber auch ne lange Historia.
00:30:51: Wenn man Unternehmen erfolgreich transformieren will, dann braucht man da für einen Atem, um einen langer Atem finanziell um die Durststrecken, die da kommen und die Niederlagen, die auch sehr teuer sind, die man zwischenzeitlich erlebt durchzuhalten.
00:31:06: Und auch den zweiten oder auch malen Dritten Versuch zu ermöglichen.
00:31:10: Wenn wir bei Otto auf Quartalszahlen die Transformation gesteuert hätten ... Ich glaube nicht, dass wir das so erfolgreich hinbekommen hätten!
00:31:18: Wir haben eine Familie ein Familienunternehmen im Hintergrund Das Vision hat, das langfristig agiert Rendite Ziele hat auch, die wir ja auch bekommen.
00:31:30: Das war jetzt eine schöne Werbung für Familienunternehmen.
00:31:33: Wie ist es so aus der Innsicht?
00:31:35: Wenn du jetzt in einer börsennotierten Gesellschaft Finanzvorständin wärst, die keinen starken Mehrheitseigner hat sondern... Ja, im Grunde eine Masse von Aktionären die weitgehend anonym ist.
00:31:51: Hier haben wir einer was weiß ich drei Prozent dort fünf Prozent einen Aufsichtsrat der von der Hauptversammlung gewählt wird.
00:31:58: kannst du da nicht eigentlich freier entscheiden einem Unternehmen stärker deinen eigenen Stempel aufdrücken als wenn Du ne starke Familie im Hintergrund hast die ja auch dann Division macht?
00:32:13: Die Vision macht das Management bei uns.
00:32:17: Michael Otto hatte sich vor einigen Jahren in den Aufsichtsrat zurückgezogen und den Gesellschafterkreis geführt, aber war nicht mehr operativ tätig.
00:32:25: Und die Visionen- und Strategien werden vom Management entwickelt, wurden und werden mit den Gesellschaftern allein.
00:32:35: Aber tatsächlich habe ich noch nie eine Einschränkung in meinem Freiraum erlebt.
00:32:42: Wenn man sich für ein Familienunternehmen entscheidet zu arbeiten, dann muss man sich mit diesem Familienunternehm und dem was dahinter steht schon identifizieren können.
00:32:50: Wenn man davon absetzen will, funktioniert es nicht.
00:32:53: Es gibt aber so viel Freiraum den wir haben dass wir gestalten können dass ich mich noch nie eingeschränkt gefühlt habe.
00:33:01: Und tatsächlich haben wir eine Gesellschaftsstruktur, die eines Börsennotierten unternehmens ähnlich ist.
00:33:06: Wir sind ja eine KGAA, also KG auf Aktien.
00:33:09: Wir nach dem Aktienrecht reguliert.
00:33:12: Die ganzen Gremien, die du angesprochen hast, kennen Sie?
00:33:14: Ja und wir werden trotzdem starke Challenge.
00:33:16: Es ist die Auseinandersetzung über das was wir so vorhaben und unsere Zahlen und wo es dann besser sein könnte und ob wir das ernst meinen wenn wir uns in bestimmte Richtungen entwickeln sollen.
00:33:26: Das ist schon sehr intensiv.
00:33:28: Die ist aber auch dadurch, dass sie in diesem Familienunternehmenskontext nicht so distanziert.
00:33:36: Das hört sich ja fast noch intensiver an als das Challengen bei einem Unternehmen wie Amazon, wo es halt eben diese große riesige, letztendlich amorfe Masse von Aktionären ist, wo natürlich der Gründer immer noch heraussticht und ... diese besondere Strahlwirkung hat.
00:33:56: Wenn wir bei Otto oder bei Amazon sind, ist natürlich für uns an der Börse immer so die Benchmark was e-commerce angeht und das, was man aus dem e-Commerce entwickeln kann.
00:34:08: also wir haben eben schon darüber gesprochen ja Logistikaktivitäten habt ihr eben auch.
00:34:14: ihr spielt auch in diesem Plattformgeschäft Werbung aus bei Amazon eine extrem wichtige Sparte.
00:34:21: Was Amazon halt von Anfang an gemacht hat, sehr konsequent in Technologie zu investieren und dann diese Technologie auch zu externalisieren.
00:34:31: Wenn ich jetzt mal die Parallele ziehe, ihr habt ja auch früh angefangen mit dem E-Commerce Shop.
00:34:36: Hättet ihr nicht eigentlich der deutsche Hyperscaler sein können?
00:34:40: Wir sehen uns schon als einen relevanten Player im technologischen Umfeld aber eben über unsere verschiedenen Konzepte in denen Technologie natürlich zunehmende Rolle spielt.
00:34:51: also Otto hat zwar eine Handelsfunktion Aber ist ja eigentlich ein Technologieplayer
00:34:56: Natürlich.
00:34:57: Wir
00:34:57: vermarkten nur unsere Technologie jetzt nicht.
00:34:59: Okay, aber es wird jedes Unternehmen in Technologie unternehmen und wenn's keins wird dann wird das Unternehmen verschwinden so wie Karstadt sowie Quelle und das sei einfach mal bei euch kein Problem.
00:35:13: Aber du hast eben schonmal das Wort Restrukturierung erwähnt.
00:35:18: ihr habt auch starke Investitionen jetzt wieder angekündigt.
00:35:22: worum gehts dabei?
00:35:24: Bei den Technologienvestitionen, die wir jetzt angekündigt haben.
00:35:27: Also es sind dreihundertfünfzig Millionen, die werden in den nächsten Jahren in Technologie investieren wollen.
00:35:32: Sind das vor allem AI-getriebene Investition?
00:35:36: Ich habe eben schon darüber erzählt dass wir bei Otto diesen KI-Agenten aufgebaut haben und das werden wir weiter ausbauen.
00:35:44: also Otto wird sich stark damit auseinandersetzen.
00:35:46: was heißt dann Agentic Shopping für das Geschäftsmodell?
00:35:50: wie geht Otto in die nächste Transformation getriebenen Zeitalter, wenn sich Konsumverhalten auch verändert.
00:35:57: Dann nutzen wir AI an den verschiedenen Stellen in unserer Prozesskette.
00:36:02: Gibt es
00:36:02: irgendwas wo du sagst Mensch da wird Agentic Commerce für Verbraucherinnen und Verbrauchern wirklich fassbar?
00:36:09: Wo ich mich also als Käufer auf irgendetwas freuen kann so in ein zwei Jahren.
00:36:16: Irgendso ein Ding wo man sagt ach da wirst du richtig merken KI macht dein Shopping-Erlebnis viel besser.
00:36:21: Ja, also ich glaube schon dass die Frage ist gibt es den einen Agenten oder gibt es mehrere Agenten?
00:36:29: Oder hunderte Agenten auf dem Shopping Plattform?
00:36:32: das wird sich ja zeigen was sich da durchsetzt.
00:36:35: aber Ich glaube schon, dass wir davon ausgehen können Dass es Shoppingagenten gibt Die für mich wenn nicht regelmäßige Produkte so die klassischen Verbrauchsprodukte Zahnbürste Zahnpasta und also was man alle paar Wochen braucht, dass die für einen selber gekauft werden.
00:36:52: Und die kann ich dann konfigurieren.
00:36:54: wie häufig wir eine neue Zahnbüste haben da muss ich mich nicht mehr um diese Bedarfsdeckung kümmern.
00:36:59: Also das was er mit diesen Dash Buttons hatte, die ein furchtbarer Flop waren ja, das war eine Waschmaschine irgendwie den Knopf drückt und wird automatisch Waschmittel bestellt.
00:37:07: Das wird dann in Zukunft automatisiert?
00:37:09: Ja genau oder...
00:37:10: Ich brauche einmal im Monat neuer Packung persil.
00:37:13: Genau!
00:37:14: Die kommt dann direkt nach Hause.
00:37:16: digitaler Einkaufsliste, mein digitaler Merkzettel auf Otto.de der so Standardprodukte enthält, dass ich alle paar Monate oder zweimal im Jahr irgendwas kaufe, das der dann schon mal vorgefüllt wird und mir dann ausgespielt wird, guck mal du halt kaufst doch normalerweise im April immer deinen Badeanzug.
00:37:32: wir haben hier ja mal ein paar Neue nach deinem Geschmack für dich zusammengestellt und dann kannst du vielleicht direkt kaufen oder du gehst noch mal irgendwie in den Beratungszeit.
00:37:39: Also ich glaube für eine stark bedarfsorientierte Shopping-Erlebnisse wird das kommen, die Frage ist so ein bisschen wie entwickelt sich das dann auch auf den inspirativen Teil?
00:37:53: Du hast jetzt von deinem weißen T-Shirt erzählt da bist du ja irgendwie inspiriert worden.
00:37:57: im Kontext Und das ist ja nicht nur bei Mode der Fall, sondern auch wenn ich mir jetzt... Also ich muss mir einen neuen Kühlschrank kaufen.
00:38:06: Jetzt muss ich schon seit gefühltem Jahr und ich bin bisher nicht so richtig dabei dass ich mir den aussuchen mag Dieser Überlegungsprozess, sich so ein Produkt zu kaufen oder muss auch irgendwie ein Wohnzimmer neu einrichten.
00:38:23: Der dauert ja eine Weile und da einen Agenten zu haben der mit dir interagiert und dich berät und du dann aber selber... mit dem Agenten irgendwie über mehrere Iteration.
00:38:34: Das ist eher so eine Beratungs- und Inspirationskomponente dahin kommst, nee jetzt ist es gut!
00:38:39: Es ist ein bisschen wie meine Reiseplante.
00:38:40: ich will im Sommer mit einem Wohnmobil nach Frankreich fahren und habe Chat GBT nach der ersten Reisevorschlag gefragt und den hab' ich jetzt glaube ich zwanzig Mal angepasst und immer wieder neu adaptiert weil sich jetzt über die Zeit was ergeben hat was ich anders machen will Und so stelle ich mir schon auch vor für komplizierte Shoppingerlebnisse dass die Agenten uns dann eher unterstützen.
00:39:02: Das wird sich unterscheiden von diesem Bedarfskauf.
00:39:05: und was glaube ich in dem Zusammenhang spannend sein wird, wie wird das Vertrauen, was wir alle brauchen in unserem Leben?
00:39:15: Was uns Sicherheit gibt, was uns ein gutes Gefühl gibt – Wie wird das bespielt?
00:39:19: heute verbinden wir das stark mit bestimmten Produktmarken oder mit Einkaufsstätten.
00:39:25: also Otto zum Beispiel hat mit der Marke assoziiert einen großes Vertrauen.
00:39:30: Wir sind davon überzeugt, dass es Marken weitergeben wird.
00:39:34: Dass es Einkaufsstätten weiter geben wird also Marken als Einkaufstätte auch Produktmarken das ist nicht alles.
00:39:40: beliebig sein wird aber wie weit sich das verschiebt?
00:39:45: Das ist die große Frage der Zukunft auf die glaube ich noch niemand eine Antwort hat.
00:39:49: und da habe glaube ich haben wir bei Otto eine gewisse Grundgelassenheit.
00:39:55: Wir haben so viel erlebt, ja?
00:39:57: Wir sind schon so oft totgesagt gewesen und Märkte reagieren.
00:40:02: Und das heißt nicht, nimm Entwicklung nicht ernst!
00:40:04: Du musst bei den Entwicklungen von Anfang an dabei sein und natürlich bereiten wie uns darauf vor und durchdenken was heißt denn Agentick Shopping und wie stark wird es unsere Geschäftsmodelle ruptieren und was müssen wir jetzt dafür in die Wege leiden?
00:40:17: Das ist schon auch eine Wette auf die Zukunft, die wir eingehen müssen.
00:40:21: Die Frage ist nur geht man sie blind ein oder ist man anpassungsfähig?
00:40:28: Und wie die Konsumentinnen dann tatsächlich reagieren, das wissen wir ja gar nicht.
00:40:33: Die Konsumenten haben uns immer wieder überrascht in ihrem Verhalten.
00:40:37: Das ist ein großes Experiment.
00:40:39: Du hast dieses schöne Beispiel genannt und errichtet mir das Wohnzimmer ein.
00:40:42: Das wird der Agent irgendwann tun aber dann wird halt eine Schranke liefert.
00:40:46: Der muss erst mal reingetragen werden und wahrscheinlich aufgebaut werden weil ich das nicht kann werden dass Menschen machen müssen.
00:40:54: Da sind wir bei einem Thema was auch in deiner Job Description drin steht.
00:40:58: Du bist ja eben nicht nur Konzernvorständin für Finanzen und Kontrolling, sondern auch für Personal – also für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit auch ExpertIn – für die Art und Weise wie sich Arbeit verändert!
00:41:14: Wie schätzt du das ein?
00:41:16: Das ist ja etwas was gerade vielen jungen Menschen momentan Angst macht.
00:41:20: Dass KI den Jobmarkt in einer Weise disruptiert der selbst so eine Ausbildung Qualifikationsstudium, die man vor fünf Jahren eingeschlagen hat jetzt vielleicht schon in einem ganz anderen düsteren Licht erscheinen.
00:41:37: Ja, und wir sehen das gerade in den Arbeitsmarktzahlen bei den Absolventen.
00:41:41: Und Azubi übernahm und so was ne?
00:41:43: Also grade die jungen Leute da haben wir eine Mitarbeitergruppe, die schon jetzt stark davon betroffen ist, was noch gar nicht so breit thematisiert wird.
00:41:53: ich glaube dass Politik aber auch die Unternehmen die große Aufgabe haben Ausbildung neu zu denken und dafür zur Sorgen Dass wir weiterhin ausbilden und dass für die Jungen Leute auch Anknüpfung Revolution auf dem Arbeitsmarkt haben ja immer zu großen Veränderungen geführt.
00:42:11: Und meistens ist dann und das hat dann schon auch was damit zu tun, dass man da einen langen Atem haben muss irgendwann etwas entstanden, was auch wieder zur Wachstum geführt hat.
00:42:19: aber es ist schon eine Disruption oder ich glaube der.
00:42:21: das Thema vor allem ist jetzt die Geschwindigkeit mit der das passiert ne?
00:42:25: Die industrielle Relevation, die hat ewig gedauert, die E-Commerce.
00:42:29: Nichts in Geschwindigkeiten,
00:42:30: die auch Politik und Regulatoren einfach überfordert weil sie das nicht... hinkriegen, dann lässt man vielleicht ein Regulierungsrahmen da stehen.
00:42:39: Der überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist und macht dadurch viel Aufbruch
00:42:42: kaputt.".
00:42:42: Wenn wir über Jobprofil sprechen?
00:42:46: Dann sind wir natürlich auch bei dir persönlich weil du hast auch einen besonderen Job-Profil.
00:42:51: irgendwo habe ich in der Presse gelesen die Teilzeitvorständen was sich ein bisschen bös anhörte.
00:42:58: aber in der Tat du hast lange Jahre als Führungskraft mit einer Achtzig-Prozent-Stelle gearbeitet, nach der Geburt deine Zone ist und hast dann glaube ich umgeswitscht jetzt in deiner Rolle als Konzernvorständin auf zwei freie Nachmittage pro Woche die auf jeden Fall sein müssen.
00:43:19: Was ich großartig finde dein Sohn sicherlich auch.
00:43:24: aber was die Frage nähert Funktioniert das wirklich als CFO eines Weltkonzerns wie Otto?
00:43:32: Ich glaube, dass wir heutzutage die Offenheit haben müssen und deswegen habe ich da auch viel darüber geredet in den letzten Jahren.
00:43:41: dass wir flexible Arbeitszeitmodelle an allen Stellen haben können und auch brauchen.
00:43:48: Und wir alle befinden uns in unterschiedlichen Phasen, in unseres Lebens, in bestimmten Herausforderungen.
00:43:57: Wenn man seinen Job gerne macht dann muss man immer irgendwie aushandeln.
00:44:01: wie bringt man Privatleben?
00:44:03: Die Verantwortung im Job oder den Alltag gut unter einen Hut dieses Aushandeln aktiv zu machen und dann Arbeitgeber an der Seite zu haben, der dafür bereit ist.
00:44:13: Und der nicht ein Modell hat was für alle gilt oder jetzt auch in einer Gesellschaft da es gilt ja auch wie guckt die Gesellschaft auf Rollen?
00:44:21: Ist glaube ich total wichtig und für mich war das eigentlich nie eine Frage weil Ich für mich entschieden habe, wenn mein Arbeitgeber das nicht mit mir machen will.
00:44:32: Es war jetzt keine Drohung sondern es war einfach so... ich traue mir das zu.
00:44:38: Damals bin ich ja Bereichsvorstand geworden bei Otto und wir hatten diese Transformation vor.
00:44:43: Wenn ihr euch das mit mir zutraut dann ist das okay für mich und dann wird man sehen ob's funktioniert.
00:44:48: Und mit der Haltung ist damals Alexander Birken, war damals mein Vorgesetzter.
00:44:53: Der war ja dann später CEO der Autogruppe als unser Aufsichtsratsvorsitzender und ich.
00:44:56: Wir haben dieses Gespräch geführt.
00:44:59: Mit der Haltung sind wir da beide rangegangen und das hat funktioniert weil ... Das ist vielleicht auch eine Besonderheit der Autokultur Weil der Mensch und Menschen folgen Menschen also der Mensch ist halt ein Mittelpunkt in diesem Unternehmen eine große Rolle spielt.
00:45:18: immer funktioniert, weil wir das Vertrauen in die Menschen haben und es ist auch mein Führungsanspruch.
00:45:23: dass erst mal per se jeder seinen Bestes geben will.
00:45:25: Und dann spielt Zeit vielleicht gar nicht so eine große Rolle.
00:45:28: Dazu kommt aber auch noch ein bisschen, warum traue ich mir das zu?
00:45:31: Ich bin ja in der DDR aufgewachsen und war vierzehn als die Wende ist.
00:45:34: Ich hab natürlich auch andere Rollenvorbilder gehabt.
00:45:36: Das muss man schon dazu sagen.
00:45:39: Für mich war überhaupt keine Frage, dass ich als Frau nicht Karriere machen kann oder mit einem Kind machen kann.
00:45:45: Natürlich!
00:45:46: Es war für mich auch Out of Scope.
00:45:48: Warum soll es nicht funktionieren?
00:45:49: Ich brauchte halt zu dieser Zeit dann auch Zeit um das unter einen Hut zu bringen und mit der wachsenden Verantwortung hat es auch immer gut funktioniert.
00:45:59: Wenn ich ehrlich bin, war das meine eigene Linie die ich mir gesetzt habe bis zu welchem Punkt das funktioniert.
00:46:08: also passt Aufwand Gehaltsverzicht, also um das mal beim Namen zu nennen.
00:46:13: Also die Achtzig-Prozent-Stelle?
00:46:14: Genau.
00:46:15: Passt das gut zusammen und wann passt es nicht zusammen?
00:46:19: Und das hat gut zusammengepasst weil ich auch immer den Anspruch habe solange ich mein Job ausfülle.
00:46:24: Deswegen fand ich diese Schlagzeile auch nicht ganz passend.
00:46:26: Ich hab ja keinen Teilzeitvorstandsjob gehabt, ich hab in Teilzeit diesen Job gemacht.
00:46:32: So lange ich das gut kann und ich auf die Leistung bringe, die es braucht Um dieser Verantwortung, dieser großen Verantwort Gerecht zu werden funktioniert das.
00:46:42: Irgendwann, und das habe ich auch immer gesagt ist aber dann auch ein Punkt erreicht.
00:46:47: also mein Sohn hat sich lange Zeit gefreut wenn ich nachmittags Zuhause war.
00:46:50: jetzt ist er zwölf.
00:46:51: die Freude hält sich jetzt manchmal in Grenzen.
00:46:54: Ich weiß noch dass ich nach der gesetzlichen Elternzeit die ich auch hatte in meiner Position gefragt wurde ob ich das eigentlich weitermachen will mit diesem Teilzeitmodell.
00:47:05: Und ich hab damals tatsächlich überlegt, ob ich es weiter machen will?
00:47:08: Weil das ist natürlich schon organisatorisch und auch so vom eigenen Anbruch ein Aufwand!
00:47:14: Dann haben mir Kolleginnen bei Otto damals gesagt um Gottes Willenkarty hör nicht damit auf wir brauchen dich wenn wir mit unseren vorgesetzten Arbeiten... Natürlich als Leuchtturm
00:47:25: auch.
00:47:25: Ja ja dann dachte ich okay jetzt ist doch noch bisschen Kulturarbeit bei uns zu tun.
00:47:28: Ich mach's erst mal weiter
00:47:29: Ja, aber trotzdem.
00:47:31: Du hast es ja nun wirklich dann zehn Jahre in der Form praktiziert also in in achtzig Prozent der Zeit rund hundert Prozent Jobs gemacht.
00:47:39: was hast du da irgendwie für Techniken dir angewöhnt?
00:47:42: wie hat das funktioniert?
00:47:44: Also vielleicht auch als Tipps für unsere Hörerinnen und Hörern dass da der Fokus nicht verloren geht.
00:47:50: Das hat jetzt dann dass das funktioniert sehr viel mit Selbstorganisation zu tun und Arbeitszeitorganisation.
00:47:58: Ich glaube, es sind zwei grundlegende Werte die in mir sind.
00:48:02: Die den Grundstein dafür legen.
00:48:04: Der eine ist das was ich sagte meine Historie.
00:48:08: Ich habe ein sehr gleichberechtigtes Rollenbild vorgelebt bekommen von meinen Eltern und das lebe ich auch in meiner Partnerschaft und zwar ab dem ersten Tag.
00:48:17: Wir sind gleichgestellt und gleichberechtigt.
00:48:20: Mein Mann kann bestimmte Sachen besser als ich, aber grundsätzlich haben wir das immer auf den Besprochenen.
00:48:30: Dieses Rollenbild ist für mich selbstverständlich.
00:48:35: Aber auch dass ich in einer Partnerschaft genau so aufgestellt bin.
00:48:40: Das ist die Grundlage von allem.
00:48:41: ohne dem würde es nicht funktionieren.
00:48:44: Weil dadurch natürlich auf Freiraum entsteht, dass mein Mann mit mir zusammen diesen Familienalltag organisiert.
00:48:51: Zur Wahrheit gehört auch dazu, dass meine Mutter mir hilft.
00:48:54: Also so wie in anderen Familien eben auch die Großeltern helfen und es gehört auch dafür, dass ich nicht die perfekte Mutter bin Und ich bin auch nicht immer perfekt gewesen.
00:49:06: Ich musste Meetings verlassen Die wichtig waren, weil ich nach Hause musste.
00:49:12: Weil mein Sohn sonst alleine gewesen wäre.
00:49:15: Ich konnte nicht in die Schule oder den Kindergarten zu jedem Zeitpunkt gehen wenn andere da waren und diesen Spagat hinzukriegen und dann mit sich selber im Rhein zu bleiben das ist eigentlich emotional die größte Herausforderung.
00:49:30: Ich habe aber immer das Gefühl gehabt dass es mir gelingen kann ein tolles Kind zu erziehen ein ausgeführtes Familienleben zu haben und trotzdem diesen Job zu erfüllen.
00:49:42: Und da auch positive Resonanz zu bekommen, sodass ich mit mir dann immer wieder bei allen Aufwänden die das verursacht hat, die ja eher emotionaler Natur sind im Rhein war.
00:49:52: Ich habe einen Arbeitgeber der dafür und Kollegen vor allem des direkte Umfeldkollegen, die mich immer unterstützt haben.
00:50:01: Das größte Problem, was ich ehrlicherweise erlebt habe, das war nie in meinem Arbeitsalltag.
00:50:05: Das war nie Beotto!
00:50:07: Das war auch nicht in unserer Familie.
00:50:08: Das ist die deutsche Gesellschaft wo eben die Rollenbilder doch noch sehr stark polarisieren und ich hab ja auch in Frankreich gelebt da ist es anders.
00:50:19: Da sind berufstätige Frauen, die Karriere machen mit Kindern irgendwie das normalste von der Welt in den skandinavischen Ländern.
00:50:26: dann ist das auch so.
00:50:29: Am verletztensten fand ich von der Frau mal als Rabenmutter bezeichnet zu werden.
00:50:35: Oh mein Gott!
00:50:36: Gut, das gibt's noch.
00:50:37: Oder gab es damals noch?
00:50:39: Für mich wär das auch sehr neu irgendwann ... Ich bin mit zwei Eltern aufgewachsen, die Vollzeit gearbeitet haben.
00:50:46: Meine Mutter ist nämlich Oberärztin geworden, Vollzeit dann als ich elf war ungefähr so wie bei dir und ich hatte nie das Gefühl, dass sich vernachlässigt worden sei ganz im Gegenteil.
00:50:56: Ich hatte eine wundervolle Kindheit und für mich war das eigentlich immer selbstverständlich dieser Augenhöhe.
00:51:02: ja also meistens meine Mutter meinem Vater eher was erklärt, wenn es um modernere Methoden in der Medizin ging.
00:51:09: Und dann habe ich irgendwann mitbekommen hey das ist gar nicht so normal und ich finde es ist ein extrem wichtiges Thema.
00:51:16: und ich fand es auch wirklich spannend wie du jetzt auf diese Frage nach Arbeitszeitorganisation reagiert hast weil ich hatte schon gesagt okay jetzt kommt irgendwie ja die fünf Zettel Methode oder du musst diese und diese Liste machen.
00:51:27: aber ich hab schon ein bisschen den Eindruck dass sie's machen aus einem Selbstbewusstsein raus Partnerschaft raus und dann vielleicht etwas mehr machen und etwas weniger immer jeden einzelnen Schritt reflektieren.
00:51:42: Genau, es ist natürlich bei mir stark intuitiv geprägt.
00:51:46: also ich habe eine gute Intuition für das was wichtig ist und was nicht wichtig ist.
00:51:52: Und jetzt im Führungsalltag oder im Job Alltag mein Führungstil der ist schon so dass Im ersten Schritt jedem zu hundert Prozent Vertraue und auch jeder Person alles Zutraue.
00:52:07: Also ich bin nicht, wenn ich auf eine neue Situation treffe, auf neue Menschen treffe ein Team sehe zweifelig sondern ich vertraue erstmal blind und dann erlebe ich ob dieses Vertrauen oder Zutrauen gerechtfertigt ist Erkenne ich, ob ich mich einmischen muss oder wo es wichtig ist, dass ich mich tiefer einmische.
00:52:27: Ich habe keinen Kontrollzwang wie es andere Führungskräfte vielleicht auch manchmal haben und das gibt mir natürlich total für Freiraum, dass sich auch viel schneller delegieren kann.
00:52:35: also ich hab auch kein Problem damit wenn ein Mitarbeiter der keine Ahnung in der Hierarchie ganz weit unten ist neben mir in einer Vorstandsitzung eine Sache sagt oder das beantwortet oder wenn ich was nicht wüsste jemanden mitzunehmen zu irgendeinem wichtigen Termin.
00:52:51: Also da bin ich auch wirklich uneitel, weil ich denke ... Ich kann bei Weitem nicht alles.
00:52:56: Ich weiß aber was ich ziemlich gut kann und ich weiß dass andere Leute zum Beispiel vier Sachen besser können.
00:53:01: Und das ist ja nun eine Einstellung die gar nicht daran gebunden ist?
00:53:04: Wenn man jetzt einen Vorstandsjob hat oder in Anführungszeichen ganz normalen Job, sondern das ist einfach mein Zett.
00:53:10: Das kann man mitbringen, das kann man sich erarbeiten, wie du sagst, mit der Intuition aufbauen.
00:53:20: Ja, und ich glaube was noch wichtig ist, weil du fragst nach TIP.
00:53:23: Das fällt mir jetzt nämlich gerade ein, wo ich drüber rede.
00:53:25: Das ist ja alles nicht irgendwie auf so einer bunten Blumenwiese oder in der Rosa-Blase, an der ich lebe.
00:53:33: Also ich bin es schon klar, ich bin sehr privilegiert, weil ich auch finanziell in einer Situation bin, wo Ich mir Dinge auch ermöglichen kann oder die mir Dinge also auch ermöglicht.
00:53:43: Ich habe eine funktionierende Familie.
00:53:45: Ich bin nicht allein erziehend.
00:53:46: Ich lebe in Hamburg mit einer guten Kinderbetreuung auch Rahmenbedingungen, die mir das einfacher machen.
00:53:52: Deswegen rede ich gerne darüber was die Politik noch für die Unterstützung von Familien und Frauen tun kann aber das will ich jetzt gar nicht sagen.
00:53:59: Ich habe aber auch die Haltung dass und das hat vielleicht auch ein bisschen etwas mit meiner Generation zu tun.
00:54:06: Ich musste mir sehr viel erarbeiten also mir meine Karriere, aber auch meinen Studienplatz.
00:54:12: Selbst den Wechsel auf damals das Gymnasium, weil ich vom DDR-Schulsystem ins Westdeutsche gerutscht bin – ich war da genau in der Grenze!
00:54:18: Ich musste mir immer alles hart erarbeiten und ich war mich nie zu schade, mir irgendwas anzutun.
00:54:26: Und gerade in dieser verantwortungsvollen Position, und es fängt ja bei unteren Führungsstufen schon an wo du auf einmal Verantwortung für Personal hast, wo du disciplinarische Verantwortung hast oder schwierige Gespräche hast Und gleichzeitig einen Job zu erfüllen und dann auch noch ein Familienleben zu organisieren.
00:54:42: Und die ganzen Emotionen da zu Hause, und dann ist man selber auch noch irgendwie da!
00:54:47: Ich habe... kein Problem mir Sachen anzutun und wirklich bereit zu sein, dann einmal einen Schritt mehr zu leisten.
00:54:56: Und gerade das würde jetzt den nächsten Podcast füllen.
00:55:01: bei der ganzen Debatte um das ganze Thema Leistungskultur finde ich das total wichtig als Leistungskultur heißt nicht wir arbeiten jetzt unbedingt wieder vierzig Stunden.
00:55:09: aber man muss sich auch was antun Man muss mal die extra Meile gehen.
00:55:15: Und dass aus diesem Sich-was-Antun, das ist so negativ belegt.
00:55:18: Ich habe das in Dialog mit jungen Frauen oder jungen Führungskräften jetzt häufiger gehabt als Frage nach, ich weiß gar nicht ob ich mir das antun will?
00:55:24: Führungen und ich bin gerade Jungmutter und auch so viel Verantwortung.
00:55:29: will ich mir diese Verantwortung irgendwie antun.
00:55:31: Dann denke ich mein Gott was ist das für eine Reflexion?
00:55:33: Das es so schön so viele Verantwortung zu haben weil du kriegst total viel zurück Verantwortung zum Menschen zu haben.
00:55:39: Das isso für Menschen zu tun!
00:55:41: Das ist so schön.
00:55:42: Verantwortung in einer keine Ahnung.
00:55:44: Projektleitung muss ja nicht immer Menschen sein, etwas zu gestalten.
00:55:47: Zu führen!
00:55:48: Du kriegst so viel zurück und die Verantwortung ist ein Ballast was uns runterzieht und mich hat das immer so inspiriert und eher noch angetrieben.
00:55:58: Das darf natürlich nicht immer irgendwie leistungsmäßig auf dem ganz hohen Niveau sein da muss es wieder Erholungsphasen geben.
00:56:03: aber nach einem Marathon Da
00:56:07: tut man sich ja auch was an.
00:56:09: Es rennt ja keiner, also ein Maton habe ich nicht geschafft, wir
00:56:11: waren
00:56:12: halb mal ein Halbmaton immer.
00:56:13: aber man rennt hier nicht normal mit dem Vorsatz hin, also ich laufe jetzt ein zwanzig Kilometer und ich will das eigentlich in zwei Stunden schaffen ist.
00:56:20: Was tut man es sich da an?
00:56:21: Aber es ist am Ende ein wirklich erhebendes Gefühl.
00:56:25: Man hat ja auch was für seinen eigenen Körper dann getan.
00:56:29: Man trainiert und allein, wenn man nur eine halbe Stunde auf den Kostrainer geht, man macht was, man fordert sich auch und man kriegt ja dann auch etwas entsprechend dafür zurück.
00:56:38: also nicht nur im Longevity-Contest sondern einfach von diesem momentanen Gefühl von dieser Endorphinausschüttung.
00:56:45: aber du hast recht!
00:56:47: Das ist schon eigentlich fast ein eigener Podcast.
00:56:51: Aber eine Frage muss ich jetzt gerade in diesem Kontext auch noch mal zum Schluss loswerden, weil wir ja bei Scalable auch wirklich dieses Thema Ermutigung von Frauen für das investieren also die finanziellen Ziele in die eigene Hand zu nehmen ganz hochhängen.
00:57:09: Trade-Wife ist eben bei uns nicht ein Werbemotto sondern wir leben das ja eben auch gerade auch in Partnerschaft.
00:57:17: für solche Empowerment- und Vereinbarkeitsprojekte, wie beispielsweise von der Lehr Sophie Kramer die vor einigen Wochen hier war.
00:57:25: Aber dann jetzt an dich auch die Frage du bist Mutter?
00:57:30: Du bist Ehefrau?
00:57:31: Du in einem wirklich fordernden Job?
00:57:35: bleibt da irgendwie Zeit sich um private Geld zu kümmern oder überlässt du das mit Vermögensverwaltersprich?
00:57:42: Wie investierst du?
00:57:44: Also wir investieren, also wir machen das zusammen.
00:57:47: Wir sprechen das ab und in der Exekution ist es häufig mal Mann, der das dann macht Und wir haben keinen Vermögensverwalter und ich schwank immer da Zwischen, ob das mal jetzt jemand machen sollte.
00:58:01: Weil doch die Welt sich ja auch so stark verändert und wir natürlich als Privatpersonen sich damit befasst gar nicht alle Entwicklungen permanent so verfolgen kann.
00:58:12: Ich bin eher mit einer konservativen Investitionspolitik unterwegs.
00:58:18: Das hat wahrscheinlich auch ein bisschen was damit zu tun.
00:58:21: ich habe so ein finanzielles Sicherheitsbedürfnis also ich bin nicht so hoch riskant in meiner Anlagestrategie.
00:58:26: Das
00:58:27: heißt also, du tradest jetzt nicht täglich mit Optionscheinen?
00:58:29: Nee.
00:58:30: Weniger!
00:58:32: Was heisst für dich jetzt riskant?
00:58:33: Ja genau... Also wir sind nicht nur in Aktien.
00:58:39: Wir haben Aktien und investieren in Immobilien und wir haben sogar auch noch Tagesgeld.
00:58:48: Haben
00:58:48: wir auch im Scalement Rock?
00:58:49: Ja siehst
00:58:49: Du?!
00:58:50: Wir haben verschiedene Essetklassen, in die wir investieren gewichtet und meine andere.
00:58:59: Ich bin in Mitte der Neunziger, da war ich Anfang zwanzig.
00:59:05: Da wurden die Aktienfonds damals so stark verkauft und da wurde meine Mutter irgendwie in so einer Volksbank bequatscht.
00:59:10: Dann hat sie gesagt, ich hab da ein Fond und wirst du das nicht auch?
00:59:13: Und ich hatte zweitausend Mark gespart und es waren neunzehnt sechsundneunzig glaube ich.
00:59:16: Da habe ich in diesen Fonds investiert.
00:59:18: Und dann war achtundneuenzig der Börsenkreis.
00:59:21: Long-term
00:59:21: Capital Management, Asienkrise Russland Krise.
00:59:24: Es ging rasant runter... Habe ich
00:59:25: meine Diplomarbeit drüber geschrieben?
00:59:27: ...dreißig Prozent runter
00:59:29: und nie wieder hoch.
00:59:30: Das nicht, also da wo ich investiert hatte.
00:59:32: Weil
00:59:34: der DAX und die internationalen Initials haben das innerhalb von wenigen Wochen wieder eingeholt?
00:59:38: Ja aber der Fond den ich hatte... daraus habe ich gelernt.
00:59:43: Also das war damals für mich, mit Anfang zwanzig war das wahnsinnig viel Geld und es war dann lange Zeit waren das unter tausend Euro, dann ist das irgendwann auf tausende ein bisschen mehr zurückgekommen.
00:59:54: Und da habe ich mir für mich den Vorsatz gefasst und bin eben nicht treu geblieben, möglichst breit zu streuen.
01:00:01: Möglichst viele verschiedene Produkte.
01:00:04: Da ist auch mal was Riskantes dabei.
01:00:07: Da gucke ich dann aber nicht jeden Tag rein.
01:00:08: also das bin ich dann irgendwie zu nervös wenn wir so ein paar riskantere Produkte sind.
01:00:15: Aber generell ist es natürlich eine langfristige Geschichte.
01:00:18: Ich finde Immobilien nicht schlecht die dürfen nicht so viel Aufwand machen.
01:00:21: nur
01:00:22: Ja, das leistungslose Einkommen gibt's in der Form nicht.
01:00:25: Ansonsten reden wir gleich danach noch mal über Scalable-Wire.
01:00:28: aus den Vermögensverwaltungen haben wir ja auch im Superprogramm.
01:00:32: Liebe Kathi!
01:00:33: Vielen vielen Dank für diese Einbrücke die Einblicke in ein Nichtbörsen notiertes Unternehmen dass wir aber alle kennen und so viele Erkenntnisse sammelt über Wirtschaft, über Verbraucher und natürlich auch über den Umgang mit Technologie Vorderungen daraus.
01:00:52: Das war mal eine ganz andere Asset Class!
01:00:55: Vielen Dank, dass du da warst.
01:00:57: Vielen dank, dass Du zugeschaut oder zugehört hast – wenn's Dir gefallen hat, dann sag' es doch gerne weiter.
01:01:05: Gib uns Sterne, gib einen Daumen nach oben und schreib uns in die Kommentare was Deine Eindrücke sind ob Du schonmal bei Otto gekauft hast oder was eigentlich Agente-Commerce leisten müsste, damit du sagst ja da wird das Shoppingerlebnis nochmal viel besser.
01:01:25: Ansonsten freue ich mich natürlich immer auch über Hinweise wenn wir als nächstes einladen sollten welches Thema unbedingt hier bei Acid Class mal zur Sprache kommen sollte und damit für heute mal nicht Tschüss aus Berlin sondern Tschüss!
Neuer Kommentar